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Teenager-Transfers im Überblick: Die 30 teuersten U20-Talente der Fußball-Geschichte

Dominik Hager
Für Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé wurden bereits in jungen Jahren Mega-Summen gezahlt
Für Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé wurden bereits in jungen Jahren Mega-Summen gezahlt / FRANCK FIFE/GettyImages
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Seit einigen Jahrzehnten werden inzwischen Monster-Summen für Fußballer investiert. Dies betrifft nicht nur fertige Stars, sondern in vielen Fällen auch Teenager. Die Motive dabei sind klar. Je jünger ein Fußballer noch ist, desto mehr Entwicklungspotenzial bringt er mit sich und desto länger wird er noch aktiv kicken können. Hier sind die 30 teuersten Transfers von Spielern unter 20 Jahren.


30. Antonio Cassano: 31 Millionen Euro

Antonio Cassano
Massimo Cebrelli/GettyImages

Antonio Cassano zählte Anfang der 2000er zu den größten Sturm-Talenten, die es in der Welt gegeben hat. Die AS Rom fasste sich ein Herz und überwies 31 Millionen Euro für den damals 18-Jährigen. Als guter Deal erwies sich das jedoch nur bedingt. Zwar erzielte der Stürmer immerhin 52 Tore in 161 Spielen, wechselte jedoch für nur 5,5 Millionen Euro zu Real Madrid.

Dort fiel Cassano mit Undiszipliniertheiten auf und erzielte nur vier Tore. Demnach ging es für den Italiener zurück in die Serie A, wo er bis zu seinem Karriereende blieb und unter anderem für AC und Inter Mailand kickte. 400 Serie-A-Spiele und 112 Tore lesen sich insgesamt nicht schlecht, jedoch hätte er deutlich mehr aus seiner Karriere machen können.

29. Francisco Trincao: 31 Millionen Euro

Francisco Trincão
Visionhaus/GettyImages

Der Portugiese wurde in der Jugend von Braga groß, ehe er im Sommer 2020 für 31 Millionen Euro vom FC Barcelona gekauft wurde. In seiner ersten Saison bei den Katalanen absolvierte er immerhin 28 La-Liga-Spiele, bei denen er aber meist nur eingewechselt wurde.

Der Rechtsaußen wechselte demnach per Leihe zu den Wolverhampton Wanderers. Der Premier-League-Klub verfügt über eine Kaufklausel in Höhe von 29 Millionen Euro. Sollte sich der Verein gegen einen Kauf entscheiden, werden sechs Millionen Euro Nachzahlung fällig. Medienberichte zufolge wird der Klub die Klausel wohl ziehen. Ganz glücklich ist der Spieler aber nicht bei den Wolves, weshalb auch über eine Rückkehr nach Portugal spekuliert wird.

28. Eduardo Camavinga (31 Millionen Euro)

Eduardo Camavinga
Quality Sport Images/GettyImages

Real Madrid bekam im Sommer 2021 den Zuschlag für den blutjungen französischen Mittelfeldspieler und machte mit der Ablösesumme von 31 Millionen Euro vermeintlich sogar ein Schnäppchen.

Der dynamische und filigraner Kicker kam von Stade Rennes und soll langfristig die Nachfolge von Toni Kroos und Luka Modrić antreten. Derzeit ist ist Camavinga eher Teilzeitkraft, sein Potenzial deutet er jedoch bereits an. Hier geht in Zukunft definitiv noch viel.

27. Alessandro Bastoni (31,1 Millionen Euro)

FBL-ITA-SERIEA-JUVENTUS-INTER
FILIPPO MONTEFORTE/GettyImages

Der heute 22-jährige Italiener wechselte im Sommer 2018 für die stolze Summe von 31,1 Millionen Euro von Atalanta Bergamo zu Inter Mailand. Der Innenverteidiger konnte seinen Marktwert (laut transfermarkt.de) bereits verdoppeln und hat inzwischen 110 Spiele für Inter auf dem Buckel.

Bastoni ist schon sehr nahe an der Weltklasse und dürfte einer der prägenden Innenverteidiger-Figuren der nächsten zehn Jahre werden - nicht nur in Italien.

26. Marquinhos (31,4 Millionen Euro)

Marquinhos
Quality Sport Images/GettyImages

Auch der nächste Spieler in dieser Liste beweist, dass längst nicht nur für junge und gehypte Offensivspieler viel Geld bezahlt wird.

