Schalke: Möglicher Kabak-Abgang im Winter als nächste hausgemachte Baustelle

Ozan Kabak könnte bald den Abflug machen
Ozan Kabak könnte bald den Abflug machen / DeFodi Images/Getty Images
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Wirklich glorreich sind die Zeiten beim FC Schalke 04 aktuell nicht, steht man doch sportlich und in den Strukturen des Vereins schlecht da. Zu allem Überfluss könnte in wenigen Wochen auch noch Ozan Kabak den Verein verlassen. Der türkische Innenverteidiger stand schon im letzten Sommer vor einem Wechsel nach Italien, doch Schalke lehnte die Offerte des AC Mailand ab - das könnte sich nun rächen.

Milan hatte vor wenigen Monaten eine Ablösesumme von 20 Millionen Euro inklusive diverser Boni für den 20-Jährigen geboten. Doch Schalke lehnte ab, immerhin steht Kabak noch bis 2024 in Gelsenkirchen unter Vertrag. Nach Angaben der Bild scheiterte der Deal, weil Sportvorstand Jochen Schneider auf eine Summe von 25 Millionen Euro bestand.

Dass Kabak nun im schwierigen Wintertransfer-Fenster den Abflug machen könnte und demnach ersetzt werden müsste, ist somit ein weiteres hausgemachtes Problem der Schalker.

Verkaufsdruck und Panik-Shopping als Sinnbild der Schalker Misere

Laut Corriere dello Sport will Milan den Innenverteidiger weiterhin an sich binden, rückt aber von den ursprünglich gebotenen 15 Millionen Euro plus fünf Millionen möglicher Boni nicht ab. Doch aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist Schalke gezwungen, Transfer-Erlöse zu erzielen. Die Bild bestätigt, dass sich die Führungsetage der Königsblauen nun auf Milans Angebot einlassen will.

Sicherlich würde man somit kurzfristig Gelder generieren, doch auch wenn Kabak in der laufenden Saison alles andere als glänzte, müsste er sportlich ersetzt werden.

Ozan Kabak patzte auch in Gladbach
Ozan Kabak patzte auch in Gladbach / WOLFGANG RATTAY/Getty Images

Nach seiner Spuck-Attacke am zweiten Spieltag der laufenden Saison in Bremen, wurde Kabak für fünf Pflichtspiele gesperrt. Danach lief er in Mainz in der Schalker Startelf auf, nur um gelb-vorbelastet zur Pause ausgewechselt zu werden.

Im nächsten Heimspiel gegen Wolfsburg saß er 90 Minuten auf der Bank, um daraufhin in Gladbach wieder durchzuspielen. Bei den Fohlen verschuldete er mit seinem unnötigen Ballverlust mindestens den Gegentreffer zum 1:4 - doch auch diese Horror-Bilanz schützt die Schalker nicht davor, Kabaks Kaderplatz anderweitig zu besetzen.

Hätte man Milans Angebot im Sommer angenommen und in Ruhe einen Ersatz verpflichtet, müsste man jetzt nicht im Winter auf dem dann traditionell hochpreisigen Markt aktiv werden. Doch eventuell war Kabaks Verbleib auch eine Bedingung des mittlerweile nicht mehr auf Schalke tätigen Trainers David Wagner, sein Amt fortzuführen. Weitsicht scheint ein Fremdwort in der aktuellen Misere des FC Schalke zu sein.