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FC Schalke 04

Schober soll Schalker Sportdirektor werden - Fans sind geteilter Meinung

Christian Gaul
Mathias Schober soll den Laden übernehmen
Mathias Schober soll den Laden übernehmen / PATRIK STOLLARZ/Getty Images
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Nachdem der Abstieg des FC Schalke 04 besiegelt ist, laufen die Planungen für die kommende Zweitliga-Saison auf Hochtouren. Den vakanten Posten des Sportdirektors soll nun offenbar ein echtes Eigengewächs übernehmen. Doch die Anhänger der Knappen sind geteilter Meinung, inwiefern Mathias Schober der richtige Mann für die Herkulesaufgabe sein kann.


Der ehemalige Bundesliga-Torwart Mathias Schober wurde in der Jugend des FC Schalke 04 ausgebildet und spielte lange Jahre auch für die Profis. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere übernahm er ab 2012 die Position des Nachwuchskoordinators der Schalker Knappenschmiede und stand als Leiter der Jugendabteilung bisher eher im Schatten der Aufmerksamkeit.

Doch nach Angaben der WAZ soll sich dies nun ändern, denn Schober soll zum Schalker Sportdirektor aufsteigen.

Mammutaufgabe für Schober - Alternativen nicht in Sicht

Dabei würde Schober sicherlich genügend Einblick in die eigene Jugend mitbringen, um den wirtschaftlich bedrohten Klub mithilfe von Talenten sportlich auf Kurs zu bringen. Doch die gänzlich fehlende Erfahrung im Profi-Bereich könnte dem studierten Sportmanager auf die Füße fallen. Immerhin müsste er die vielen potenziellen Spielerabgänge ebenso abwickeln, wie auch die aufkommende Frage nach einem neuen Trainer für das Projekt Wiederaufstieg hauptverantwortlich lösen - und das alles am besten gestern.

Die Anhänger der Schalker sind sehr gespalten, wenn es um Schober als Optimal-Lösung geht.

Allerdings gibt es auch viele Stimmen, die sich der aktuellen Lage sehr bewusst sind. Welcher externe Mann von Format will sich denn dieser Herausforderung stellen und einen über Jahre zugrunde gerichteten Klub wieder aufbauen, wenn zudem die eigenen Anhänger bei Misserfolgen mit Hetzjagden reagieren?

Schober scheint zum einen schlicht alternativlos zu sein, zum anderen hätte sich der 45-Jährige durch seine ruhige Arbeit im Verein sicherlich eine Chance verdient. Ob er sich selbst damit allerdings einen Gefallen tun wird, bleibt abzuwarten.

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