PSG hat im Jahr 2013 gut 30 Millionen Euro für den Innenverteidiger gezahlt, den die AS Rom erst ein halbes Jahr zuvor vom brasilianischen Klub Corinthians geholt hat.

Der 27-Jährige hat inzwischen 355 Spiele für Paris absolviert und führt das Star-Ensemble als Kapitän auf den Platz. Seinen Marktwert hat der Abwehrspieler mehr als verdoppelt, weil er nicht nur ein starker Verteidiger, sondern auch ein gefährlicher Kopfball-Schütze ist.

25. Anderson (31,5 Millionen Euro)

Anderson
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Anderson ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Transfer von allzu jungen Kickern immer auch ein wenig einem Roulette-Spiel gleichkommt. Der Brasilianer wechselte im Jahr 2008 von Gremio zu Porto, ehe er im Jahr 2007 als 19-Jähriger von Manchester United verpflichtet wurde.

Im Falle von Anderson kann man wohl sagen, dass der Wechsel zu früh kam. Trotz ordentlicher Ansätze gelang ihm der ganz große Durchbruch (auch verletzungsbedingt) nicht. Es folgte eine gescheiterte Leihe nach Florenz, eher der Mittelfeldspieler nach Brasilien zurückkehrte. Im Sommer 2018 folgte noch ein kurzes Kapitel in der Türkei bei Adana Demirspor, ehe er mit 31 Jahren seine Karriere beendete.

24. Denílson (31,5 Millionen Euro)

Denilson
Denis Doyle/GettyImages

Der heute 44-Jährige wechselte im Jahr 1998 für die damals unglaubliche Summe von 31,5 Millionen Euro vom FC Sao Paulo zu Betis Sevilla. Wirklich ausgezahlt hat sich der Transfer für die Spanier allerdings nicht. Der Spieler absolvierte zwar 165 Erstliga-Spieler, schaffte es aber nur auf zwölf Tore und drei Vorlagen. Keine Top-Bilanz für einen offensiven Außen.

Im Jahr 2006 ging es für mickrige 480.000 Euro weiter nach Bordeaux. Von da an begann für den Brasilianer eine Weltreise, die ihn in die USA, Saudi-Arabien und sogar in den Vietnam führte.

23. Oscar (32 Millionen Euro)

Oscar
Mike Hewitt/GettyImages

Der brasilianische Mittelfeldspieler gehört zu den hochveranlagten Talenten, die definitiv nicht alles aus ihrer Karriere herausgeholt haben. Oscar wechselte im Jahr 2010 vom FC São Paulo für 32 Millionen Euro zum FC Chelsea. Dort erlebte der Zehner durchaus gute Jahre und absolvierte 203 Spiele, in denen er 37 Tore erzielte und 38 Vorlagen gab. Der heute 30-Jährige gehörte auch zu den besten Brasilianern bei der Heim-WM und war derjenige, der gegen Deutschland zumindest zum 1:7 traf. Danach zerstörte sich der Spieler mit seinem Wechsel nach China selbst die Karriere. Trostpunkt für die Blues: Mit 60 Millionen Euro hat man ordentlich Kohle gemacht.

22. Gabriel Jesus (32 Millionen Euro)

Gabriel Jesus
Alex Livesey - Danehouse/GettyImages

Gabriel Jesus galt schon in ganz jungen Jahren als riesiges Talent. Im Januar 2017 ließen sich die Skyblues die Dienste des damals 19-Jährigen teuer kosten und überwiesen 32 Millionen Euro an Palmeiras São Paulo.

Einen schlechten Deal hat Manchester City damit freilich nicht gemacht. Immerhin hat der Brasilianer bereits 224 Spiele für den Premier-League-Klub absolviert und dabei 88 Tore erzielt und 44 vorbereitet. Trotzdem ist Jesus nicht der Mittelstürmer, auf den man voll und ganz setzen kann. In dieser Premier-League-Saison hat er erst zwei Tore, dafür aber acht Vorlagen beigesteuert, was zeigt, dass er immer mehr zum Vorbereiter wird. Manchester City möchte daher wohl auch Erling Haaland als Nummer neun.

