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Werder Bremen

Werder: Späte Spieler-Kritik an Ex-Trainer Anfang

Yannik Möller
Im Nachhinein gibt es Kritik an Markus Anfang
Im Nachhinein gibt es Kritik an Markus Anfang / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Die Causa Markus Anfang hat bei Werder Bremen ein plötzliches wie kurioses Ende genommen. Im Nachhinein kam es aber doch noch zu Kritik am Ex-Coach aus der Mannschaft.


Das Aus von Markus Anfang bei Werder Bremen war eine riesige Kuriosität. Der gefälschte Impfausweis eine große Sauerei, die eingetragenen Daten und das plötzliche Ende eine Lachnummer - am Ende stand der Verein unverschuldet als Depp da.

Doch schon während der Saison haperte es an manchen Stellen. Die Chancenverwertung wollte einfach nicht passen, immer wieder kam es zu Stolperern. Unter Anfang steckte Werder im Tabellenmittelfeld fest.

Füllkrug: Anfang war "relativ unflexibel" - Toprak möchte mehr Verantwortung der Spieler sehen

Im Nachhinein wird auch Kritik aus der Mannschaft hörbar. Niclas Füllkrug etwa bestätigte nach der 1:2-Niederlage gegen Kiel, dass die generelle Unruhe das Team getroffen hatte (via Sport1): "Es beschäftigt die Mannschaft, es ist schwer. Ich hoffe, dass wir nächste Woche wieder Ruhe reinbekommen." Eine erste von vielen Aufgaben, denen sich Neu-Coach Ole Werner widmen muss.

Der Stürmer kritisierte Anfang auch direkt: "Wer unseren ehemaligen Trainer kennt, weiß, dass das relativ unflexibel war, dass wir immer nur ein System gespielt haben." Das war schon im Laufe der Spielzeit ein Punkt, der ziemlich häufig auf der Tagesordnung stand. Offenbar war dies auch ein nicht unerhebliches Thema innerhalb des Teams.

Niclas Füllkrug
Niclas Füllkrug scheint sich unter Anfang nicht so wohl gefühlt zu haben / Stuart Franklin/GettyImages

Ömer Toprak hingegen spielte die Aufregung der letzten Woche etwas herunter. Gegenüber Sport1 antwortete er auf die Frage, ob die Thematik den sportlichen Erfolg nochmals mehr erschweren würde: "Nein, nein. Das sollten wir schnellstmöglich vergessen, dass das eine Ausrede sein sollte. Wir haben das letzte Woche auch hinbekommen." Damit war die grundsätzlich gute Leistung gegen Schalke 04 gemeint, wo es allerdings nur zu einem 1:1-Remis kam.

"Wir Spieler müssen mehr Verantwortung übernehmen und dürfen keine Ausreden mehr suchen", stellte der Abwehrchef grundlegend klar. Ein Satz, den auch Werner gerne hören dürfte. Die Erwartungen, die mit seiner Ankunft verbunden sind, sind nämlich nicht gerade klein. Am Freitagabend soll es gegen den Tabellen-15. Erzgebirge Aue wieder ein Erfolgserlebnis geben.

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