VfB Stuttgart

VfB Stuttgart entlässt zwei Vorstände - Rückendeckung für Hitzlsperger

Florian Bajus
Hat wegen der Aufklärung der Datenaffäre Konsequenzen angekündigt: VfB-Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger
Hat wegen der Aufklärung der Datenaffäre Konsequenzen angekündigt: VfB-Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger / Matthias Hangst/Getty Images
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Der VfB Stuttgart hat im Zuge der Aufklärung der Datenaffäre erste personelle Konsequenzen gezogen. Wie der Aufsichtsrat am Samstagabend mitgeteilt hat, wurden zwei Vorstände von ihren Aufgaben entbunden.

Demnach wurden sowohl der Vorstand für Marketing und Vertrieb als auch der Vorstand für Finanzen, Verwaltung und Operations abberufen. Dieser Beschluss sei einstimmig gefasst worden, betonte der Aufsichtsrat in einer Stellungnahme auf der Vereinswebsite des VfB Stuttgart.

Namen wurden nicht erwähnt, bei den betroffenen Personen handelt es sich laut BILD aber um Jochen Röttgermann (Vorstand Marketing) und Stefan Heim (Vorstand Finanzen). Beide hätten die Datenaffäre mitzuverantworten, so das Boulevardblatt. Zwischen 2016 und 2018 sollen zahlreiche Mitgliederdaten an Dritte weitergegeben worden sein, um die Abstimmung zur Ausgliederung im Jahr 2017 zu beeinflussen, heißt es in dem Bericht.

VfB Stuttgart: Aufsichtsrat spricht Hitzlsperger Vertrauen aus

Darüber hinaus erhält Thomas Hitzlsperger "uneingeschränktes Vertrauen" vom Aufsichtsrat. Der frühere deutsche Nationalspieler und derzeitige Vorstandsvorsitzende des VfB war nach seinem öffentlichen Machtkampf mit Vereinspräsident Claus Vogt zum Ende des vergangenen Jahres in die Kritik geraten. Bei der Aufklärung der Datenaffäre bestätigte der Aufsichtsrat nun nach Sichtung der Untersuchungsberichte "ein rechtskonformes Vorgehen".

Genießt die volle Rückendeckung des Aufsichtsrates: Thomas Hitzlsperger
Genießt die volle Rückendeckung des Aufsichtsrates: Thomas Hitzlsperger / Matthias Hangst/Getty Images

In den vergangenen Wochen hatte Hitzlsperger stets betont, Konsequenzen ziehen zu wollen, sobald die Abschlussberichte von Esecon vorliegen. Dieser Ankündigung verlieh der 38-Jährige in der Halbzeitpause des Bundesligaspiels gegen Hertha BSC (1:1) Nachdruck: "Wir müssen und werden Konsequenzen ziehen", wird Hitzlsperger von BILD zitiert, "denn eins ist klar: Wir können so nicht weitermachen."

Die bekanntgegebenen Entlassungen waren im Zuge dessen ein erster Schritt. Weitere Personalentscheidungen würden "schnellstmöglich unter Berücksichtigung der besonderen arbeitsrechtlichen Bedingungen" herbeigeführt, heißt es seitens des Aufsichtsrates. Der BILD zufolge könnte auch Präsidiumsmitglied Rainer Mutschler entlassen werden.

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