Statistik zeigt: Chancenverwertung sorgte für das Deutschland-Aus

Yannik Möller
Thomas Müller
Thomas Müller / PressFocus/MB Media/GettyImages
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Zum zweiten Mal in Folge muss sich Deutschland bereits in der Gruppenphase aus einer Weltmeisterschaft verabschieden. Bei diesem Turnier war auch die Chancenverwertung eine große Schwäche.


Das Resultat war 2018 und in diesem Jahr gleich: Beide Male flog Deutschland nach der Vorrunde aus dem Turnier. Und doch waren die spielerischen Auftritte, wenngleich auch dieses Mal gewiss nicht souverän und abgeklärt, nicht wirklich zu vergleichen.

Während einerseits die teils erschreckend schwache Abwehrleistung im Fokus steht, und das völlig zurecht, spielte in Katar allen voran die Chancenverwertung eine große Rolle. In allen drei Gruppen-Partien erspielte sich Deutschland mehrere gute Torchancen. Zumeist wusste die Mannschaft von Hansi Flick diese aber nicht in Tore und somit auch nicht in wichtige Punkte umzumünzen.

Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Deutschland leidet unter der Ineffizienz

Ein Blick in die Statistiken zeigt: Geht es nach den 'expected goals'-Werten, hat das DFB-Team mit einer glatten 10,0 den Höchstwert aller Mannschaften in der Gruppenphase erreicht. Ein Wert, der für mindestens zehn Treffer hätte ausreichen sollen. Stattdessen wurden es lediglich sechs - und davon vier gegen Costa Rica.

Im Vergleich: Frankreich hat einen xG-Wert von 7,4 vorzuweisen. Argentinien folgt mit 6,3. England und Spanien teilen sich beide einen Wert von 5,3. Und doch ist es das DFB-Team, das aus dem Turnier fliegt, während den angesprochenen Nationen große Erfolge bei dieser WM zugetraut werden.

Beim Thema Chancenverwertung kommt allen voran die Niederlage gegen Japan wieder ins Gedächtnis. Die Flick-Truppe hätte mehrfach auf eine 2:0-Führung ausbauen können und müssen. Das Spiel wäre vermutlich entschieden und die drei Punkte sicher gewesen, weil die Japaner bis in die zweite Halbzeit hinein gut in Schach gehalten wurden. Stattdessen kassierte man zwei wahrlich doofe Gegentore, die den großen Druck und eine denkbar schlechte Ausgangslage in der Gruppe bedeuteten.

Diese deutliche Ineffizienz hat beim Ausscheiden eine große und nicht zu unterschätzende Rolle gespielt. Deutschland musste mehr Gegentreffer hinnehmen, als nötig - und schoss zugleich deutlich weniger Tore, als es eigentlich möglich wäre.


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