Von Mainz nach Hoffenheim: Stach klärt über Wechselhintergründe auf

  • Stach wollte Wechsel von Mainz nach Hoffenheim "unbedingt"
  • aktive Spielweise der Kraichgauer bewog ihn zum Wechsel
  • Mittelfeldspieler kritisiert Mainzer Kommunikation mit den Medien
Anton Stach gab bereits sein Debüt für die deutsche A-Nationalmannschaft.
Anton Stach gab bereits sein Debüt für die deutsche A-Nationalmannschaft. / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages
facebooktwitterreddit

Für Außenstehende war der Last-Minute-Wechsel von Anton Stach zur TSG Hoffenheim schwierig nachvollziehbar. In einem Interview sprach der Mittelfeldspieler nun über die Gründe für den Abgang und kritisierte in diesem Rahmen die Mainzer Kommunikation mit den Medien.

Am Ende zog sich der Poker zwischen dem FSV Mainz 05 und der TSG Hoffenheim um Anton Stach (24) bis zum letzten Tag. Einen Tag zuvor hatte Mainz-Boss Christian Heidel noch kommuniziert, dass die Verhandlungen gescheitert seien. Letztlich bekam der Spieler seinen Willen. Für den Mittelfeldstar legten die Kraichgauer stolze elf Millionen Euro auf den Tisch.

Im Interview mit der BILD-Zeitung hat Anton Stach über das Wechseltheater gesprochen. "Ich wollte diesen Wechsel auf jeden Fall. Das habe ich in Mainz frühzeitig sehr klar kommuniziert", betont Stach. Der ausschlaggebende Grund für den TSG-Wechsel sei die aktivere Spielweise gewesen. "Tatsächlich habe ich direkt im ersten Spiel gemerkt, dass die Art und Weise wie in Hoffenheim Fußball gespielt wird, einfach super zu mir passt. Dass hinten raus gespielt, der Ball flach gehalten wird", erklärte der 24-Jährige mit Bezug zum 3:1-Testspielsieg gegen den FC Luzern.

Stach: "In der Kommunikation nicht alles optimal gelaufen"

Den zähen Transferpoker um seine Person habe Stach auch nur am Rande mitbekommen. "Ich habe die Äußerungen auch nur gelesen, saß ja nicht mit im Raum. Es war ein ganz schönes Hin und Her, so viel steht fest", so der zweifache Nationalspieler zu dem Thema. Für die Pokertaktik von Heidel zeigte er in gewisser Weise Verständnis: "Ich verstehe die Mainzer Seite, am Ende versucht jeder das Beste für seine Seite herauszuholen."

Dabei erwähnte Stach auch, dass ihm das Verhalten der Mainzer Verantwortlichen nicht immer gefallen habe. "Vielleicht ist in der Kommunikation mit den Medien dann am Ende nicht alles so optimal gelaufen", ließ er Kritik anklingen, betonte anschließend aber auch direkt: "Ich habe mit den Mainzer Verantwortlichen auch nach dem Wechsel noch mal gesprochen, da ist wirklich alles okay. Ich bin jedem für die Zeit dort dankbar."

In Hoffenheim freut sich Stach insbesondere auf eine andere Rolle, die aus seiner Sicht besser zu ihm passt: als zurückfallender Zentrumspieler oder teilweise sogar Innenverteidiger. "Ich konnte mich direkt gut einbinden ins Spiel und habe im zentralen Mittelfeld viele Bälle bekommen. Das hat sehr viel Spaß gemacht", gab sich der 24-Jährige nach seinem ersten TSG-Einsatz euphorisch. In Mainz hatte Stach noch vermehrt eine offensivere Rolle eingenommen.


Weitere Bundesliga-News lesen:

feed