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Borussia Mönchengladbach

Rocco Reitz wieder voll im Training - Joe Scally will sein Bundesliga-Debüt feiern

Christian Gaul
Joe Scally fühlt sich in Gladbach wohl
Joe Scally fühlt sich in Gladbach wohl / INA FASSBENDER/Getty Images
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Nach überstandener Covid-Infektion mischt der 19-Jährige Rocco Reitz wieder voll im Training der Borussia mit. Der 18-Jährige Joe Scally will sich ebenfalls zeigen und hofft auf sein Bundesliga-Debüt.


Kurz vor dem Ende seines Sommerurlaubs wurde bei Rocco Reitz eine Covid-Infektion festgestellt. Pünktlich zum laufenden Trainingslager in der Klosterpforte hat der Youngster jedoch die Krankheit überstanden und kann sich nun dem neuen Coach Adi Hütter präsentieren.

"Es ist schon etwas anstrengender als sonst. Ein paar Prozent fehlen sicherlich noch, aber bislang macht mein Körper alles sehr gut mit", zeigte sich Reitz am Dienstag sichtlich erleichtert (Quelle: borussia.de).

Gewohnt bodenständig vermied das 19-jährige Adlerauge eine konkrete Prognose, wann er wieder voll im Saft stehen wird. "Ich mache mir keinen Druck und versuche, einfach Vollgas zu geben. Bislang habe ich erst ein paar Mal mit der Mannschaft trainiert. Daher warte ich jetzt erstmal ab, wie das Trainingslager läuft und setze mir danach neue Ziele", gab sich Reitz gelassen.

Bereits am Samstag wird die Borussia zum Ende des einwöchigen Trainingslagers auf dem heimischen FohlenPlatz gegen den FC Metz ihr drittes Testspiel dieser Vorbereitung bestreiten. Reitz wollte erst die Eindrücke der laufenden Woche abwarten, bevor er sich zu einer Kampfansage hinreißen lassen würde.

"Ich wäre auf jeden Fall bereit. Aber ob ich schon spielen werde, wird sich erst am Ende der Woche entscheiden", gab Reitz zu Protokoll.

Scally will sein Debüt - Lainer wird sich dankbar zeigen

In der letzten Saison konnte Reitz bereits seine ersten beiden Partien in der Bundesliga absolvieren, dementsprechend ist seine relativ entspannte Haltung nachvollziehbar - im Gegensatz zu einem Kollegen. Denn mit Joe Scally befindet sich auch ein weiteres Talent auf dem Vormarsch und brennt auf sein Profi-Debüt.

Der im Frühjahr 2021 nach Gladbach gekommene US-Amerikaner hat sich mittlerweile gut eingelebt und in den ersten Tests überzeugt.

"Für mich war es definitiv ein großer Traum in Europa zu spielen. Daher habe ich mich riesig gefreut, zu Borussia zu wechseln. Als ich hier im Januar ankam, war es aber zunächst nicht leicht für mich. Ich war weit weg von zuhause, meiner Familie und meinen Freunden. Aber Borussia hat mich sehr herzlich empfangen, so dass ich mich schnell heimisch und wohl gefühlt habe", versicherte der 18-Jährige am Dienstag gegenüber borussia.de.

Joe Scally
Joe Scally bringt Energie mit / Christof Koepsel/Getty Images

Bislang wurde Scally lediglich für die Gladbacher U23 eingesetzt, doch in der laufenden Vorbereitung konnte man erkennen, dass der motivierte und selbstbewusste Außenbahnspieler tatsächlich eine Alternative für den Profi-Kader sein kann.

"Als junger Spieler ist es immer wichtig, zu spielen, deshalb bin ich froh, dass ich regelmäßig in der U23 zum Einsatz kommen kann. Es hilft mir vor allem auch, den deutschen Fußball und die taktischen Seiten, auf die hier in Europa viel mehr Wert gelegt wird, noch besser kennenzulernen", zeigte sich Scally lernfreudig.

Allerdings hegt der US-Amerikaner selbstredend Ambitionen, endlich auf der ganz großen Bühne aufzulaufen.

"Ich möchte natürlich so viel wie möglich spielen und der Mannschaft, wann immer es möglich ist, helfen. Wie viele Einsätze es schon in dieser Saison werden, ist schwer zu sagen. Ich möchte mich einfach in jeder Trainingseinheit anbieten und verbessern. Am Ende entscheidet dann der Trainer, ob er mich aufstellt oder nicht", ließ Scally eine lobenswerte Demut erkennen.

Stefan Lainer
Stevie Lainer kann sein Glück kaum fassen / UWE KRAFT/Getty Images

"Am wohlsten fühle ich mich auf der rechten Abwehrseite. Ich kann aber auch auf der rechten offensiven Außenbahn spielen und letzte Saison in der U23 bin ich auch schon mal auf der linken Seite der Viererkette zum Einsatz gekommen", erklärte das Talent.

Diese Worte werden besonders in den geschmeidigen Ohren von Stevie Lainer Anklang finden. Denn der Österreicher war in der abgelaufenen Saison quasi zum Alleinunterhalter auf der Rechtsverteidiger-Position verdammt, da die Alternativen fehlten.

Auch wenn die Borussia in der kommenden Spielzeit nicht international gefordert sein wird, sollte Scally hier und da eine Pause für Lainer ermöglichen dürfen.

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