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Hamburger SV

Trainerwechsel beim HSV? Seeler plädiert für Hrubesch

Jan Kupitz
Horst Hrubesch im Gespräch mit Michael Mutzel
Horst Hrubesch im Gespräch mit Michael Mutzel / Cathrin Mueller/Getty Images
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Mit so einer Leistung wird das für den HSV nichts mit dem Aufstieg! Nach der desaströsen Pleite gegen den SV Sandhausen schrillen am Volkspark die Alarmglocken - auch Klublegende Uwe Seeler macht sich Sorgen und bringt eine Installierung von Horst Hrubesch ins Spiel.


Obwohl der SV Sandhausen gerade erst aus der Quarantäne zurückgekehrt war und vor dem Spiel gegen den HSV kaum auf dem Platz trainieren konnte, fuhr der Abstiegskandidat aus Süddeutschland gegen die Rothosen sensationell alle drei Punkte ein. Es war ein erschreckend schwacher und blutleerer Auftritt, den das Team von Daniel Thioune trotz ausreichend Vorbereitungszeit am Donnerstagabend darbot.

SV Sandhausen v Hamburger SV - Second Bundesliga
Der HSV hat sich gegen Sandhausen blamiert / Alexander Scheuber/Getty Images

Natürlich war auch der legendäre Uwe Seeler ob dieser Leistung entsetzt. "Kein Ehrgeiz, keine Begeisterung, kein Kampf. Will die Mannschaft einfach nicht aufsteigen?", fragte er im Gespräch mit der Bild. "Ich verstehe so vieles nicht. Ich bin über den Auftritt sehr erschrocken. Es ist eine echte Schande. Der HSV gehört in die Bundesliga. Ich bin mehr als traurig. Leider kann ich nicht mehr helfen."

Der 84-Jährige gestand, dass der Aufstieg für ihn mittlerweile "eine große Überraschung" wäre, sein Glaube daran sei "kaum mehr vorhanden". Vor allem die Spieler bekamen (zurecht) ihr Fett weg: "Manchmal kommt es mir sogar so vor, dass die Spieler sich gar keine Gedanken machen, wie viel für den Verein auf dem Spiel steht."

"Horst würde vielleicht noch mal Dampf reinbringen!"

Eine (Not)Lösung hätte Seeler dann aber doch parat: Horst Hrubesch! "Ich kann dem HSV nicht mehr helfen, aber vielleicht Hrubesch. Der Horst würde vielleicht noch mal Dampf reinbringen. Es muss endlich ein Ruck durch die Mannschaft gehen. Es bleibt nicht mehr viel Zeit."

Der 70-Jährige ist seit vergangenem Jahr als Nachwuchs-Chef bei den Hamburgern aktiv und verfügt über ausreichend Trainer-Erfahrung. Ob er dem HSV-Team im Endspurt noch einmal Beine machen könnte?

Fakt ist, dass Daniel Thioune angesichts der bedrohlichen Ausgangslage angezählt ist. Nach Seelers Plädoyer pro Hrubesch noch ein Stückchen mehr.

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