FC Schalke 04

Abstieg auf Schalke: Grammozis versetzt Becker in die U23

Yannik Möller
Timo Becker spielt bei S04 keine Rolle mehr
Timo Becker spielt bei S04 keine Rolle mehr / BSR Agency/GettyImages
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Über die letzten anderthalb Jahre war Timo Becker eigentlich ein fester Bestandteil der Schalke-Profis. Nun hat es ihn endgültig zurück zur U23 verschlagen: Laut Bild-Angaben wurde er strafversetzt.


Erstmals richtig zum Zug kam Timo Becker für Schalke 04 in der Rückrunde der Saison 2019/20. Aufgrund der damaligen Sieglos-Serie fand sich der eine oder andere Profi plötzlich auf der Bank wieder. Der heute 24-Jährige war einer der Nutznießer dieser schlimmen Ausgangslage.

Seitdem gehörte er als fester Bestandteil zur Mannschaft. Auch in der letzten Saison schaffte er es wieder, sich insbesondere über die zweite Hälfte der Spielzeit zu zeigen. In den elf Spielen, in denen Dimitrios Grammozis schon das Sagen hatte, saß er nur in einer Partie auf der Bank: Bei der 0:1-Niederlage bei Arminia Bielefeld, die den Abstieg besiegelte und dafür sorgte, dass Becker nach Abpfiff weinend auf der Bank saß.

Erst sportlich aussortiert, dann in die U23 strafversetzt: Becker vor Schalke-Aus

Doch in dieser Saison spielt er unter Grammozis überhaupt keine Rolle. Lediglich fünf Kurzeinsätze hat er bislang zu verbuchen. In den letzten Wochen spielte er sogar wieder regelmäßig für die U23 in der Regionalliga auf.

Daran wird er sich wohl gewöhnen müssen: Wie die Bild berichtet, wurde der Abwehrspieler in die zweite Mannschaft strafversetzt.

Dem Zweitliga-Kader soll er gar nicht mehr angehören. Heißt für ihn: Auch die letzte Chance, sich zurückzukämpfen, ist dahin. Einen genauen Grund für die Entscheidung gibt es nicht. Gerüchte sollen besagen, Becker habe sich zu häufig krank gemeldet. Deshalb sei er schlussendlich aussortiert worden.

Malick Thiaw, Timo Becker, Nassim Boujellab
Schon das Pokal-Aus im Vorjahr nahm Timo Becker emotional mit / Stuart Franklin/GettyImages

Auf Nachfrage soll S04 diesen Grund jedoch bestritten und stattdessen auf eine "sportliche Entscheidung" verwiesen haben. Letzteres wäre dahingehend plausibel, dass er zuletzt keinerlei Chance hatte, sich auch nur annähernd zurück in die Startelf zu spielen. Selbst für die Bank reichte es nicht, weshalb er gegen Sandhausen sogar schon mit den Anhängern in der Nordkurve stand.

Becker gilt als leidenschaftlicher Schalke-Fan, weshalb ihn dieser Schritt hart treffen dürfte. Schon mit zehn Jahren spielte er für Königsblau, mit zwischenzeitlichem Ausflug zu Rot-Weiß Essen. Nun deutet alles darauf hin, dass er sich in der Winter-Transferphase einen neuen Verein suchen wird. Mindestens per Leihe bis zum Sommer, vermutlich läuft es sogar auf einen festen Abschied hinaus.

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