21. Ferrán Torres (33,5 Millionen Euro)

Ferran Torres
Gareth Copley/GettyImages

Der FC Barcelona ist nicht der erste Verein, der eine große Summe für die Dienste von Ferrán Torres investiert hat. Im Sommer 2020 überwies Manchester City bereits 33,5 Millionen Euro an den FC Valencia. Eineinhalb Jahre später konnten die Skyblues ein Transferplus von 21,5 Millionen erzielen. Trotzdem könnte der Abgang des Spaniers noch schmerzen. Der 22-Jährige hat bereits in den ersten Monaten bei den Katalanen gezeigt, dass ihm die Zukunft auf dem Flügel gehört.

20. Ousmane Dembélé (35 Millionen Euro)

Ousmane Dembele
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Ousmane Dembélé war wohl so ziemlich der größte Transfer-Coup in der Dortmunder Vereinsgeschichte. Im Sommer kam der Außenstürmer für stolze 35 Millionen Euro von Stade Rennes. Ein Top-Deal, der schon ein Jahr später noch besser werden sollte. Dembélé legte für den BVB seine beste Saison als Spieler hin und wechselte für 140 Millionen Euro nach Barcelona.

Damit hat Borussia Dortmund stolze 105 Millionen Euro Gewinn gemacht und ein Jahr Dembélé genießen können. Barcelona hatte jedoch in den letzten Jahren mehr Probleme als Freude am hochveranlagten, aber verletzungsanfälligen und charakterlich schwierigen Spieler.

Der Vertrag läuft im Sommer aus und konnte noch nicht verlängert werden: Nun ja: irgendwo müssen die 1,3 Milliarden Schulden ja herkommen.

19. Renato Sanches (35 Millionen Euro)

Renato Sanches
Sylvain Lefevre/GettyImages

Renato Sanches ist als einer der größten Transfer-Flops in die Vereinsgeschichte des FC Bayern eingegangen. Der portugiesische Mittelfeldspieler wechselte im Sommer 2016 für 35 Millionen Euro zum Rekordmeister, nachdem er überragende Leistungen bei Benfica und für die Nationalmannschaft erbracht hat.

Der heute 24-Jährige hatte jedoch von Beginn an Anpassungsprobleme und konnte sich nie durchsetzen. Auch eine Leihe zu Swansea City blieb wirkungslos. Für 20 Millionen Euro schloss sich das einstige Juwel dem OSC Lille an.

18. Dejan Kulusevski (35 Millionen Euro)

Dejan Kulusevski
Sebastian Frej/MB Media/GettyImages

Der junge Schwede zeigte in der Serie A früh sein Potenzial, was Juventus Turin dazu verleitete, im Januar 2020 35 Millionen Euro an Atalanta Bergamo zu überweisen. Bahnbrechenden Erfolg hatte er bei Juve allerdings nicht. Der Offensivspieler kam in 74 Spielen auf 19 Scorer, ehe er Im Januar für zehn Millionen Euro an Tottenham verliehen wurde.

Dort wird er zumindest bis Sommer 2023 bleiben. Seine Anfänge in der Premier League sind mit sechs Scorern in neun Partien ziemlich gut. Fußballerisch hat der Schwede ohnehin viel zu bieten.

17. Wesley Fofana (35 Millionen Euro)

Wesley Fofana
Alex Pantling/GettyImages

Leicester City überwies im Sommer 2020 35 Millionen an den AS St.-Étienne. Für den jungen Innenverteidiger lief es zunächst auch ganz gut, ehe er von einem Wadenbeinbruch gestoppt wurde.

Fofana konnte in der laufenden Saison erst Mitte März in der Conference League sein Comeback feiern und erzielte auf Anhieb ein Tor. Hoffentlich ist das nur der Startschuss für eine bessere Zukunft.

16. Nicolás Anelka (35 Millionen Euro)

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LIONEL BONAVENTURE/GettyImages

Der ehemalige französische Nationalstürmer hat bereits in jungen Jahren auf sich aufmerksam machen können und wurde im Jahr 1999 für 35 Millionen Euro vom FC Arsenal zu Real Madrid transferiert. Dort erzielte er sieben Tore, wurde aber letztlich nicht glücklich und wechselte ein Jahr später zu PSG, wo er bereits in der Jugend aktiv war.

