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VfB Stuttgart

Stuttgart glaubt an Kalajdžić-Verbleib - Führich-Deal vor Vollzug

Dominik Hager
Der VfB rechnet auch im kommenden Jahr mit vielen Kalajdžić-Toren
Der VfB rechnet auch im kommenden Jahr mit vielen Kalajdžić-Toren / Matthias Hangst/Getty Images
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Dem VfB Stuttgart droht nach Nicolás González der Verlust des zweiten Offensiv-Stars. Top-Torjäger Saša Kalajdžić hat in der vergangenen Saison mächtig Eindruck hinterlassen und wird von mehreren Top-Klubs umworben. In Stuttgart ist man jedoch (noch) optimistisch, den österreichischen Nationalspieler halten zu können.


Ein Abschied von Saša Kalajdžić wäre für den VfB Stuttgart sportlich definitiv ein Schlag in die Magengrube. In der vergangenen Bundesliga-Saison traf der Zwei-Meter-Mann 16-mal und war damit ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Spielzeit.

Kein Wunder, dass der Spieler in Europa inzwischen bestens bekannt ist. Als möglicher Abnehmer für
Kalajdžić galt zuletzt noch die AC Mailand. Die Rossoneri haben die Position aber nun mit Chelsea-Star Olivier Giroud besetzt und demnach keinen Bedarf mehr.

Dies gilt nun jedoch nicht für die Blues, denen nach dem Abgang des Franzosen ein körperlich präsenter Zielspieler fehlt.

Ersetzt Kalajdžić Giroud beim FC Chelsea?

Die Ablöse für Saša Kalajdžić (ca. 25-30 Millionen Euro) könnte der amtierende Champions-League-Sieger locker aufbringen. Allerdings muss man sich die Frage stellen, ob der 24-Jährige tatsächlich das Potenzial für die absoluten Spitzenklubs besitzt.

Dank seiner Größe und Kopfballstärke bringt er Komponenten mit, die in gewissen Spielen absolut wertvoll sind, jedoch gibt es natürlich eine ganze Reihe an schnelleren und technisch versierteren Stürmern. Ein Angriffs-Duo Kalajdžić & Werner wäre aber allemal spannend zu sehen.

Die A-Lösung ist der Stuttgarter für den FC Chelsea trotz alledem mit Sicherheit nicht, zumal der Klub zu den heißesten Haaland-Bewerbern gehört und bereits in diesem Sommer ernst machen könnte.

Pellegrino Matarazzo, Sasa Kalajdzic
Trainer Pellegrino Matarazzo glaubt an Kalajdžić-Verbleib / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo rechnet ohnehin fest mit einem Verbleib seines besten Stürmers. "Ich habe nicht das Gefühl, dass er geht. Deswegen ist das auch kein Thema bei uns", wird er vom kicker zitiert.

Demnach soll der Trainer seinen Optimismus aus Gesprächen mit Kalajdžić ziehen, die er nach dessen Rückkehr aus dem EM-Urlaub geführt hat. "Wir sind im ständigen Austausch, reden viel miteinander, reden über seine Saison, seine Schwerpunkte für die neue Saison", erläutert Matarazzo. Von einem möglichen Abschied soll hingegen nie die Rede gewesen sein.

Sollte ein passendes Angebot eintreffen, rechnet das Fachmagazin dennoch damit, dass der VfB einem Transfer zustimmen würde. Grund hierfür ist das coronabedingte Minus von 56 Millionen Euro, das durch einen Verkauf zum Teil wieder reingeholt werden könnte. Auf der anderen Seite wäre zudem genug Geld für Ersatz vorhanden.

Allerdings wird der VfB nicht unter den genannten 25-30 Millionen Euro gesprächsbereit sein. Ein Torjäger wie Kalajdžić ist schlichtweg enorm wichtig, wenn man die Saisonziele erreichen möchte. Zudem ist es bekanntlich nicht einfach, einen verlässlichen Torjäger für eine akzeptable Summe finden zu können.

Führich vor Wechsel zum VfB Stuttgart

Chris Führich
Der Rechtsaußen Chris Führich soll den verletzten Silas ersetzen / Stuart Franklin/Getty Images

Zumindest für den verletzten Silas Katompa Mvumpa scheinen die Schwaben aber nun Ersatz gefunden zu haben. Chris Führich stand ganz oben auf der Wunschliste. Mit dem Flügelstürmer vom SC Paderborn soll schon seit längerem eine Einigung erzielt worden sein - nun sind sich laut Bild-Angaben auch die Vereine einig. 2,5 Millionen Euro werden demnach fällig.

Es ist davon auszugehen, dass der Deal zeitnah über die Bühne geht. Der 23-Jährige absolvierte zuletzt eine klasse Zweitliga-Saison, in der er mit 13 Toren und sieben Vorlagen starke 20 Scorer beisteuern konnte. Der Schritt in die Bundesliga wäre da nur konsequent.

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