Toni Kroos

Auswechslung gegen Chelsea: Kroos-Wut gegen Ancelotti - Kritik von Spaniens Presse

Simon Zimmermann
Toni Kroos konnte seine Auswechslung überhaupt nicht nachvollziehen
Toni Kroos konnte seine Auswechslung überhaupt nicht nachvollziehen / Soccrates Images/GettyImages
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Die Crunchtime im dramatischen Viertelfinal-Rückspiel der Champions League zwischen Real Madrid und dem FC Chelsea erlebte Toni Kroos vom Spielfeldrand. Der Mittelfeld-Stratege wurde von Trainer Carlo Ancelotti frühzeitig vom Feld geholt - und war damit mal so überhaupt nicht einverstanden. Die spanische Presse stellte sich an die Seite von 'Don Carlo' und übte deutliche Kritik an Kroos.


Als in der 73. Minute vom vierten Offiziellen die Anzeigetafel hochgehalten wurde und darauf die Nummer acht in Rot aufleuchtete, begann Toni Kroos mit dem Kopf zu schütteln und vor sich her zu fluchen. Nur widerwillig verließ der 32-Jährige den Platz.

Sein Trainer Carlo Ancelotti streckte ihm den Arm entgegen, um mit dem Routinier abzuklatschen. Kroos würdigte den Italiener keines Blickes, schlug am Ende aber doch ein, bevor er in den Katakomben verschwand.

Für Kroos brachte der Chefcoach der Königlichen Youngster Eduardo Camavinga ins Spiel. Zwei Minuten später erzielte Timo Werner das 3:0 für den FC Chelsea, mit dem die Blues den Halbfinal-Einzug geschafft hätten.

Kroos hatte bis dahin statistisch ein ordentliches Spiel gemacht: Wie gewohnt, brachte er über 90 Prozent seiner Pässe an den Mitspieler, gewann 55 Prozent seiner direkten Zweikämpfe, hatte 68 Ballkontakte und acht Balleroberungen. Die Realität auf dem Platz sah aber etwas anders aus. Chelsea dominierte über weite Teile der Partie das Mittelfeldzentrum. Auch weil Kroos das Tempo nicht immer mitgehen konnte.

Marca kritisiert Kroos scharf: "Ausgespielt wie selten zuvor"

Von der spanischen Presse fielen die Kritiken an den ehemaligen deutschen Nationalspieler entsprechend aus. "Der von Chelsea vorgegebene Rhythmus hat ihn überwältigt", schrieb die Real-nahe Marca. Und schob hinterher, dass er "ausgespielt wurde wie selten zuvor".

"Ohne den Deutschen hat sich Madrid verbessert. Die Wut sollte nicht auf Ancelotti gerichtet sein", lautete das Urteil. Camavinga, der für Kroos ins Spiel kam, bekam dagegen reichlich Lob: "Er hat die Mannschaft auf seine Seite gezogen. Seine Leistung schreit nach einer prominenteren Rolle."

Nur fünf Minuten nach dem 0:3 hatte der ebenfalls eingewechselte Rodrygo die Königlichen in die Verlängerung gerettet. Altmeister Luka Modric bereitete das 1:3 mit einem genialen Außenristpass vor. In der 96. Minute war es dann Karim Benzema - mal wieder - der Real Madrid in die Vorschlussrunde köpfte.

Modric' Traumpass im Video

Ob die Wut von Toni Kroos da bereits verflogen war, bleibt nicht überliefert...


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