Wirklich sesshaft wurde Anelka in Paris aber nicht. Seine beste Zeit erlebte der Stürmer bei Manchester City und beim FC Chelsea. In seiner langen Karriere hat er für stolze zwölf Vereine gespielt.

15. Javier Saviola (35,9 Millionen Euro)

Javier Saviola
Bagu Blanco/GettyImages

Der Argentinier machte seine ersten Profi-Schritte bei River Plate und galt als absolutes Mega-Talent. Der FC Barcelona entschied sich daher dafür, 35,9 Millionen Euro für den damals 19-Jährigen auszugeben. Der 1,68 Meter kleine Offensivspieler schoss für Barca immerhin 72 Tore, kam aber nie wirklich über die Rolle als Edel-Reservist hinaus.

Der Spieler wurde nach Monaco und Sevilla ausgeliehen und später von Real Madrid verpflichtet. Glücklich wurde er jedoch nirgendwo. Immerhin kickte er noch einige Jahre erfolgreich für Benfica, die Mega-Karriere ist es aber nicht geworden.

14. Wayne Rooney (37 Millionen Euro)

Wayne Rooney
Laurence Griffiths/GettyImages

Der ehemalige englische Nationalstürmer machte bereits in jungen Jahren beim FC Everton auf sich aufmerksam. Manchester United ging "all in" und verpflichtete den damals 18-Jährigen für 37 Millionen Euro.

Die Summe hat sich für die Red Devils zu 100 Prozent ausgezahlt. Wayne Rooney wurde eine der prägenden Figuren im Verein und absolvierte in 13 Jahren insgesamt 559 Spiele. 253 Tore und 146 beweisen, dass die United-Legende sensationelle Jahre in Manchester durchlebt hat. Im Anschluss kehrte er zunächst zum FC Everton zurück und wagte dann noch ein USA-Abenteuer.

13. Luke Shaw (37,5 Millionen Euro)

Luke Shaw
Laurence Griffiths/GettyImages

Für den Außenverteidiger Luke Shaw haben die Red Devil sogar noch ein wenig mehr Geld ausgegeben. Im Sommer 2014 wechselte der damals 19-Jährige für unglaubliche 37,5 Millionen Euro vom FC Southampton zu Manchester United. Dort konnte er die Erwartungen jedoch - auch wegen vieler Verletzungen - lange Zeit nicht erfüllt.

Erst in den letzten Jahren konnte sich der Linksfuß fest spielen und auch im Trikot der Three Lions glänzen. Inzwischen hat Shaw 213 Spiele für Man United auf dem Konto. Inzwischen kann man sagen, dass sich die Mega-Summe doch ansatzweise gelohnt hat.

12. Lucas Moura (40 Millionen Euro)

Lucas Moura
Ryan Pierse/GettyImages

Der Offensivspieler wagte im Jahr 2013 als 19-Jähriger den Sprung vom FC São Paulo zu Paris Saint-Germain. In der französischen Heimat kam er 229-mal zum Einsatz und erreichte immerhin 94-Scorer-Punkte. Trotzdem wurde es für den Brasilianer immer schwieriger, sich im Star-Ensemble zu beweisen. Demnach folgte im Januar 2018 der Wechsel zu Tottenham Hotspur. Dort war er hauptverantwortlich für den CL-Finaleinzug 2019. Ansonsten schwanken die Leistungen des heute 29-Jährigen ein wenig zu sehr.

11. Fábio Silva (40 Millionen Euro)

Fabio Silva
Naomi Baker/GettyImages

Wer ist eigentlich dieser Fábio Silva und warum hat dieser 40 Millionen Euro gekostet? Wolverhampton ist tatsächlich ein unfassbares Risiko eingegangen, als man das Porto-Talent vor zwei Jahren im Alter von 18 Jahren verpflichtet hat. Zu diesem Zeitpunkt hatte Silva gerade mal zwölf Liga-Spiele und ein Tor auf dem Konto.

In Wolverhampton kommt er in 58 Einsätzen auf insgesamt zehn Scorer. In diesem Jahr hat er in der Premier League jedoch noch nicht einmal getroffen. Der Mittelstürmer hat weiterhin Probleme, den absoluten Durchbruch in England zu schaffen. Die 40 Millionen Euro könnten des Guten zu viel gewesen sein.

