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Schockierender Hass-Tweet an Zaha - Autor ist ein 12-jähriger (!) Junge!

Wilfried Zaha
Wurde Opfer eines rassistische Droh-Tweets: Wilfred Zaha von Crystal Palace | Catherine Ivill/Getty Images

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Diese Bauernregel hat sich - im negativen Sinn - mal wieder auf beschämende Art und Weise bestätigt. Denn der Urheber der jüngsten rassistischen Attacken, die sogar den Straftatbestand der Bedrohung von Leib und Leben erfüllen, gegen den Crystal Palace-Star Wilfred Zaha ist - ein 12-jähriger Junge!

Bei der Ursachenforschung muss man in diesem Fall also vielleicht gar nicht so tief gehen. Denn selbst wenn auch von einem 12-Jährigen schon bestimmte ethische Verhaltensmuster einfordern kann - die Wurzeln seines Hasses sind wohl in seinem familiären Umfeld zu suchen. Wie sonst kommt ein gerade der Pubertät zustrebender junger Mensch dazu, folgende Botschaften (via Twitter) an einen Fußballspieler zu senden?

"Du triffst morgen besser nicht, du schwarze F...! Oder ich komm zu dir nach Haus, als Gespenst verkleidet." Garniert wurde diese Drohung mit einer Fotomontage, auf der eine Kellogg's-Packung zu sehen ist mit dem Konterfei eines schwarzhäutigen Mannes und dem Schriftzug "Nigger-Flakes" ("coon flakes", in Verballhornung des üblichen "Corn Flakes"). Ferner fügte der Absender noch ein Foto einer Gruppe von Ku-Klux-Klan-Leuten hinzu. Diesen Tweet erhielt Zaha am Sonntagmorgen, vor dem Spiel bei Aston Villa (welches Crystal 0:2 verlor). Zaha machte diesen Tweet wiederum auf seinem eigenen Twitter-Account öffentlich.

Die für den Fall zuständige Polizei der West Midlands soll den Verfasser der Hass-Botschaft bereits ausfindig gemacht und in Gewahrsam genommen haben. Es soll sich um einen 12-jährigen Anhänger des Klubs aus Birmingham handeln.

Auch dieser verurteilte diesen Hass-Tweet aufs Schärfste: "Wir verurteilen die ekelhaften, rassistischen Nachrichten, die an Wilfried Zaha gesendet wurden." Zudem wird sich der Hass-Tweeter wohl schon mal darauf einstellen müssen, seinen geliebten Farben zumindest nicht mehr vom Villa Park aus zujubeln zu können. Denn Aston Villa hat bereits angekündigt, im Falle einer Identifizierung des Übeltäters diesen auf Lebenszeit aus dem Stadion zu verbannen. Die einzig richtige Konsequenz, abgesehen - Jugendstrafrecht hin oder her - von den gerichtlichen Folgen, die auf den jungen Hater noch warten. Noch kann man vielleicht die Hoffnung haben, dass es bei diesem Teenager noch nicht zu spät ist, den richtigen Weg einzuschlagen.