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Union Berlin und FC Schalke 04 trennen sich torlos | Spielbericht und Reaktionen

Christopher Kleis
Feb 13, 2021, 8:39 PM GMT+1
Es war eine umkämpfte Partie an der Alten Försterei.
Es war eine umkämpfte Partie an der Alten Försterei. | ANNEGRET HILSE/Getty Images
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Union Berlin und der FC Schalke 04 trennen sich mit einem torlosen Unentschieden. Besonders die mangelnde Chancenverwertung der Berliner und ein überragender Fährmann entscheiden die Partie. Schalke bleibt auf dem 18. Tabellenplatz liegen. Union macht als neunter den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Tore: 0:0

Flotter Beginn - Dann kommt ereignisarme Halbzeit

Die Partie begann mit einem Blitzstart. Schon in der vierten Minute hatten die Unioner in Person von Awoniyi die Chance zur frühen Führung. Der Stürmer wurde nach einem simplen Angriff in Richtung Strafraum geschickt, schloss aber viel zu überhastet ab und Fährmann konnte den Ball parieren. Ein vielversprechender Beginn, der allerdings die beste Gelegenheit der ersten Halbzeit darstellte.

Union war in den ersten Minuten spielbestimmend. Die Mannschaft von Urs Fischer zeigte ihren Willen, aber wurde nicht vor dem Tor von Ralf Fährmann nicht gefährlich. Nach anfänglichen Schwierigkeiten übernahm Schalke das Ruder. Fußballerisch lieferten die Knappen eine tolle Vorstellung ab. Sie liefen Gegner und Ball laufen. Der begnadigte Bentaleb fungierte als Dreh- und Angelpunkt. Richtig große Chancen erspielten sie sich aber nicht.

Strafraumszenen kamen so gut wie nicht zustande. Zwei Annäherungen an den Winkel gibt es, aber Harit und Gentner verziehen jeweils. Die Bälle gingen beide am Tor vorbei, ohne dass die Keeper eingreifen mussten. Was sich positives mitnehmen ließ, war die gute Schalker Spielanlage. Es war sichtbar, dass in diesem Kader doch noch einiges steckt.

Ähnliches Bild in der zweiten Halbzeit - Partie bleibt offen

Nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild wie zu Beginn des Spiels. Union übernahm wieder die Kontrolle und Schalke wartete mit kontrollierter Defensive ab. Chancen waren weiterhin Mangelware. Aber das ganze wurde lebendiger. Beide Mannschaften waren sichtlich erschöpft und die Konzentration ließ etwas nach. Es wurde zu einem Hin und Her der beiden Teams. Pohjanpalo verwertet in der 58. Spielminute fast eine Flanke zur Führung, aber seine Grätsche lenkt die Kugel knapp am linken Pfosten vorbei.

Danach wurde es das Spiel der Eisernen. Union spielte immer mehr nach vorne und beschäftigt die Schalker Defensive. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis der Führungstreffer viel. Aber bisher war davon noch nichts zu sehen, weil Union sich keine richtigen Gelegenheiten herausspielte. Erst in der 71. Minute hat Awoniyi die Gelegenheit einen Konter gut zu Ende zu spielen. Aber statt auf den mitgelaufenen Ingvartsen querzuspielen legte er auf Andrich zurück, der vom Strafraumrand mächtig verzog.

Es dauerte wieder etwas, aber Union wurde fahrlässig mit seinen Gelegenheiten. Nach einer Flanke von Prömel kam Ingvartsen am langen Fünfer-Eck zum Kopfball, aber der herausragende Fährmann hielt den Ball mit einem tollen Reflex. 85. Minuten waren bis hierhin gespielt. Es hätte praktisch den Sieg bedeutet.

Schalke probierte es zum Ende des Spiels nochmal. Vor allem Harit ging nun vornweg. Auch wenn es spät war, ein wichtiges Zeichen im Abstiegskampf. Und tatsächlich hatte auch Schalke in der 89. Minute nochmal die Möglichkeit auf den Siegtreffer. Union leistete sich einen schweren Fehler im Aufbau und Boujelab drang in den Strafraum ein. Aber seinen Flachschuss konnte Karius noch ins AUs lenken. Starke Rettungstat des Berliner Torhüters.

Danach war Schluss. Schalke zeigt eine ansprechende Leistung, aber vor allem in der Offensive wurde deutlich, weshalb man auf dem letzten Tabellenplatz steht. Bis zur 89. Minute verzeichneten die Knappen keinen einzigen Torschuss. Das ist zu wenig, um die Liga zu halten. Auf der anderen Seite hätte auch Union deutlich mehr aus den eigenen Chancen machen. Ein Sieg wäre drin gewesen, aber die Unkonzentriertheit der Gastgeber sorgt für das Remis. Am Ende eine gerechte Punkteteilung.

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