Schalke Aufstellung: Die voraussichtliche Startelf im DFB-Pokal gegen Schweinfurt

Gegen Schweinfurt möchten die Schalker mehrmals jubeln können
Gegen Schweinfurt möchten die Schalker mehrmals jubeln können / Pool/Getty Images
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Am Dienstagnachmittag trifft Schalke 04 auf den 1. FC Schweinfurt aus der Regionalliga Bayern - verspätet geht es in die erste Runde des DFB-Pokals. Königsblau ist trotz anhaltender Schwächephase der Favorit. Ob etwas rotiert wird, konnte Cheftrainer Manuel Baum noch nicht sagen.

90min zeigt die potenzielle S04-Startelf.

Beim Pokalspiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Schweinfurt wäre der Viertligist aus Bayern eigentlich der Gastgeber gewesen, zahlreiche Fans hätten eine außergewöhnliche Partie gegen einen großen Bundesligisten im Willy-Sachs-Stadion sehen können.

Da dieses Jahr aber alles anders ist und es die gegebenen Regeln nun einmal so vorsehen, findet die Begegnung in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen statt.

Manuel Baum wird ein feines Händchen zwischen etwaiger Rotation und einer eingespielten Mannschaft beweisen müssen. Ob und in welchem Rahmen er eventuell den einen oder anderen Spieler wechseln wird oder könnte, ließ er sich am Montag bei der Pressekonferenz nicht entlocken - er wüsste es schlichtweg selbst noch nicht, erklärte der S04-Coach. Fest steht: Suat Serdar fehlt noch verletzt, Ozan Kabak noch gesperrt. Der restliche Kader ist einsatzbereit.

Baum denkt über Rotation nach: Mendyl und Stambouli könnten Chancen bekommen

Für die Torwart-Position bringt dieser Aspekt direkt ein wenig Spannung rein. Frederik Rönnow hat seine Sache in den letzten Wochen sehr ordentlich gemacht, seitdem er den verletzten Ralf Fährmann ersetzen musste. Die eigentliche Nummer eins, zumindest noch unter David Wagner, steht aber endgültig wieder zur Verfügung.

Da es sich auch um ein Spiel in einem anderen Wettbewerb handelt, ist es durchaus denkbar, wenn auch nicht unbedingt wahrscheinlich, dass es einen zwischenzeitlichen (!) Tausch zwischen Rönnow und Fährmann geben wird.

Manuel Baum wittert einen kleinen Befreiungsschlag gegen Schweinfurt
Manuel Baum wittert einen kleinen Befreiungsschlag gegen Schweinfurt / DeFodi Images/Getty Images

Was die Abwehr betrifft, so wird die Frage zwecks Vierer- oder Dreier- respektive Fünferkette am wichtigsten sein. Mit drei Innenverteidigern zu spielen, dafür hat sich Baum am Freitag auch gegen den VfB Stuttgart entschieden, weil die gefährliche Offensive der Schwaben ausgebremst werden sollte.

Diese Formation muss aber nicht per se eine defensive Herangehensweise bedeuten, weshalb sie auch gegen Schweinfurt eine Option wäre. Eher ist jedoch davon auszugehen, dass der Coach wieder primär auf die eher gewohnte Viererkette setzen möchte.

In diesem Fall läuft derzeit viel auf eine Innenverteidigung aus Salif Sané und Malick Thiaw hinaus. Die beiden sind, was die Leistungen betrifft, die derzeit logische erste Wahl. Allerdings kann es auch sein, dass zumindest Sané eine Pause bekommt.

Dann könnte Matija Nastasic einspringen, oder der zuletzt gar nicht aufgelaufene Benjamin Stambouli bekommt nach seinem überraschend schlechten Saisonstart eine neue Chance. Auf links könnte Hamza Mendyl kurzweilig Bastian Oczipka ersetzen, der zuletzt fehleranfällig und müde wirkte. Kilian Ludewig wird rechts weiterspielen können.

Wie bereits erprobt, könnte die Formation gegen Schweinfurt auf ein 4-1-4-1 hinauslaufen. Dabei würde Omar Mascarell im defensiven Mittelfeld aufspielen. Zudem deutet derzeit alles auf Can Bozdogan und Mark Uth hin, was Stammspieler auf den eher zentralen und offensiveren Positionen betrifft. Der junge Bozdogan, erst kürzlich bis 2024 beim S04 verlängert, hatte zuletzt Nabil Bentaleb aus der Startelf verdrängt und seitens Baum viel Lob erhalten.

Bastian Oczipka wirkte zuletzt überspielt und zu fehleranfällig - er könnte am Dienstag pausieren
Bastian Oczipka wirkte zuletzt überspielt und zu fehleranfällig - er könnte am Dienstag pausieren / Frederic Scheidemann/Getty Images

Schalke vermutlich mit Fokus aufs Flügelspiel: Harit mit leichten Fortschritten - Ibisevic im Sturm?

Die beiden Außenpositionen sind, vor allem in diesem Pokalspiel, deutlich schwerer vorherzusagen, schließlich verfügt der Coach hier über diverse Optionen: Amine Harit zeigte gegen Stuttgart mehrere gute Aktionen, bereitete u.a. das 1:0 durch seinen Freistoß vor - hatte aber auch zu einfache Ballverluste. Benito Raman könnte sich erneut empfehlen, ebenso Steven Skrzybski.

Rabbi Matondo wäre ebenfalls eine mögliche Wahl, doch scheint er bislang eher als Konterspieler zu gelten. Aufgrund der Favoritenrolle und der bekannten Probleme in Ballbesitz wird Schweinfurt den Schalkern den Ball vermutlich überlassen und auf ihr Umschaltspiel setzen - dafür wäre der junge Waliser vermutlich nicht die beste Option.

Auch im Sturm könnte es zu einem Wechsel kommen. Goncalo Paciencia sticht derzeit als Wahl-Stürmer von Baum heraus, könnte zumindest für eine Halbzeit durch Vedad Ibisevic oder Ahmed Kutucu ersetzt werden. Gänzlich aus dem Spiel wird er den Portugiesen aber sicher nicht lassen, da es auch für ihn von großer Bedeutung wäre, vielleicht ein, zwei Tore erzielen zu können.

Das ist selbstverständlich der klare Plan gegen den Regionalligisten, Sieglos-Serie in der Bundesliga hin oder her.


Die potenzielle S04-Aufstellung gegen Schweinfurt im Überblick:

Im 4-1-4-1: Rönnow - Ludewig, Thiaw, Sané, Mendyl - Mascarell - Harit, Bozdogan, Uth, Raman - Ibisevic