SGE-Ultras wettern gegen "Kohle Muani" - Cristoph Kramer ordnet Streiks ein

Christoph Kramer
Christoph Kramer / ANP/GettyImages
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Nachdem sich Randal Kolo Muani für einen Streik entschieden hat, um seinen Wechsel zu Paris Saint-Germain durchzusetzen, hat er den Ärger der Fans und Ultras von Eintracht Frankfurt auf sich geladen. Christoph Kramer wollte angesichts dieses Themas aber auch für etwas Einordnung sorgen.

Ein öffentlicher geäußerter Wechselwunsch ohne Absprache mit dem Verein, ein Streik um den anvisierten Wechsel durchzusetzen sowie das Löschen sämtlicher Instagram-Posts, welche die Vergangenheit mit Eintracht Frankfurt archiviert haben. Das Verhalten von Randal Kolo Muani in den letzten Tagen und Wochen hat für sehr viel Frust und Unmut bei den Fans der SGE gesorgt.

Dieser Ärger zeigte sich auch am vergangenen Sonntag, beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Ein großes und mehrere Meter langes Banner war in der Nordwestkurve des Eintracht-Stadions aufgehängt worden. Darauf zu lesen: "Kohle Muani - Geld verändert nicht den Charakter, es macht ihn nur sichtbar".

Doch nicht nur bei den eigenen Fans, im Stadion wie auch im Netz, kam die Aktion von Kolo Muani gar nicht gut an. Auch Effzeh-Coach Steffen Baumgart kommentierte: "Über einen streikenden Spieler muss man sich gar nicht unterhalten. Dass das nicht geht, ist klar." Er vermutete zudem, dass seine Berater-Agentur einen größeren Anteil an dieser Entscheidung hatte, "weil es ja nicht das erste Mal ist". Kolo Muani wird vom selbsen Berater vertreten wie etwa Ousmane Dembélé.

Randal Kolo Muani
Randal Kolo Muani / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Kramer pocht auf passende Einordnung - "Das soll mein Verein gewesen sein?"

Doch während sich die Eintracht-Anhänger noch immer über die Art und Weise des Abgangs ärgern, zumal den Angreifer vor einem Jahr noch so gut wie niemand auf dem Zettel hatte, ist Christoph Kramer um eine Einordnung dieser Angelegenheit bemüht.

Im 'Copa TS'-Podcast von TV-Moderater Tommi Schmitt äußerte sich der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach ebenfalls zu dieser Thematik.

Kolo Muani habe sich mit dem Streik natürlich "eher schlecht" verhalten, so Kramer einerseits. Andererseits gebe es derartige Vorfälle auch häufig genug andersherum. "Wenn ein Verein jemanden nicht mehr haben möchte, der noch einen Vertrag hat, dann können sie das Ganze auch anders spielen. Nur wird dann medial nicht darauf aufmerksam gemacht", gab der 32-Jährige zu bedenken.

Dabei gehe es schlussendlich um "eine Politik des längeren Hebels". Kramer weiter: "Und wer am längeren Hebel sitzt, der hat recht. Und der kann sich dann wegstreiken, seine Machtposition ausspielen." Würden einige Spieler, die sich von ihrem Verein aus in einer solchen Lage befunden haben, auspacken, "dann würden sich einige denken: 'Das soll mein Verein gewesen sein?‘"


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