FC Schalke 04

Schalke-Fans zeigen Verständnis für versäumten Itakura-Transfer

Yannik Möller
Ko Itakura
Ko Itakura / Koji Watanabe/GettyImages
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Ko Itakura hätte Schalke 04 auch in der Bundesliga bereichert - Spieler und Klub wollten weiter zusammenarbeiten. Die versäumte Kaufoption war auch Thema auf der Mitgliederversammlung. Die Reaktion zeigte die Unterstützung der neuen Arbeitsweise.


Kaum einen Leihspieler hätte Schalke so gerne gehalten wie Ko Itakura. Der Japaner etablierte sich sehr früh im Team und war aus der Stammelf nicht mehr wegzudenken. Egal ob in der Abwehr oder im defensiven Mittelfeld: Er war immer ein wichtiger Akteur für das Spiel.

Die Kaufoption von etwa fünf bis sechs Millionen Euro wäre grundsätzlich ein sehr gutes Geschäft gewesen. Wenig verwunderlich also, dass so viele Klubs derzeit versuchen, ihn von einem Wechsel zu überzeugen. S04 jedoch musste ablehnen - zu hoch war die zu zahlende Summe.

Bewusster Umgang mit vorhandenem Geld: S04-Fans honorieren neuen Weg

Der ausgebliebene Transfer war auch auf der Mitgliederversammlung am Sonntag nochmal ein Thema. Christina Rühl-Hamers, Finanz-Vorständin von Königsblau, referierte den anwesenden Mitgliedern gegenüber über die neue Finanzpolitik.

"Ein Beispiel ist Ko Itakura", begann sie ihre Erklärung (via Sky). "Sportlich und menschlich hätten wir ihn gerne gehalten. Finanziell passt er derzeit einfach nicht in unser Budget. Uns sind Grenzen gesetzt. Daher haben wir es nicht gemacht."

Eine Aussage, die einen deutlich bewussteren Umgang mit Geld zeigt, als es in den Vorjahren der Fall war - und die in der Arena viel Applaus erntete.

Auch die Fans sind sich bewusst, dass eine finanzielle Rehabilitierung vorgenommen werden muss. Sie unterstützen das Umdenken, das stattgefunden hat. Die Jahre, in denen Peter Peters als Finanzchef zusammen mit Clemens Tönnies als Aufsichtsratsvorsitzender Unsummen durch den Verein gebracht hat, in einer Art Wetten auf die Zukunft, sind vorbei.

So schwer der Abschied von Itakura auch getan hat, so notwendig war er auch. Es zeigt einen eingeschlagenen Weg, den die Anhänger des S04 auch mitgehen wollen.


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