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Überraschender Rückzug: Schiedsrichter Deniz Aytekin pfeift nicht mehr international

Simon Zimmermann
Deniz Aytekin will nur noch national pfeifen
Deniz Aytekin will nur noch national pfeifen / Martin Rose/GettyImages
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Deniz Aytekin gilt als einer der besten Schiedsrichter in Deutschland. Umso überraschender, dass der 44-Jährige nun seine internationale Karriere beendet hat.


Der Schiedsrichter des Jahres 2022 wird fortan keine Partien im Europapokal oder auf Länderspielebene pfeifen. 100 Einsätze hatte Aytekin, der seit 2011 auf der FIFA-Liste steht, auf internationaler Bühne. Am Donnerstag teilte der DFB seinen Rückzug mit.

"Ich habe in den vergangenen Tagen mit meiner Familie und Freunden intensiv über die Zukunft meiner internationalen Schiedsrichtertätigkeit gesprochen. Im Ergebnis fühlt es sich richtig an, dass ich meine Laufbahn als FIFA-Schiedsrichter nach zwölf Jahren beende", so Aytekin.

Der gebürtige Nürnberger erklärte auch den wesentlichen Grund für seine Entscheidung: "Der wesentliche Grund ist, dass ich mehr Zeit mit meiner Familie und Freunden verbringen möchte."

"Zudem stellen die internationalen Reisen eine zu hohe zeitliche und körperliche Belastung dar und machen eine Selbstbestimmtheit schwierig. Aber auch die sportliche Perspektive meiner deutschen Kollegen hat eine Rolle gespielt: Wir haben beim DFB junge Bundesliga-Schiedsrichter, die den nächsten Schritt auf der internationalen Bühne gehen können. Wir haben aber auch sehr gute erfahrene Bundesligaschiedsrichter, die eine Chance verdient haben, ebenfalls internationale Spiele zu leiten", erklärte der 44-Jährige weiter.

Auf nationaler Ebene will Aytekin aber auf jeden Fall weiterpfeifen. Mit 199 Bundesliga-Einsätzen steht er kurz vor einem Jubiläum. "Wenn ich gesund bleibe, habe ich noch einige Jahre auf höchstem Niveau in Deutschland. Diese Herausforderung und Freude sowie Wertschätzung, die ich in Deutschland genießen darf, sind für mich eine große Motivation und erfüllen mich als Schiedsrichter total", so der Schiedsrichter.

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