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Durch Selbstüberschätzung im Abseits: BVB möchte Can verkaufen

Dominik Hager
Emre Can steht beim BVB vor dem Aus
Emre Can steht beim BVB vor dem Aus / Boris Streubel/GettyImages
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Emre Can ist ein Spieler, an dem sich die Geister scheiden. Während einige - inklusive er selbst - eine sehr hohe Meinung vom Mittelfeldspieler haben und in diesem einen Leader sehen, halten ihn andere für überschätzt und ein ständiges Sicherheitsrisiko. Die BVB-Verantwortlichen scheinen mit der Personalie nicht mehr viel anzufangen können und hätten kein Problem damit, den Spieler abzugeben.


Der BVB befindet sich in einem radikalen Umbruch. Der Verein hat auf dem Transfermarkt zahlreiche gute Spieler verpflichtet und scheut sich nicht mehr davor, gnadenlos auszusortieren, wenn die Leistung nicht stimmt.

Ganz und gar nicht gestimmt hat diese in der vergangenen Saison bei Emre Can. Der 28-Jährige steht laut Informationen der BILD demnach auch in der Kritik bei Trainer Terzic und Sportdirektor Kehl. Dem Bericht zufolge würde der Klub keine Sekunde mit einem Verkauf zögern, sofern ein entsprechendes Gebot eingeht.

Emre Can: Der etwas zu selbstbewusste Leader

Der genannte Grund hierfür ist einleuchtend. Can versteht sich als Wortführer und gehört dem Mannschaftsrat an. Seine Leistungen werden dem aber alles andere als gerecht. Das größte Problem ist jedoch, dass "Ich-habe-nur-einen-Fehler-gemacht-Can" das selbst ganz anders wahrnimmt. Eine solch ungesunde Selbstüberschätzung legt er mutmaßlich nicht nur in TV-Interviews an den Tag. Dem BILD-Bericht zufolge sorgt sein überaus selbstbewusstes Auftreten auch in der Kabine für Kopfschütteln bei seinen Kollegen.

Unter anderem soll Can sich sogar die Freiheit herausgepickt haben, seinen damaligen Trainer Marco Rose bei einer Ansprache zu unterbrechen. Auch darüber hinaus sollen seine Vorträge die Mitspieler immer wieder "irritieren" und "belustigen".

Verletzungsprobleme und hohes Gehalt: Alles spricht gegen Can

Hinzu kommt, dass Can bereits in der vergangenen Saison immer wieder mit muskulären Problemen pausieren musste und nun wegen erneuten Beschwerden bei den Leistungstests fehlte. Gründe genug also, um Großverdiener Can (zehn Millionen Euro im Jahr) loswerden zu wollen. Das Gehalt des Spielers macht es aber natürlich nicht leichter, diesen auch zu verkaufen. Für Can dürfte es schwierig werden, einen Verein zu finden, der erstens seinem Ego gerecht wird und zweitens genug Gehalt zahlt.

Nichtsdestotrotz droht ihm beim BVB nicht nur wegen der Özcan-Verpflichtung die Bank. Can hat sich ins Abseits manövriert. Nun gilt es für alle Beteiligten zu hoffen, dass ein Klub die nötigen Geldscheine mitbringt und den Spieler verpflichtet.


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