10. Vinícius Junior (40 Millionen Euro)

Vinicius Junior
Quality Sport Images/GettyImages

Der brasilianische Offensivspieler gehört zu dem Schlag Fußballer, bei dem man schon nach wenigen Sekunden ein unglaubliches Talent erkennen kann. Real Madrid verpflichtete Vinícius Junior an dessen 18. Geburtstag für 40 Millionen Euro von Flamengo. Bei den Madrilenen zeigte der Außenstürmer seine Klasse auf Anhieb, selbst wenn es ihm lange an Effizienz mangelte.

Dies hat sich jedoch in dieser Saison auf einen Schlag geändert. Mit 30 Scorer-Punkten in La Liga und der Champions League ist er neben Benzema die prägende Figur der Real-Offensive. Seinen Marktwert hat der 21-Jährige mehr als nur verdoppelt.

9. Rodrygo (45 Millionen Euro)

Rodrygo Silva de Goes
Quality Sport Images/GettyImages

Der junge Brasilianer kam ein Jahr später als sein Landsmann Vinícius Junior aus Brasilien nach Madrid. Obwohl Real für den früheren Santos-Youngster sogar mehr Geld ausgegeben hat, bleibt er bislang leistungstechnisch hinter Vinícius Junior zurück. Für den 21-Jährigen hat es bislang zu 29 Scorer-Punkten in 96 Spielen gereicht. Damit ist er noch immer ein Hoffnungsträger für die Zukunft. Den entscheidenden Step hat Rodrygo aber noch vor sich.

8. Leroy Sané (52 Millionen Euro)

Leroy Sane
Jan Kruger/GettyImages

Nie wurde für einen deutschen Fußballer bis zu diesem Zeitpunkt derart viel Geld ausgegeben wie für Leroy Sané. Der heutige Bayern-Star wechselte im Jahr 2016 als 20-Jähriger für 52 Millionen Euro vom FC Schalke 04 zu Manchester City. Dort entwickelte sich der Youngster prächtig und absolvierte 135 Spiele, in denen er 85 Scorer markieren konnte.

Gänzlich zufrieden war Pep Guardiola mit dem Spieler jedoch nicht immer, weshalb er letztlich für 60 Millionen Euro nach München transferiert wurde. Ohne seinen Kreuzbandriss hätte City noch ein deutlich größeres Plus herausholen können.

7. Anthony Martial (60 Millionen Euro)

Anthony Martial
Alex Livesey/GettyImages

Dass Manchester United nicht davor zurückschreckt, Unsummen für junge Spieler auszugeben, haben wir in dieser Liste schon häufiger zu sehen bekommen. Im Falle von Anthony Martial muss man jedoch sagen, dass die 60 Millionen Euro etwas zu viel waren.

Der frühere Monaco-Stürmer hat 269 Spiele für Man United absolviert und dabei Höhen und Tiefen erlebt. 79 Tore und 50 Vorlagen sind zwar keine schlechte Bilanz, jedoch geriet der Franzose unter anderem durch die Ronaldo-Verpflichtung ins Hintertreffen. Seit dem Winter ist er leihweise beim FC Sevilla aktiv, konnte dort jedoch noch keine Bäume ausreißen.

6. Raheem Sterling (63,7 Millionen Euro)

Raheem Sterling
Robbie Jay Barratt - AMA/GettyImages

Der englische Offensivspieler gehörte bereits beim FC Liverpool zu den talentiertesten Spielern der Insel und absolvierte insgesamt 129 Spiele. Nach seinen Wechsel zu den Skyblues legte Sterling noch mal eine Schippe drauf und hat sich längst zum gestandenen Flügel-Star etabliert. In 328 Spielen bringt es Sterling auf bombastische 128 Tore und 93 Vorlagen.

Der heute 27-Jährige gehört zu den Weltklasse-Außenstürmern und hat seine Ablöse trotz gelegentlicher Leistungsschwankungen absolut gerechtfertigt.

5. Christian Pulisic (64 Millionen Euro)

Christian Pulisic
John Dorton/ISI Photos/GettyImages

Wir bleiben fürs Erste in der Premier League und landen bei Christian Pulisic. Der BVB hat seinem Ruf als guter Verkäufer-Verein auch beim US-Amerikaner alle Ehre gemacht und diesen für 64 Millionen Euro an die Blues verkauft. Beim FC Chelsea erlebte der Offensivspieler bislang Höhen und Tiefen. Als klares Highlight ist natürlich der Champions-League-Titel anzusehen, an dem auch Pulisic seinen Anteil hatte.

