Warum Reus die Kapitänsbinde beim BVB wirklich abgegeben hat

  • Reus will beim BVB nicht mehr "Alleinunterhalter" sein
  • Ex-Kapitän startet mit Top-Werten in die Vorbereitung

Marco Reus
Marco Reus / Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages
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Die Entscheidung von Marco Reus, die Kapitänsbinde beim BVB nicht mehr tragen zu wollen, hatte offenbar konkrete Hintergründe. Schon jetzt gibt er einen befreiteren Eindruck ab.

Wer das Kapitänsamt bei Borussia Dortmund zur neuen Saison übernehmen wird, ist noch nicht geklärt. Als einer der Favoriten gilt Gregor Kobel.

Der Torwart könnte damit der Nachfolger von Marco Reus werden. Dieser hatte sich vor wenigen Wochen pro-aktiv dazu entschieden, das Amt abzugeben. Zuvor war bereits vermutet worden, dass der Verein diesen Schritt auch in Betracht ziehen würde. So ersparte der 34-Jährige den Verantwortlichen einen schwierigen Schritt.

Doch hat Reus die Binde längst nicht aus dem Grund abgegeben, nur damit die Übergabe an einen Nachfolger möglichst harmonisch ablaufen kann. Der Bild zufolge hatte er für diese Entscheidung ganz konkrete Gründe.

Reus wollte sich von den Verantwortungen des Kapitänsamts lösen

Ein Aspekt: Er wollte offenbar nicht mehr als derjenige gelten, der Niederlagen und andere Enttäuschungen erklären musste, während er selbst häufig als Sündenbock angesehen wurde.

Als Captain ist er natürlich der erste Ansprechpartner und derjenige, der Rede und Antwort stehen muss, wenn Ziele nicht erreicht oder schon, wenn einzelne Spiele nicht so ablaufen, wie sie es im Optimalfall tun sollten. Das hat Reus auch über Jahre hinweg gemacht. Doch nun wollte er augenscheinlich einen Schlussstrich ziehen und sich von dieser großen Verantwortung lösen.

Auch im Hinblick auf die bevorstehende USA-Reise des BVB sei ihm bewusst geworden, dass er nicht mehr der Spieler sein möchte, der immer wieder und zumeist alleine vor den Kameras stehen möchte. Er wollte, so die Bild, nicht länger der "Alleinunterhalter" sein.

Reus startet Vorbereitung mit Top-Werten

Das Resultat: Reus bat Edin Terzic und Sebastian Kehl nach seinem Urlaub zum Gespräch. Dem Trainer und dem Sportdirektor erklärte er seine Entscheidung. Ab sofort will er sich allen voran auf seine Leistungen auf dem Platz fokussieren und somit das Kapitänsamt und die Verantwortungen und Aufgaben, die damit einhergehen, weitergeben. Die beiden nahmen das Gesuch an.

Anschließend überzeugte Reus schon bei den Leistungstests. Gegenüber der Sportbild bestätigte Kehl: "Marco ist mit absoluten Top-Werten aus dem Urlaub gekommen, das zeigt seine Professionalität." Auch beim Testspiel gegen Westfalia Rhynern (7:0) überzeugte er.


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