Bundesliga

Restprogramm als Dortmunder Titelchance? Spielplan von Bayern und BVB im Vergleich

Dominik Hager
Bayern oder Dortmund: Wer holt sich den Titel?
Bayern oder Dortmund: Wer holt sich den Titel? / INA FASSBENDER/GettyImages
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Mit den zwei jüngsten Punkteteilungen gegen Bayer 04 Leverkusen und die TSG 1899 Hoffenheim hat der FC Bayern die Tür für den BVB wieder aufgemacht. Die Schwarz-Gelben liegen zwar noch sieben Zähler hinter dem großen Rivalen, haben aber noch ein Spiel mehr zu absolvieren.

Trotz allem ist es natürlich zweifelhaft, dass die Dortmunder nochmal einen echten Angriff wagen können. Vielleicht macht aber ja das Restprogramm Mut - wir vergleichen die verbliebenen Spieltage:


Restprogramm Borussia Dortmund

  • (A) FSV Mainz 05
  • (A) 1. FC Köln
  • (H) RB Leipzig
  • (A) VfB Stuttgart
  • (H) VfL Wolfsburg
  • (A) Bayern München
  • (H) VfL Bochum
  • (A) Greuther Fürth
  • (H) Hertha BSC

Der BVB hat in Summe ein recht angenehmes Restprogramm vor sich. Die beiden Auswärtsspiele demnächst in Mainz und Köln werden mit Sicherheit unangenehm, müssten allerdings machbar sein. Das Duell gegen Leipzig braucht man aus BVB-Sicht natürlich nicht. Selbst wenn die Borussen im direkten Vergleich mit sieben Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen sehr gut dastehen, handelt es sich noch immer um den wohl zweitgefährlichsten Gegner nach dem FC Bayern.

Vor dem direkten Duell in der Allianz-Arena geht es für den BVB an die eigentlichen Pflichtaufgaben gegen Stuttgart und Wolfsburg. Der anschließende Klassiker ist für die Rose-Elf selbstredend ein Vorteil, da es die Chance bietet, den Münchnern auf direkter Art und Weise Punkte zu klauen. Schlecht ist allerdings die Tatsache, dass die Partie in München stattfindet. Die Dortmunder Bilanz im Bayern-Stadion war zuletzt freundlich ausgedrückt bescheiden.

Sollte sich der BVB aber am 31. Spieltag an den Bayern vorbeischieben bzw. gleichziehen, hätte der Klub sehr gute Chancen auf den Titel. Bochum dürfte am 32. Spieltag schon gerettet sein, während Fürth am 33. Spieltag vermutlich als Absteiger feststeht.

Gefährlich ist lediglich Spieltag 34 gegen die Hertha und "Medizinball-Magath". Für den Hauptstadt-Klub geht es vermutlich ums blanke Überleben. Selbst wenn der BVB natürlich das klar bessere Team ist, sind drei Punkte kein Selbstläufer. Das hat man bereits bei der 2:3-Pleite in der Hinrunde feststellen müssen.


Restprogramm FC Bayern

  • (H) Union Berlin
  • (A) SC Freiburg
  • (H) FC Augsburg
  • (A) Arminia Bielefeld
  • (H) Borussia Dortmund
  • (A) FSV Mainz 05
  • (H) VfB Stuttgart
  • (A) VfL Wolfsburg

Der FC Bayern hat abgesehen vom BVB keinen echten Top-Gegner mehr. Es ist sicherlich ein Vorteil, dass die Münchner nicht mehr gegen das immer stärker werdende Leipzig um Nkunku und Silva spielen müssen. Trotzdem warten insbesondere in den nächsten Wochen unangenehme Aufgaben.

Selbst wenn Union Berlin in einem kleinen Tief ist, haben sich die Bayern gegen die Eisernen immer schwer getan. Noch kritischer dürfte zudem das Auswärtsspiel in Freiburg werden, die insbesondere daheim schwer zu bezwingen sind.

Augsburg und Bielefeld sind eigentliche Pflichtaufgaben, ehe es gegen den BVB geht. Hier muss man die Nerven behalten und eine Top-Leistung abliefern, was man von den Bayern aber auch erwarten kann.

Mainz, Stuttgart und Wolfsburg sollten im Anschluss allesamt machbar sein. Die Schwaben werden vermutlich mitten im Abstiegskampf stecken, was die Sache nicht angenehm macht. Ein FC Bayern, der unbedingt Meister werden will, sollte diese Partie dennoch gewinnen.


Fazit: Dortmund muss das direkte Duell gewinnen

Die Restprogramme beider Teams sind in etwa gleich schwer. Auf beide Teams warten ein paar kleinere und größere Stolpersteine, wenngleich die meisten Teams eher dem Mittelfeld oder der unteren Tabellenhälfte angehören. Aus BVB-Sicht wird das Leipzig-Match wichtig, während die Bayern den SC Freiburg im Zaum halten müssen.

Noch wichtiger ist aber selbstredend das direkte Duell am 31. Spieltag. Hier müssen die Dortmunder gewinnen, wenn sie noch eine Chance haben möchten. Die Bilanz spricht aber ganz klar für den FCB. Der Rekordmeister hat wettbewerbsübergreifend die letzten sieben Heimspiele gegen den BVB gewonnen und in der Bundesliga seit der 0:3-Pleite im März 2014 stets triumphiert.

Alles andere als eine Münchner Meisterschaft wäre auch angesichts des Restprogramms verwunderlich.


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