In der laufenden Saison tut er sich hingegen wieder schwerer, gegen die starke Konkurrenz anzukommen. Bislang bringt es der heute 23-Jährige auf 41 Scorer in 105 Spielen. Ein Transfer-Flop ist die Kicker sicherlich nicht, die 64 Millionen Euro waren aber schon reichlich viel.

4. Matthijs de Ligt (85,5 Millionen Euro)

Matthijs de Ligt
Michael Steele/GettyImages

Der Innenverteidiger erwies sich bereits bei Ajax Amsterdam als Rohdiamant und zeigte sich trotz seiner Jugend als Leistungsträger und Führungsspieler. Nach dem CL-Halbfinal-Einzug mit Ajax entschied er sich für einen Wechsel zu Juve, die stolze 85,5 Millionen Euro auf den Tisch gepackt haben. Dort hatte es de Ligt zunächst schwer gegen die legendären Innenverteidiger Bonucci und Chiellini, erkämpfte sich aber einen Stammplatz.

Der Holländer gehört zur europäischen Spitzenklasse, jedoch erwartet man vom heute 22-Jährigen sogar noch ein wenig mehr.

3. João Félix (127,2 Millionen Euro)

Joao Felix
Denis Doyle/GettyImages

Der portugiesische Offensivspieler spielte bereits in der Porto- und Benfica-Jugend und hat damit eine hervorragende Ausbildung genossen. Das Talent von João Félix ist ohnehin gigantisch. Bereits bei seinen ersten Profi-Einsätzen zeigte der heute 22-Jährige sein außergewöhnliches Potenzial. Ein Wettstreit in ganz Europa brach aus, den Atlético letztlich gewann und 127,2 Millionen Euro locker machte.

In Spanien hat der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte auch schon die ein oder andere Hürde überwinden müssen und erfahren, dass Talent nicht alle Türen auf einmal aufreißt. Inzwischen glänzt João Félix aber regelmäßig als Aktivposten in der Atlético-Offensive und deutet immer öfter an, dass er einer der prägenden Figuren der nächsten zehn Jahre werden kann.

2. Ousmane Dembélé (140 Millionen Euro)

Moussa Dembele, Ousmane Dembele
Quality Sport Images/GettyImages

Der Franzose ist der einzige Spieler, der zweimal in dieser Liste auftaucht. Dies liegt daran, dass er sich bereits nach einem Jahr BVB dem FC Barcelona anschloss bzw. sich dorthin gestreikt hat.

Zwar hatte Dembélé in Barcelona starke Momente, fiel jedoch in Summe mehr durch undiszipliniertes Verhalten und zahlreichen Verletzungen auf. Nun scheint er ein paar Monate vor Vertragsende doch noch zeigen zu können, dass er die Mega-Summe in Ansätzen rechtfertigen kann. Wie es für Dembélé weitergeht steht in den Sternen. Dies gilt auch für die Frage, ob er konstant zur Weltklasse gehören kann.

1. Kylian Mbappé (145 Millionen Euro)

Kylian Mbappe
Linnea Rheborg/GettyImages

Es kann nur einen geben! Rang eins geht selbstverständlich an Kylian Mbappé. Der junge Franzose bewies bereits in jungen Jahren bei AS Monaco, dass er schneller und besser als seine Gegenspieler ist. Im Alter von 19 Jahren wechselte er für 145 Millionen Euro zum PSG und stieg dort zu den absoluten Weltstars auf. In 209 Spielen für die Pariser erzielte er 160 Tore und gab 81 Vorlagen.

Trotz allem hatte die Karriere von Mbappé neben einiger Höhen wie dem WM-Titel 2018 auch schon gewisse Tiefpunkte. Zu nennen wäre die CL-Final-Niederlage gegen den FC Bayern und der verschossene Elfmeter gegen die Schweiz bei der EM. Finanziell droht PSG ein gewaltiges Minus, zumal Mbappé wohl ablösefrei nach Madrid wechselt. Dafür hatte man aber auch vier Jahre einen der besten Kicker an Bord.

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