FC Schalke 04

Schalke zieht Konsequenzen bei Choreo-Ärger

Yannik Möller
Die Choreografie beim letzten S04-Heimspiel
Die Choreografie beim letzten S04-Heimspiel / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages
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Seitens der Feuerwehr und Polizei gab es Ärger für Schalke 04. Der Grund: Ein nicht genehmigter Teil der am Sonntagabend vorgeführten Choreo in der Nordkurve. Nun hat auch der Verein die Konsequenz gezogen, vorerst keine Choreos zu erlauben.


Es war ein beeindruckendes Schauspiel, das sich kurz vor dem Anpfiff in der Nordkurve entfaltete: Die Choreo der Fangruppen zeigte neben den Vereinsfarben ein weißes S04-Trikot. Durch entzündete Rauchtöpfe wurde die blaue Farbe in das leicht durchsichtige Oberteil eingespeist.

Während sogar zahlreiche Fans anderer Vereine in den sozialen Netzwerken Respekt für diese Choreo zollten, waren Feuerwehr und Polizei überhaupt nicht amüsiert. Die Ordnungshüter sprachen von einem "Vertrauensverlust" (90min berichtete). Der Hintergrund: Die Rauchtöpfe waren nicht Teil des zusammen abgesprochenen Sicherheitskonzeptes rund um dieses Schauspiel. Sie müssen angemeldet und genehmigt werden.

"Frage nach weiteren Choreografien stellt sich nicht": Schalke zieht Konsequenzen

Mittlerweile hat auch Schalke selbst eine Stellungnahme zu dem Ärger veröffentlicht. Vorweg: Es gibt die Zustimmung für Polizei und Feuerwehr und keinen Einsatz für die Fans.

"Der Einsatz von blauem Rauch war allerdings weder Bestandteil der Anmeldung noch der Genehmigung", hieß es auch in dem Statement des Klubs (via Bild). Weiter: "Nach der Ankündigung durch die Polizei und Feuerwehr Gelsenkirchen von Sonntagabend stellt sich die Frage nach der Durchführung weiterer Choreografien zum jetzigen Zeitpunkt nicht."

Übersetzt heißt das, dass es in der Veltins Arena bis auf Weiteres keine Choreos mehr geben wird. Zu groß der bemängelte Vertrauensverlust, den die Verantwortlichen des S04 offenbar nachvollziehen können.

Ein Rückschlag für die organisierte Fanszene. Bereits nach der Partie hatte die Polizei erklärt, dass auch "entsprechende Strafverfahren eingeleitet" werden.

Um für Verständnis zu werben, beteuerte Schalke immerhin noch, dass man an einer gemeinsamen Lösung arbeiten wolle. In den künftigen Gesprächen mit den Behörden sei man bemüht, auch "die Fan-Interessen in einem möglichst hohen Maß zu berücksichtigen". Immerhin sei es das Ziel, "auf einen gemeinsamen Weg zurückzukehren".


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