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Schalke Transfergerüchte: Tekpetey vor Abflug, Hängepartie um Schwolow

Yannik Möller
Jul 27, 2020, 10:01 AM GMT+2
An Schalkes Ozan Kabak soll der FC Liverpool baggern
An Schalkes Ozan Kabak soll der FC Liverpool baggern / TF-Images/Getty Images
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Wie in jedem Transfer-Sommer gibt es diverse Gerüchte und Wasserstandsmeldungen zu angeblichen Vorgängen in den Reihen auf Schalke. Die Meldung vom Sonntag, Liverpool sei an Kabak interessiert, gehört dazu. Ein Überblick über die aktuellen S04-Gerüchte.

Das weiterhin übergeordnete Credo beim FC Schalke 04 für dieses Transferfenster: Den Kader an den Problemzonen möglichst weitsichtig verbessern - aber für so wenig Geld wie möglich, während die Leistungsträger (eigentlich) gehalten werden sollen. Um zumindest finanziellen Spielraum schaffen zu können, muss der Klub auf Abgänge von Nabil Bentaleb, Sebastian Rudy oder Cedric Teuchert warten - Anfang August dürften diese Themen ins Rollen kommen.

1. Weston McKennie - weiterhin konkretes Interesse aus England

Weston McKennie kann Schalke demnächst verlassen
Weston McKennie kann Schalke demnächst verlassen / DeFodi Images/Getty Images

Nach wie vor halten sich die Meldungen, dass es konkretes Interesse aus der englischen Premier League an Weston McKennie gibt. Der US-Amerikaner scheint Schalke noch in diesem Sommer verlassen zu wollen - England als das klare Ziel vor Augen.

Der FC Liverpool, Leicester City, Newcastle United und der FC Everton wurden als interessierte Klubs bereits genannt - laut kicker gesellt sich nun auch der FC Southampton dazu. Trainer Ralph Hasenhüttl sucht einen Ersatz für Pierre-Emile Höjbjerg, der vor einem Abgang zu Tottenham steht - McKennie könnte genau in das Profil passen.

Es ist derzeit davon auszugehen, dass sich der 21-Jährige mit mehreren Vereinen austauscht um seine Optionen auszuloten. Hat er sich auf einen oder zwei Vereine festgelegt, beginnen die Gespräche mit dem S04. Ab etwa 20 bis 25 Millionen Euro dürfte der finanziell angeschlagene Bundesligist einem Wechsel - der keine allzu große Baustelle reißen würde - zustimmen.

2. Alexander Schwolow - Einigung mit Freiburg ausstehend

Alexander Schwolow soll die neue Nummer eins auf Schalke werden
Alexander Schwolow soll die neue Nummer eins auf Schalke werden / TF-Images/Getty Images

Schon seit dem letzten Liga-Spieltag ist klar: Schalke sieht in Alexander Schwolow die neue Nummer eins. Eine Einigung zwischen dem Keeper und S04 soll es bereits geben. Das Problem: Zwischen dem SC Freiburg und Königsblau gibt es sie noch nicht.

Die acht Millionen Euro aus der Ausstiegsklausel müssen gemeinsam heruntergebrochen werden (via WAZ). Schalke würde sie wahrscheinlich in mehreren Raten zahlen, was für den SCF vermutlich nur mit einer guten Anzahlung zu vereinbaren ist.

Um diese Anzahlung leisten zu können, brauchen die Knappen aber den Spielraum, den sie zurzeit noch nicht haben. Es könnte sich also noch etwas ziehen, bis Spieler wie Bentaleb, Teuchert und Co. gehen. Schalke muss sicherstellen, dass der Deal nicht doch noch platzt.

3. Ozan Kabak - Schalke könnte schwach werden

Ozan Kabak gehört zu den größten Abwehr-Talenten in Europa
Ozan Kabak gehört zu den größten Abwehr-Talenten in Europa / TF-Images/Getty Images

Dass Ozan Kabak früher oder später das Interesse der ganz großen Klubs wecken würde, ist keineswegs überraschend. Der 20-Jährige gilt als eines der größten Abwehr-Talente im europäischen Fußball - die Wechsel-Zusage an den S04 im letzten Sommer war bereits ein kleines Wunder.

Am Sonntag berichtete die Bild vom Interesse seitens Jürgen Klopp in Liverpool. Kabak könnte dort den scheidenden Dejan Lovren ersetzen. Die Reds sollen sogar schon das Gespräch gesucht haben. Ab dem nächsten Sommer greift eine Ausstiegsklausel für den Innenverteidiger, die sich ungefähr auf 45 bis 50 Millionen Euro (dann ca. 30 Millionen Euro an Profit) beläuft.

Normalerweise könnte Schalke auf diesen Zeitraum verweisen - klar ist, die Premier League ist das Ziel Kabaks. Dieser erklärte aber auch schon, dass er sich seiner notwendigen Entwicklung bewusst sei. Laut Sky und WAZ ist ein Verbleib jedoch das vom S04 anvisierte Ziel. Ein vorzeitiger Abgang wäre bei einer entsprechend lukrativen Summe (vermutlich über der Klausel) allerdings nicht ausgeschlossen. Denkbar: Liverpool holt sich schon jetzt eine Einigung für den nächsten Sommer.

4. Matthew Longstaff - Newcastle-Youngster wohl kein Thema

Auch Matthew Longstaff war zuletzt beim S04 im Gespräch
Auch Matthew Longstaff war zuletzt beim S04 im Gespräch / Robbie Jay Barratt - AMA/Getty Images

Aus England (via Daily Star) gab es am Wochenende das Gerücht, Schalke sei an Matthew Longstaff von Newcastle United interessiert. Der 20-Jährige ist im defensiven Mittelfeld beheimatet und könnte ein potenzieller Ersatz für McKennie sein - ablösefrei wäre er zu haben.

Laut Sky-Informationen ist der Brite (derzeit) jedoch kein Thema auf Schalke. Vor einigen Wochen wurde er auch mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. The Athletic meldete im Frühjahr, dass ein Bundesligist seine Entwicklung genau beobachtet.

Ob die Gehaltsvorstellung nicht zu realisieren wären, S04 schlicht keinen Bedarf für seine Dienste sieht, oder ob er schlussendlich gar keine Rolle in etwaigen Überlegungen spielte (wohl eher unwahrscheinlich), ist dabei allerdings unklar.

5. Bernard Tekpetey - Leihe mit Kaufoption für Ludogorez Rasgrad

Bernard Tekpetey wird einen Abstecher nach Bulgarien machen
Bernard Tekpetey wird einen Abstecher nach Bulgarien machen / TF-Images/Getty Images

Eine erste, bis dato noch unsichere Personalie scheint Schalke schon geklärt zu haben: Bernard Tekpetey, für die kommende Saison eigentlich noch an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen, wird es in den bulgarischen Fußball ziehen.

Nachdem er öffentlich erklärte, definitiv nicht mehr für die Fortuna zu spielen, wird er per Leihe für ein Jahr für Ludogorez Rasgrad auflaufen - das berichtet die Bild. Eine Kaufoption soll es ebenfalls geben, eine Höhe ist aber nicht genannt.

Düsseldorf soll etwa 200.000 Euro als Entschädigung erhalten. Der 22-Jährige hätte als Flügelspieler zum S04 zurückkehren können - offenbar sehen die Verantwortlichen diese Leihe mitsamt den einhergehenden Einsparungen jedoch als die bessere Option an.

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