Was macht eigentlich Andriy Yarmolenko?

Dominik Hager
Yarmolenko stürmt heute in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Yarmolenko stürmt heute in den Vereinigten Arabischen Emiraten / Ian MacNicol/GettyImages
facebooktwitterreddit

Andriy Yarmolenko gehört zu den populärsten ukrainischen Fußballern und hat in seiner inzwischen schon recht lang andauernden Karriere einiges miterlebt. Unter anderem war der Flügelstürmer für eine Saison bei Borussia Dortmund aktiv. Doch was macht der inzwischen 33-Jährige eigentlich heute?


Ganze 341 Spiele für Dynamo Kiew hat Andriy Yarmolenko absolviert, ehe er den Sprung ins Ausland wagte. Der Offensivspieler, der in seiner Heimat ein absoluter Star war und ist, konnte für Kiew 137 Tore erzielen und 90 Vorlagen geben und wollte auch die Bundesliga im Sturm erobern. Bei Borussia Dortmund lief es für den ungewöhnlich großen Flügelstürmer jedoch nicht ganz so gut. Mit sechs Toren und sechs Vorlagen enttäuschte Yarmolenko zwar nicht auf ganzer Linie, jedoch hatten sich alle Beteiligten ein wenig mehr erhofft.

Daher kam es bereits nach einem Jahr zur Trennung und der ukrainische Nationalspieler trug ab dem Sommer das Trikot von West Ham. Für den Premier-League-Klub spielte er in Summe vier Jahre. 13 Tore und 7 Vorlagen in 86 Spielen sind jetzt aber auch nicht die allerbeste Bilanz. Im Sommer 2022 kehrte er Europa schließlich den Rücken und wechselte zu Al-Ain FC in die UAE Pro League. Dort genießt er Luxus und gutes Wetter, kickt aber selbstredend nicht mehr auf ganz hohem Niveau. Sieben Scorer-Punkte in zehn Spielen lassen sich aber sportlich immerhin einigermaßen sehen.

In der Nationalmannschaft hat Yarmolenko inzwischen 112 Einsätze auf dem Konto und konnte 45 Treffer erzielen. Sein Stand jetzt letztes Tor erzielte er im WM-Quali-Playoff-Halbfinale gegen Schottland, dass die Ukraine mit 3:1 gewann. Für das Ticket nach Katar reichte es dann leider nicht, weil die Waliser im Playoff-Finale die Oberhand behielten.

Yarmolenko setzte Zeichen gegen den Krieg

Yarmolenko hat sich gemeinsam mit anderen ukrainischen Nationalspielern vehement gegen den Krieg positioniert. Zudem attackierte er die russischen Fußballer klar und deutlich. "Ihr habt mir alle gesagt, dass es nicht so sein sollte, dass euer Präsident sich nicht korrekt verhält. Also Jungs, ihr habt Einfluss auf die Leute, zeigt es ihnen, ich flehe euch an. Es ist an der Zeit, eure Ellenbogen zu zeigen – im wahren Leben,“ äußerte er sich im März.

Dass dem ukrainischen Spieler die Situation in seiner Heimat nahegeht, zeigte sich auch, als er bei einem Tor im West-Ham-Trikot in Tränen ausbrach. "Es war so emotional für mich, wegen der Situation in meinem Land. Es ist so schwierig für mich, aktuell überhaupt an Fußball zu denken, weil die russische Armee Tag für Tag ukrainische Menschen umbringt", äußerte er sich gegenüber Sky. Zu seinem “Glück“ lebt er in den Vereinigten Arabischen Emiraten geopgraphisch weit weg von all dem. Wie es dann im kommenden Sommer weitergeht, wird sich zeigen. Dann läuft sein Vertrag schließlich aus.


The Last Dance in Katar: Die WM-Analyse mit Tobias Escher


Alles zum BVB bei 90min:

Alle BVB-News
Alle Bundesliga-News
Alle Transfer-News

facebooktwitterreddit