1. FC Köln

Sparkurs beim 1. FC Köln: Scheitern die Vertrags-Verhandlungen mit Florian Kainz?

Simon Zimmermann
Florian Kainz hat sich in Köln zum Leistungsträger entwickelt
Florian Kainz hat sich in Köln zum Leistungsträger entwickelt / Sebastian Widmann/GettyImages
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Florian Kainz gehört beim 1. FC Köln unter Steffen Baumgart zu den Leistungsträgern. Ob der Österreicher über den Sommer hinaus beim Effzeh bleibt, ist aber offener denn je. Sein Vertrag läuft aus - und den Geißböcken scheinen finanziell die Hände gebunden zu sein.


Im Januar 2019 wechselte Florian Kainz von Werder Bremen zum 1. FC Köln. Drei Millionen Euro Ablöse zahlten die Geißböcke für den 20-fachen österreichischen Nationalspieler. Beim Effzeh pendelte der Offensivmann seither häufig zwischen Stamm- und Joker-Rolle. Bis Steffen Baumgart kam und Kainz zu einem Fixpunkt im Offensivspiel machte.

In 22 von 24 Bundesliga-Partien stand der 29-Jährige in der laufenden Saison in der Startelf. Drei Tore und fünf Vorlagen gelangen Kainz dabei. Den jüngsten Treffer erzielte er beim 1:1 in Fürth, als er - mal wieder - zu den besten Kölner Akteuren gehörte.

Ob Kainz jedoch eine Zukunft beim Effzeh besitzt, ist weiter offen. Sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Zum einen scheint es weiterhin keine Annäherung zwischen Klub- und Spielerseite zu geben. Zum anderen dürfte Kainz mit seinen aktuellen Leistungen Interesse bei der Konkurrenz wecken.

FC mit deutlich reduziertem Vertrags-Angebot für Kainz

Wie die Bild nun berichtet, könnte auch der vom Effzeh selbst auferlegte Sparkurs zu einem Scheitern der Vertragsgepräche führen. Demnach verdiene Kainz aktuell rund 1,5 Millionen Euro im Jahr. Das Kölner Angebot zu einer Verlängerung soll derzeit aber nur bei 800.000 Euro pro Saison liegen. Wenig verwunderlich, dass Kainz nicht sonderlich glücklich darüber sein soll. Zumal er mit 29 Jahren einen - und vielleicht seinen letzten - großen Vertrag unterschreiben könnte.

Interims-Sportchef Jörg Jakobs betonte gegenüber der Bild zwar: "Bei uns gibt es keine Gehaltsobergrenze und ich gehe davon aus, dass es die auch in Zukunft nicht geben wird." Dennoch haben die Geißböcke während der Corona-Pandemie über 80 Millionen Euro Verlust gemacht.

Vertragsgespräche macht das nicht einfacher - selbst, mit der Aussicht auf den Europapokal. Auch bei Anthony Modeste könnte das zu komplizierten Verhandlungen führen. Der Franzose hatte jüngst den Druck auf den Klub erhöht. Modeste soll aktuell rund 3,5 Millionen Euro im Jahr verdienen.


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