FC Schalke 04

Bericht: Büskens-Verbleib schreckte Schalker Trainer-Kandidaten ab

Yannik Möller
Mike Büskens
Mike Büskens / Christof Koepsel/GettyImages
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Mit Frank Kramer hat Schalke 04 endlich den neuen Trainer gefunden. Es ist davon auszugehen, dass er längst nicht der einzige Kandidat war. Nun ist zu hören, dass der Verbleib von Mike Büskens für manchen Coach abschreckend gewirkt haben soll.


Der Name Frank Kramer hat für Überraschung bei allen Fans von Schalke gesorgt. Keiner von ihnen hatte den Ex-Arminia-Coach auf den Zettel. Da zugleich klangvollere Namen gehandelt wurden - wenngleich viel eher spekulativ als mit sich verdichtenden Anzeichen -, war die Enttäuschung im ersten Moment entsprechend groß.

Am Dienstag wurde der neue Coach offiziell vorgestellt. Rouven Schröder ist voll von ihm überzeugt, spricht in den höchsten Tönen von ihm. Das gibt Kramer ein wenig mehr Kredit, da der Sportdirektor zurecht ein gutes Standing genießt. Allerdings überwiegt die Skepsis bei einigen Beobachtern noch immer.

Der 50-Jährige wird sich beweisen müssen - und sich beweisen dürfen. Dafür hat er zunächst die volle Rückendeckung verdient. Und zwar von jedem Spieler, von jedem Mitarbeiter und von jedem Fan.

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Frank kramer / INA FASSBENDER/GettyImages

Büskens-Verbleib: Tatsächlich ein Problem für Kandidaten oder mehr Mythos?

Dennoch bleibt die Frage offen, welche anderen Kandidaten es zuletzt gab - und wieso es mit diesen schlussendlich nicht ernst wurde. Dass die Öffentlichkeit dahingehend im Dunkeln tappt, ist ein Verdienst der guten und ruhigen Arbeit auf der S04-Geschäftsstelle.

Die Bild allerdings möchte wissen, dass der Verbleib von Mike Büskens andere Kandidaten abgeschreckt hat. Der Aufstiegstrainer, der im Team viele Sympathien gesammelt hat und diese bei den Fans längst hatte, ist durch den Erfolg in den Fokus gerückt. Er geht zwar wieder in die zweite Reihe und agiert als Assistent. Dennoch ist es dem neuen Coach nicht möglich gewesen, ein ganzes eigenes Team mitzubringen.

Dem Bericht zufolge soll das unter anderem Zsolt Löw abgeschreckt haben. Der langjährige Assistent von Thomas Tuchel war für manche Fans der Favorit. Das Büskens-Thema sei schlussendlich zum Knackpunkt geworden.

Im Gegensatz dazu war die Bereitschaft von Kramer, mit 'Buyo' im Team zu arbeiten, ein "entscheidendes Einstellungskriterium" - neben seinem geringen Gehalt, versteht sich.

Mike Buskens
Büskens führte Schalke zur Zweitliga-Meisterschaft / Alexander Hassenstein/GettyImages

Zumindest diesen Teil hatte Schröder auf der Pressekonferenz auch betont. Man wolle den "Schalker Weg" weitergehen, zu dem Büskens ebenso gehört wie Gerald Asamoah oder Mathias Kreutzer. Deshalb brauche man einen "Teamplayer" an der Spitze, der diese Gruppe weiter anführt. Dahingehend betonte er die Eignung von Kramer, der sein gutes Verhältnis zu den genannten Personen ebenfalls unterstrich.

Inwiefern der Verbleib von Büskens nun tatsächlich eine Rolle bei anderen Kandidaten gespielt hat, wird im Nachhinein nicht mehr nachzuvollziehen sein. Dass auch die Bild während der laufenden Trainersuche kaum eigene Meldungen mit neuen Informationen zu diesem Thema brachte, spricht auch eher gegen ein größeres Problem wegen dieser Thematik.


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