Robert Lewandowski

Lewandowski kündigt Ende seiner Sprüche-Offensive an: "Will keine Eskalation!"

Jan Kupitz
Robert Lewandowski
Robert Lewandowski / Matthias Hangst/GettyImages
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Robert Lewandowski hat mit seinen jüngsten Aussagen für viel Wirbel gesorgt. Fortan will er sich jedoch bedeckt halten.


Nachdem er schon in den vergangenen Wochen klargemacht hatte, dass er den FC Bayern im Sommer verlassen möchte, sorgte Robert Lewandowski am Pfingst-Wochenende für neue Aufruhr. "Ich will den FC Bayern nur noch verlassen. Respekt und Loyalität sind wichtiger als Arbeit", meinte der Pole im Podcast mit OnetSport. Und legte nach: "Etwas ist in mir gestorben. Ich will den FC Bayern verlassen für mehr Emotionen in meinem Leben."

Nicht erst nach diesen Aussagen prasselte reichlich Kritik auf den Angreifer ein - bei vielen Bayern-Fans ist Lewandowski trotz seiner zahlreichen Tore und gewonnen Titel bereits unten durch. Von Uli Hoeneß wurde er als Egoist bezeichnet - nun wehrt sich der Torjäger gegen diese Vorwürfe.

"Ich bin kein Egoist. Ich weiß, was ich am FC Bayern hatte und schätze es sehr", betonte Lewy im Gespräch mit der Bild. "Ich weiß auch, dass ich seit acht Jahren mein Bestes gebe, den Verein und die Fans nicht zu enttäuschen. Nach dieser Zeit fühle ich, dass es Zeit ist für eine neue Etappe."

Die Bayern-Anhänger, das stellte der 33-Jährige ebenfalls klar, schätze er zudem. "Sie haben mich immer unterstützt. Wenn ich in Bezug auf meine Situation nicht ehrlich wäre, würde ich das Gefühl haben, dass ich den Fans gegenüber nicht fair bin", begründete er seine Aussagen. "Ich weiß, dass es heute viele Emotionen gibt, aber ich hoffe, dass die Fans mich irgendwann verstehen werden."

Trotz seiner Aussagen und des Eindrucks, er wolle seinen Wechsel erzwingen, stellte Lewandowski klar, dass er den FC Bayern und seine Regeln respektiere. "Aber Veränderungen, gerade nach so einer Zeit, gehören zum Leben des Vereins und des Spielers. Ich hoffe, dass das nicht als Egoismus angesehen wird. Ich habe einen Vertrag, aber ich habe auch versucht dem Verein klarzumachen, wie ich fühle."

Auf die Frage, ob er glaube, dass ein Wechsel in diesem Sommer tatsächlich klappe, antwortete er: "Ich weiß nicht. Ich habe noch einen Vertrag für ein Jahr, also habe ich den Verein um Erlaubnis zum Wechsel gebeten. Ich glaube, dass es in dieser Situation die beste Lösung ist, vor allem, da der Verein noch eine Ablöse für mich bekommen kann. Ich würde die Chance bekommen, mich noch einige Jahre bei einem anderen Verein einer neuen Herausforderung zu stellen. Das ist mein Wunsch."

"Ich will keine Eskalation!"

R. Lewandowski

Was Lewandowski ebenfalls wichtig war: "Ich will keine Eskalation. Was aus meiner Sicht klargestellt werden muss: Die Medienwelt und die reale Welt im Fußball sind zwei verschiedene Dinge. Bei den Medien, in der Öffentlichkeit geht es oft um Gerüchte und Emotionen. In der realen Fußballwelt muss vor allem während der Transferperiode geschwiegen werden. Deswegen will ich kein weiteres Öl ins Feuer gießen."

Der Torjäger wünsche dem FC Bayern "alles Gute" und sei weiterhin überzeugt, "dass wir gemeinsam eine Einigung finden werden".

"Der FC Bayern und ich sind keine Feinde."

R. Lewandowski

Lewandowski kritisierte in diesem Zusammenhang, dass in der Öffentlichkeit "bestimmte Aussagen verzerrt oder übertrieben" dargestellt werden - damit müsse nun Schluss sein. "Die Emotionen müssen sich abkühlen, ich will ruhig sprechen, nicht über die Medien", kündigte er ein Ende seiner öffentlichen Zündeleien an. "Ich weiß, dass ein Konflikt viele Schlagzeilen liefert. Aber der FC Bayern und ich sind keine Feinde."

"Ich habe von Beginn an gesagt, dass wir nach einer Lösung suchen sollten, die für beide Seiten gut wäre. Bayern ist einer der größten Klubs der Welt, ein Traumklub für viele großartige Spieler. Ich glaube, dass es besser für Bayern ist, das Geld, das man für mich bekommen kann, zu investieren, als mich bis zum Vertragsende zu halten. Ich will nichts erzwingen, darum geht es nicht. Es geht um die Suche nach der besten Lösung", stellte er klar.

Ob auch sein Telefonat mit Hasan Salihamidzic zu diesen Aussagen beigetragen hat? Der Pole ist jedenfalls darum bemüht, die Wogen - die er in den letzten Wochen verursacht hat - wieder ein wenig zu glätten.


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