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Transfer

Auch Bayern sitzt im Boot: Vier Top-Klubs jagen Tchouaméni

Marc Knieper
Diese Top-Klubs jagen Aurélien Tchouaméni von der AS Monaco
Diese Top-Klubs jagen Aurélien Tchouaméni von der AS Monaco / Juan Manuel Serrano Arce/GettyImages
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Gleich vier Top-Klubs aus Europa pochen auf den Mega-Deal: Aurélien Tchouaméni von der AS Monaco erlebt einen sehenswerten Karrierepush - und dürfte schon bald für die Elite des Fußballs auflaufen. Juventus Turin, Real Madrid, Chelsea und Bayern München sollen angeklopft haben.


Das ging schneller als erwartet. Erst im Juli 2018 sein Profidebüt für Jugendklub Girondins Bordeaux bestritten, wechselte Jungspund Tchouaméni Anfang letzten Jahres zum sportlich ambitionierteren Ligakonkurrenten aus Monaco, um nur anderthalb Jahre später schon vor dem nächsten, riesigen Karrieresprung zu stehen.

Denn wie verschiedenste Medien berichten, strecken gleich vier Klubs aus vier Ligen ihre Fühler aus, um den französischen Nationalspieler im Winter- oder aber Sommer-Transferfenster in die eigenen Reihen zu lotsen. Günstig wird Monacos Senkrechtstarter ganz gewiss nicht. Schon jetzt liegt sein Marktwert bei etwa 35 Millionen Euro. Starke Leistungen und der bis 2024 datierte Vertrag jagen den Preis des defensiven Mittelfeldroutiniers weiter in die Höhe.

Diese Klubs jagen Aurélien Tchouaméni:

1. Juventus Turin und Chelsea FC

Aurelien Tchouameni im Fokus von Juventus Turin und Chelsea
Aurélien Tchouaméni (21) bestritt bis dato 73 Spiele in der Ligue 1 / Jonathan Moscrop/GettyImages

Der Serie-A-Klub aus Turin sowie Champions-League-Sieger Chelsea beschäftigen sich schon lange Zeit mit Tchouaméni. Die Blues sollen im vergangenen Transferfenster sogar schon Gespräche mit dem Lager des Spielers geführt haben - blieben aber erfolgslos.

The Athletic und Daily Mail vermuten einen neuen Angriff der Londoner im Sommer 2022. Bis dahin soll sich der defensive Mittelfeldspieler noch stärker in den Fokus gespielt haben. Gut möglich, dass Juventus Turin sogar schon im Winter einen Anlauf startet. Dann jedenfalls kämen alle Klubs unter Zugzwang.

2. Bayern München und Real Madrid

Bayern München und Real Madrid jagen Aurelien Tchouameni
Aurelien Tchouameni gilt als besonders zweikampfstark / Soccrates Images/GettyImages

Angebote anhören möchten sich die Monegassen allemal. Zu dem Duell zwischen Juve und Chelsea reiht sich ein weiterer Zweikampf: Bayern München und Real Madrid buhlen ebenfalls um den 21-Jährigen.

Wie das stets gut informierte Portal calciomercato berichtet, soll Tchouaméni in München seinen Landsmann Corentin Tolisso beerben. Der befindet sich nämlich - vor allem wegen seiner vielen Verletzungen - auf Bayerns Streichliste.

Auf das Interesse der Madrilenen verweist die vereinsnahe Sport-Tageszeitung Marca. Bei Real würde Tchouaméni demnach als Alternative für Casemiro fungieren. Aber: Das große Transferziel der Spanier ist und bleibt Kylian Mbappé. Dazu soll auch Erling Haaland verpflichtet werden.

90min-Einschätzung: Bayern mit dem Bonus

Die besten Karten dürfte wieder einmal Rekordmeister Bayern München haben. Nicht zuletzt, weil Chef-Coach Julian Nagelsmann als ausgesprochen starker Trainer für Talente gilt. Aber auch, weil die Aussicht auf Erfolge mit den Bayern mehr als rosig ist. Erst 2020 holte man das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions League. Erfolge, bei denen Fußballern das Wasser im Mund zusammenläuft.

Bei Real und Juventus hingegen gilt Tchouaméni nicht als oberste Transferpriorität. Während die Madrilenen auf Mbappé und Haaland pochen, feilt die Alte Dame weiter an der Rückkehr ihres verlorenen Sohnes, Paul Pogba.

Tchouaméni und Pogba gelten als ähnliche Spielertypen
Tchouaméni (l.) und Pogba (r.) mit dem Nations-League-Pokal / Anadolu Agency/GettyImages

Tchouaméni könnte das Münchener (Defensiv-)Spiel langfristig stärken und im Falle einer (hoffentlich) verletzungsfreien Karriere einen größeren Durchbruch erreichen als FCB-Franzose Tolisso. Sein Verhalten im Raum und im Zweikampf um den Ball des Gegners erreicht derzeit absolutes Top-Niveau, das nun auch von Tricolore-Coach Didier Deschamps entdeckt wurde. Am 1. September feierte Tchouaméni sein Debüt in der französischen A-Nationalmannschaft. Nur etwa einen Monat später gewann er mit seinen Kollegen die Nations League.

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