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FC Schalke 04

Schalke-Coach Elgert über seine Arbeit bei der Kaderplanung

Yannik Möller
U19-Coach Norbert Elgert ist Bestandteil der TaskForce Kaderplanung auf Schalke
U19-Coach Norbert Elgert ist Bestandteil der TaskForce Kaderplanung auf Schalke / AFP Contributor/Getty Images
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Normalerweise ist er als sehr guter und bekannter U19-Trainer auf Schalke tätig. In diesen Wochen übernimmt Norbert Elgert aber auch noch einen Platz in der Task Force Kaderplanung. Im Klub-Interview erklärt er, welche Aufgaben er dabei einnimmt, wie die Vorgaben aussehen und wie das neue Team zusammengebaut werden soll.


Seit ein paar Wochen nimmt Norbert Elgert bei Schalke 04 eine zentrale Rolle rund um die Profi-Mannschaft ein. Der langjährige und erfolgreiche U19-Trainer, der sich eigentlich immer nur um sein Jugendteam kümmern wollte, ist durch die sogenannte Task Force Kaderplanung direkt in den Planungen für die nächste Saison und darüber hinaus involviert.

Im vereinseigenen Interview hat er dabei über seine Gefühle zum Abstieg gesprochen, aber natürlich auch über die Aufgabe, die er derzeit inne hat und die Anforderungen sowie Ziele, die in der Kaderplanung verfolgt werden.

Norbert Elgert
Norbert Elgert ist ein wahres Urgestein auf Schalke - als U19-Coach / Maja Hitij/Getty Images

"Auch wenn wir seit vielen Wochen und Monaten vielleicht schon darauf vorbereitet waren, glaubst du ja, solange es rechnerisch noch möglich ist, bis zum Schluss noch an diese Minimalchance. Aber wenn es dann soweit ist, dann verursacht das bei uns Schalkern schon eine sehr große Traurigkeit und Leere", so Elgert zu seinen Gefühlen, als der Abstieg besiegelt war.

Es sei aber auch "teilweise eine Menge Wut" dabei gewesen, weil dieses Schicksal seiner Meinung nicht unbedingt nötig war. Jetzt, wo dieses "Desaster" passiert ist, müsse jedoch das Ziel sein, ganz schnell wieder aufzustehen "und nach vorne zu schauen".

Kaderplanung als wichtiger Teil der Zukunft - andere Anforderungen in Liga zwei

Das muss er als Teil der Kaderplaner ohnehin. "Ich würde meine Rolle eher als Nebenrolle bezeichnen", gab er sich bescheiden. Elgert weiter: "Wir sind von Anfang an definitiv keine Staffage gewesen oder ein Alibi, wir haben da vom ersten Tag an unsere Pflicht dem Klub gegenüber erfüllt: Gas gegeben, haben das ein oder andere auch schon geschafft. Vorneweg natürlich Peter Knäbel."

Der Sportvorstand arbeitet eng mit Elgert, aber beispielsweise auch mit Mathias Schober in der Kaderplanung zusammen. In dieser Konstellation werde man mindestens bis zu dem Zeitpunkt zusammenbleiben, bis der gesuchte Sportdirektor verpflichtet sei. Selbstverständlich sei auch das Trainerteam in diesen Fragen inbegriffen.

Peter Elgert
Peter Knäbel geht als Sportvorstand in der Kaderplanung vorweg, so Elgert / FEDERICO GAMBARINI/Getty Images

"In erster Linie müssen unsere Jungs, genauso wie in der ersten Liga, gute Fußballer sein", so der 64-Jährige zu den gesuchten Aspekten in den neuen Spielern. "Aber auf der anderen Seite musst du dich den Gegebenheiten und den Anforderungen der 2. Bundesliga natürlich stellen und anpassen. Und da ist der Fußball nochmal körperlicher, noch intensiver, noch robuster."

"Das bedeutet, dass wir Spieler brauchen, die in der Lage sind, körperlich dagegenzuhalten, die vor allem wollen, die brennen. Spieler, die gut Fußball spielen können, die aber auch bereit sind, sich auf eine Mannschaft einzulassen, die sich mit unserem Klub identifizieren und die bereit sind, eine neue Geschichte mitzuschreiben."

Elgert betont die Grundtugenden - und sieht Danny Latza als passendes Beispiel

Elgert betonte dabei, wie schon vor einigen Tagen, grundlegende Aspekte der Spieler: "Neben den fußballerischen Qualitäten sind die Jungs dann vor allem gefragt in den sogenannten Urtugenden - die ich auch immer wieder betone. Anstrengungsbereitschaft, Einsatz, viele Selbstverständlichkeiten. Hinfallen und wieder aufstehen, was für uns alle jetzt gilt."

Als gutes Beispiel für diese Anforderungen sieht der Jugendtrainer, wie schon Knäbel vor ein paar Wochen, die Verpflichtung von Danny Latza. Eine Personalie, bei der sich alle Beteiligten "absolut einig" gewesen seien.

Danny Latza
Danny Latza wird zur neuen Saison wieder für Schalke auflaufen / Alex Grimm/Getty Images

"Am Danny gefällt mir, dass er sich durchgebissen hat. Er hatte einen ganz schweren Weg, den wir jetzt auch vor uns haben. Ich glaube, dass er uns mit seinen Eigenschaften und Tugenden sehr helfen können wird", erklärte er. Dabei sprach er auch explizit die Erfahrung an, die der 31-Jährige in verschiedenen Ligen und Situationen bereits hat machen können.


Das komplette Elgert-Interview im Video:

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