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Werder Bremen

Anfang und Ducksch bei Werder Bremen vor Wiedervereinigung?

Jan Kupitz
Ballert Marvin Ducksch den SVW wieder nach oben?
Ballert Marvin Ducksch den SVW wieder nach oben? / Pool/Getty Images
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Der SV Werder Bremen schielt bei der Suche nach einem neuen Stürmer offenbar nach Hannover: Marvin Ducksch soll es den Grün-Weißen und Neu-Trainer Markus Anfang angetan haben.


6, 5, 3, 1 und 0 - das sind die Zahlen des Grauens am Osterdeich. Oder anders ausgedrückt: Die Saisontore in der Bundesliga von Niclas Füllkrug, Josh Sargent, Davie Selke, Eren Dinkci und Yuya Osako (in dieser Reihenfolge). Mit solchen Trefferquoten deiner Mittelstürmer wird es natürlich schwer, die Klasse zu halten. Was im letzten Jahr in letzter Sekunde noch gutging, kostete den SVW in diesem Jahr den Klassenerhalt.

Das Sturmproblem am Osterdeich existiert nicht erst seit gestern. Waren früher noch Torjäger wie Marco Bode, Claudio Pizarro, Ailton, Ivan Klasnic und Miro Klose im grün-weißen Trikot unterwegs, so sind es seit geraumer Zeit Spieler, die keine gegnerische Abwehrreihe mehr in Angst und Schrecken versetzen.

Um die Mission Wiederaufstieg angehen zu können, liegt es somit auf der Hand, dass Werder im Sturmzentrum nachrüsten muss. Laut TV-Sender Sky möchte Markus Anfang einen alten Schützling in die Hansestadt locken, der in den vergangenen Jahren im Unterhaus gezeigt hat, dass er weiß, wo das Tor steht: Marvin Ducksch.

Ducksch mit guter Quote in Liga zwei

In der abgelaufenen Saison kommt der 27-Jährige auf 16 Tore und sieben Assists in der 2. Liga, in der Spielzeit davor waren es 15 Buden und sechs Vorlagen.

Marvin Ducksch
Ducksch zeigte sich zuletzt sehr treffsicher / Stuart Franklin/Getty Images

Noch interessanter wird es, wenn man sich seine Statistiken aus der Saison 2017/18 anschaut. Dort ballerte Ducksch nämlich bei Holstein Kiel unter der Leitung von Anfang munter drauf los, kam am Ende der Saison auf 18 Tore und elf Assists! Nun möchte der neue Werder-Coach seinen ehemaligen Schützling zu sich lotsen.

Und die Zeichen dafür stehen auf den ersten Blick gar nicht mal so schlecht: Während Werder in der kommenden Saison mutmaßlich direkt um den Aufstieg mitspielen wird, betonte Hannover-Boss Martin Kind unlängst, dass die Rückkehr ins Oberhaus erst in "einigen Jahren" realistisch sei. Da Duckschs Vertrag bei den 96ern nur noch bis 2022 datiert ist, könnte er die Roten wohl für eine überschaubare Summe verlassen.

Sollte er dann an seine Treffersicherheit aus den vergangenen Zweitliga-Saisons anknüpfen können, wäre dem SVW schon viel geholfen.

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