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Seoane vor Aus: Ist ein Trainerwechsel bei Bayer Leverkusen die richtige Lösung?

Florian Fischer
Gerardo Seoane steh bei Bayer 04 Leverkusen vor dem Aus.
Gerardo Seoane steh bei Bayer 04 Leverkusen vor dem Aus. / Octavio Passos/GettyImages
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Im vergangenen Jahr noch als Heilsbinger nach Leverkusen gekommen, steht Trainer Gerardo Seoane kurz vor dem Aus bei der Werkself. Lediglich fünf Zähler holte Bayer in dieser Saison in der Bundesliga und auch in der Champions League sieht es nach dem 0:2 beim FC Porto nicht all zu rosig aus.

Doch liegt das alles nur am Trainer? Immerhin konnte dieser die Werkself in der Saison 2021/22 auf den dritten Tabellenplatz in der Bundesliga und der damit verbundenen Qualifikation zur Königsklasse führen - erstmals seit 2019. Natürlich steht dem auch das Ausscheiden in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den Karlsruher SC gegenüber, doch anschließend performte die Werkself so gut wie schon lange nicht mehr.

Dass es jetzt nicht läuft, liegt nicht nur an Seoane. Die besten beiden Beispiele sind Torwart und Kapitän Lukas Hradecky sowie Torjäger Patrik Schick. Während der Finne in der letzten Spielzeit ein sicherer Rückhalt war, schleichen sich in diesem Jahr ungewohnte Fehler ein, wie zum Beispiel bei der 0:4-Niederlage beim FC Bayern.

Und auch Schick hat seine Probleme. Letztes Jahr noch zweiter der Torschützenliste der Bundesliga hinter Robert Lewandowski, mit 24 Toren in 27 Spielen, stehen in dieser Spielzeit erst zwei mickrige Treffer in acht Partien zu Buche. Zu wenig für einen Angreifer seines Kalibers.

Damit sind zwei große Brandherde auch schon ausgemacht. Die Frage ist, ob ein anderer Trainer diese direkt löschen kann. Wie mehrere Medien berichten, ist der ehemalige Bayern-Star Xabi Alonso heißester Kandidat auf die Nachfolge des Schweizers.

Alonso, der als Spieler alle wichtigen Trophäen gewinnen konnte, war zuletzt von 2019 bis 2022 Trainer bei Real Sociedad B und führte diese zum historischen Aufstieg in LaLiga2. Nach dem Abstieg in der vergangen Saison, beendete der 40-Jährige sein Engagement beim spanischen Klub.

Daher stellt sich die Frage, kann ein Trainer, der zuvor nie in der ersten Liga aktiv war, die kriselnde Werkself wieder in die Spur bringen? Ohne Zweifel, Xabi Alonso war ein großer Spieler und gehörte zu den besten seiner Zunft. Er verstand das Spiel wie kein anderer und war sowohl beim FC Liverpool, als auch bei Real Madrid und beim FC Bayern München der Taktgeber im Mittelfeld.

Doch reicht das auch, um in der Bundesliga, bei einem Klub, der unter die ersten Vier kommen möchte, erfolgreich zu sein? Die Leverkusener würden mit Alonso ein Risiko eingehen, denn außer dem Aufstieg in die zweite spanische Liga hat der Trainernovize noch nichts vorzuweisen. Aber manchmal wird das Risiko auch belohnt. Beispiele gibt es dafür genügend.


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