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Schlammschlacht um Kaan Ayhan: Rückkehr zu Fortuna Düsseldorf ausgeschlossen

Kaan Ayhan
Kaan Ayhan will nach Italien wechseln - noch stellt sich Fortuna Düsseldorf quer | DeFodi Images/Getty Images

Der Transfer von Kaan Ayhan zum italienischen Erstligisten Sassuolo Calcio ist noch immer in der Schwebe. Gegenüber der Rheinischen Post nährte Thomas Röttgermann, Vorstandsvorsitzender von Fortuna Düsseldorf, die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr des Innenverteidigers, der von seiner mittlerweile abgelaufenen Ausstiegsklausel in Höhe von zwei Millionen Euro Gebrauch machen will. Laut BILD will Ayhan allerdings nie wieder in Düsseldorf auftauchen.

Kurz vor Ablauf seiner Ausstiegsklausel wollte Kaan Ayhan die Gelegenheit nutzen und Fortuna Düsseldorf nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga verlassen. Die Rheinländer würden lediglich die festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von zwei Millionen Euro kassieren, sofern der Transfer zu Sassuolo Calcio über die Bühne gehen würde - das ist bislang aber noch nicht der Fall. Schon nachdem Ayhan gegenüber BILD seinen vermeintlichen Wechsel nach Italien bestätigt hatte, stellte sich die Fortuna quer. Im Vordergrund steht demnach die Frage, ob Sassuolo die Ablösesumme auch rechtzeitig überwiesen hat.

Lutz Pfannenstiel, Thomas Roettgermann
In der Causa Kaan Ayhan stellt sich insbesondere Vorstandsvorsitzender Thomas Röttgermann (r.) quer | DeFodi Images/Getty Images

Solange der Deal nicht unter Dach und Fach gebracht wird, darf Ayhan nicht bei seinem neuen Klub trainieren. Doch Fortuna spielt noch immer auf Zeit. "Der Junge hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, uns sind einfach die Hände gebunden", verteidigte Vorstandsboss Thomas Röttgermann das Verhalten des Absteigers gegenüber der Rheinischen Post. Anschließend spekulierte Röttgermann darauf, dass Ayhan noch einmal nach Düsseldorf zurückkehren und wieder mit seinen bisherigen Mannschaftskollegen trainieren wird - laut BILD wird dieser Fall aber nicht eintreten.

Fortuna ließ angeblich Wechsel zur AS Rom platzen

Dem Bericht zufolge ist Ayhan auf den Verein und insbesondere auf Röttgermann sauer, schließt eine Rückkehr deshalb aus. Vor der Einigung mit Sassuolo habe sich ein Transfer zur AS Rom angebahnt, die Verantwortlichen hätten jedoch um einen Zahlungsaufschub bis September gebeten. Fortuna habe daraufhin plädiert, dass das Geld sofort benötigt werde - doch die zwei Millionen Euro, die Sassuolo überwiesen hat, seien wieder zurücküberwiesen worden.

Wie sich der Streifall entwickeln wird, ist unklar. Früher oder später müssen beide Klubs zu einer Einigung kommen, wenn Ayhan weiterhin Erstligafußball spielen will. (Ex-)Teamkollege Marcel Sobottka zeigte gegenüber BILD Verständnis für Ayhans Wechselwusch: "Man muss ihn verstehen, er will zur EM", sagte der 26-Jährige. "Wenn er die Möglichkeiten hat, in einer der Top-5-Ligen zu spielen, muss er das machen. Wenn der Wechsel gerade hakt, ist das nicht der Renner. Aber Kaan muss das machen, was für ihn am besten ist."