Werder Bremen

Geht Johannes Eggestein mit Werder Bremen in die 2. Bundesliga?

Christian Gaul
Johannes Eggestein kehrt nach einer Leihe zurück an die Weser
Johannes Eggestein kehrt nach einer Leihe zurück an die Weser / Martin Rose/Getty Images
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Am Ende einer abermals enttäuschenden Saison musste der SV Werder Bremen tatsächlich den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Fraglich wird sein, mit welchem Trainer und welchen Spielern die Bremer den Wiederaufstieg ins Oberhaus anstreben wollen. Fest steht jedoch, dass mit Johannes Eggestein ein potenzieller Hoffnungsträger an die Weser zurückkehren wird - doch für wie lange?


Der 23-jährige Eggestein wurde für die abgelaufene Saison nach Österreich an den Linzer ASK verliehen. Während es für den Stürmer beim LASK mit 20 Toren und neun Vorlagen in 39 Saison-Spielen erstaunlich erfolgreich lief, findet er bei seiner Rückkehr einen Zweitligisten vor.

Obwohl der Abstieg der Bremer bedauerlich ist, scheint es damit eine neue Chance für Eggestein zu geben, sich bei seinem langjährigen Klub endlich durchzusetzen.

"Abwarten, wie die Pläne aussehen" - Eggestein könnte vom Abstieg profitieren

Im Interview mit der Linzer Vereinsseite wollte sich Eggestein noch nicht festlegen, wie es für ihn weitergeht.

"In erster Linie geht’s für mich darum, mich sportlich weiterzuentwickeln. In Bremen wird’s mit einem neuen Trainer in die neue Saison gehen. Da gilt es noch abzuwarten, wie die Pläne des Vereins für die Zukunft aussehen. Aber ganz grundsätzlich ist für mich klar: Ich möchte eine gute Perspektive aufgezeigt bekommen, damit es für mich nicht wieder so läuft, wie im letzten Jahr und ich mehr Spielpraxis bekomme", so der Rückkehrer, der noch bis zum Sommer 2022 vertraglich an die Hanseaten gebunden ist.

Johannes Eggestein
Johannes Eggestein konnte beim LASK überzeugen / Guenther Iby/Getty Images

"In meinem letzten Jahr bei Werder Bremen hatten wir eine echt verkorkste Saison, die mediale Aufmerksamkeit war enorm. Beim LASK bin ich dann bei einer Mannschaft gelandet, die um die internationalen Startplätze mitspielt und offensiven Fußball spielt – das hat mir persönlich sehr gut getan", bestätigte Eggestein seine Weiterentwicklung in Österreich.

Dass er nun auf mehr Spielpraxis hofft, ist nachvollziehbar. Immerhin spielt der Bruder von Maximilian Eggestein schon seit 2013 für Werder, doch nach seiner Zeit in der Jugend des Klubs wollte es nie so recht klappen mit dem Durchbruch im Profi-Kader.

Dies könnte sich nun drastisch ändern, wird Werder doch im kommenden Jahr zweitklassig unterwegs sein und zudem verfügt Bremen nicht über die finanziellen Mittel, hochkarätige Spieler zu verpflichten.

Eggesteins Wunsch, sich sportlich weiterzuentwickeln, ist ebenfalls kein Grund für die Suche nach einem neuen Klub. Spielen doch in der kommenden Saison mehrere Topklubs in der wohl stärksten 2. Bundesliga aller Zeiten.

Denkbar ist also, dass Eggestein die Möglichkeit bekommen wird, seine starke Saison beim LASK auch bei seinem Stammverein zu bestätigen. Werder würde ohnehin keine große Ablöse für den 23-Jährigen bekommen und eher auf einen Verbleib des Spielers hoffen.

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