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Nach Absage an Fenerbahce: Türkischer Meister Basaksehir plant Angebot für Mesut Özil

Mesut Ozil
Wie lange tut sich Özil noch die Reservisten-Rolle an? | Robin Jones/Getty Images

Exklusiv - Mesut Özil wird weiter mit einem Wechsel in die Türkei in Verbindung gebracht. Nach seiner Absage an Fenerbahce plant der neue Süper-Lig-Meister Basaksehir ein Angebot. Und das könnte für Özil deutlich lukrativer sein.

Um die Zukunft von Mesut Özil ranken sich weiter viele Spekulationen. Der Weltmeister von 2014 ist beim FC Arsenal nach dem Re-Start auch unter Trainer Mikel Arteta völlig außen vor - und das, obwohl er erklärte, er sei nach seiner Rückenverletzung wieder bereit.

Die Gunners scheinen auf Özils Dienste allerdings verzichten zu können. Dumm nur, dass der 31-Jährige mit 25 Millionen Euro im Jahr der absolute Spitzenverdiener bei den Nord-Londonern ist. Dumm auch (aus Sicht der Gunners), dass Özil nach Informationen der Bild ein Angebot von Fenerbahce abgelehnt haben soll, mit dem Verweis, er wolle bis zu seinem Vertragsende bei Arsenal bleiben.

Özils Situation erinnert fast ein wenig an die von Gareth Bale, der sich aufgrund seines gut dotierten Vertrags ebenfalls weigert, Real Madrid zu verlassen. Wie Özil ist auch der Waliser ohne echte sportliche Perspektive.

Özil bei den Topklubs der Süper Lig heiß begehrt

Dass Özil irgendwann in der türkischen Süper Lig aufläuft, bezweifeln dennoch nur die wenigsten. Seine Frau ist die ehemalige Miss Turkey, Özil pflegt beste Beziehungen zu Präsident Recep Tayyip Erdogan, der sogar sein Trauzeuge war. Und das Angebot von Fenerbahce war nicht das erste eines Topklubs aus der Türkei. Derzeit scheint es aber so, als plane Özil erst mit Vertragsende 2021 seinen Wechsel.

Oder schlägt der frischgebackene türkische Premieren-Meister Istanbul Basaksehir früher zu? Nach Informationen unserer englischen Kollegen von 90minUK jedenfalls plant der Süper-Lig-Champion ein Angebot für Özil.

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Türkischer Meister mit vielen Alt-Stars im Team: Istanbul Basaksehir | STRINGER/Getty Images

Basaksehir, gegründet erst 1990 und erst seit 2014 wieder erstklassig, wird gemeinhin als "Erdogan-Klub" betitelt. Der türkische Staatspräsident pflegt beste Kontakte zum Verein, der als Retortenklub gilt, eng verzahnt mit der Politik. Vereinspräsident Göksel Gümüsdag ist mit einer Nichte von Erdogan verheiratet.

Eine Brücke zu Özil lässt sich also schnell schlagen. Und auch finanziell ist Basaksehir mit dem sicheren Einzug in die Champions-League-Gruppenphase soweit gerüstet, um Özil ein finanziell lukratives Angebot machen zu können. Die Gunners auf der anderen Seite, dürften bereit sein, mit ihrer Ablöseforderung deutlich entgegenzukommen. Selbst ein Abgang zum Nulltarif wird beim finanziell angeschlagenen Arsenal nicht ausgeschlossen, um Özil von der Gehaltsliste zu bekommen.