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Schwolow mit einem "Albtraumspiel" beim Hertha-Debüt

Sep 12, 2020, 10:05 AM GMT+2
Alexander Schwolow
Alexander Schwolow hätte sich kein viel schlimmeres Debüt für die Hertha ausmalen können / Martin Rose/Getty Images
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Alexander Schwolow erlebte ein albtraumhaftes Pflichtspiel-Debüt für Hertha BSC und kassierte gegen Eintracht Braunschweig fünf Tore und das Pokal-Aus. Der Keeper war dabei vom Glück verlassen.

Wesentlich bitterer hätte das erste Pflichtspiel von Alexander Schwolow im Tor von Hertha BSC eigentlich nicht verlaufen können. Die 4:5-Pleite in der ersten Runde bei Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig wäre wohl nur dann noch schlimmer gewesen, wenn der Keeper mit mehreren Patzern unangenehm aufgefallen wäre. Stattdessen waren die Gegentore zumeist knappe Angelegenheiten, die Schwolow richtig ärgern dürften.

Hertha BSC kassiert fünf unglückliche Gegentore

Zum ersten Mal zappelte der Ball schon in der zweiten Minute im Netz, als Braunschweigs Martin Kobylanski einen Freistoß aus 25 Metern direkt in die Torwartecke versenkte. Unhaltbar war er nicht, doch durch den kurzen Tipser direkt vor Schwolow war es schwierig für ihn. "Mit Glück hätte ich den Freistoß am Anfang rausgedrückt. Der Ball ist unangenehm aufgesetzt", erklärte der 28-Jährige hinterher (via herthabsc.de). Glück, das er an diesem Abend nicht hatte.

Das zweite Tor war Slapstick pur: Verteidiger Maximilian Mittelstädt wurde nach einer Ecke angeköpft und der Ball flog im hohen Bogen hinter Schwolow ins Tor. Weil zudem noch Suleiman Adullahi den Torwart behinderte, war auch dieses Tor letztlich nur schwerlich zu verhindern. Kurz vor der Pause dann der nächste Nackenschlag: Kobylanskis Elfmeter parierte Schwolow, doch der Abpraller landete hinter ihm direkt vor der Torlinie - und der Schütze drückte den Ball über die Linie. Wieder Pech gehabt.

Beinschuss als Sahnehäubchen

Einzig das 4:3, welches erneut Braunschweigs Kapitän erzielte, war ein Treffer ohne jede Chance für Schwolow. Kobylanskis Direktabnahme war dafür zu gut. Beim fünften Eintracht-Tor bekam der Ex-Freiburg-Keeper dann aber noch das Sahnehäubchen auf seinen gebrauchten Abend und wurde von Abdullahi getunnelt.

Suleiman Abdullahi, Alexander Schwolow
Das 5:3 für Braunschweig: Schwolow wird von Abdullahi getunnelt / Martin Rose/Getty Images

Dabei hatte Schwolow eigentlich gar nicht so viel zu tun, die Hertha dominierte dieses Spiel und drückte Braunschweig teilweise sehr tief hinten rein. "Es war ein Albtraum-Spiel. Es lief echt alles schief, was schieflaufen konnte. Es war furchtbar, eine Katastrophe", brachte er es nach dem Spiel auf den Punkt. "Braunschweig hat eiskalt zugeschlagen und auch viel Glück gehabt." Und so wird die Hertha auch 2021 nicht im Pokalfinale im eigenen Stadion stehen.

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