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VfL Wolfsburg

Guilavogui: Verbleib beim VfL Wolfsburg nicht um jeden Preis

Jan Kupitz
Josuha Guilavogui will wieder mehr spielen
Josuha Guilavogui will wieder mehr spielen / Oliver Hardt/Getty Images
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Nach einer schwierigen Saison 20/21 möchte Josuha Guilavogui wieder angreifen. Unter dem neuen Trainer Mark van Bommel hofft der Kapitän selbstredend auf mehr Spielzeit als ihm Oliver Glasner zugestand - ansonsten steht ein Vereinswechsel zur Debatte.


Den Trainingsauftakt unter van Bommel verpasste Guilavogui wegen einer Corona-Infektion, doch in dieser Woche will der 30-Jährige in die Vorbereitung der Wölfe einsteigen. Dann geht es für den defensiven Mittelfeldspieler in erster Linie darum, wieder Anschluss zu finden und sich für einen Stammplatz zu empfehlen. "Ich möchte allen zeigen, dass ich noch da bin", schickte er im Gespräch mit dem Sportbuzzer eine Kampfansage los. Denn sein Ziel ist klar: "Ich möchte wieder spielen."

In der vergangenen Spielzeit stand er nur siebenmal in der Bundesliga in der Startelf. Oliver Glasner kritisierte er im Anschluss stark und warf seinem Ex-Coach vor, ihm falsche Hoffnungen gemacht zu haben. Unter van Bommel habe Guilavogui immerhin ein besseres Gefühl: "Er hat mir während meines Urlaubs und während meiner Corona-Zeit geschrieben – das hat mich gefreut. Das machen nicht alle Trainer so."

Der Vertrag des Franzosen in der Autostadt ist noch bis 2023 datiert - geht es nach ihm, wird er diesen erfüllen, denn "mein Wunsch ist es, in Wolfsburg zu bleiben. Ich habe ein gutes Verhältnis zum Team und zu unseren Fans." Doch zunächst müsse er abwarten, wie sich seine Rolle unter van Bommel darstellen wird. Denn mit Maxi Arnold und Xaver Schlager haben die Wölfe auf seiner angestammten Position ein Duo, das es in der letzten Spielzeit extrem gut gemacht hat.

Guilavogui: "Ich nehme den Kampf an"

"Ich kann nicht einfach später kommen und gleich fragen: 'Trainer, was erwartest du von mir? Planst du mit mir oder nicht?' Das macht jetzt noch keinen Sinn", will Guilavogui aber noch ein wenig abwarten, ehe er eine Entscheidung über seine weitere Zukunft treffen kann. Kampflos seinen Platz räumen möchte er jedoch nicht: "Ich möchte spielen, ich nehme den Kampf an, ich fühle mich immer noch topfit."

Wie und ob es beim VfL Wolfsburg für den Mittelfeldspieler, der bereits seit 2014 das Wölfe-Trikot trägt, weitergehen wird, müssen dann die kommenden Wochen entscheiden. Doch klar ist, dass er nicht um jeden Preis in der Autostadt bleiben wird. Denn nochmal so eine Saison wie 20/21 zu erleben, "das geht nicht. Sonst gehe ich kaputt."

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