Real Madrid

Auf den Spuren von Klub-Legende Raúl: Peter González vor Debüt für Real Madrid

Guido Müller
Könnte morgen sein Profi-Debüt für Real Madrid geben: Peter Federico Carmona González
Könnte morgen sein Profi-Debüt für Real Madrid geben: Peter Federico Carmona González / Angel Martinez/GettyImages
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Vor dem Heimspiel gegen den Tabellenachtzehnten aus Cádiz (Sonntag, 21.00 Uhr) gehenReal Madrids Trainer Carlo Ancelotti langsam aber sicher die Spieler aus. Entsprechend nahm der Italiener dieser Tage den königlichen Nachwuchs etwas genauer unter die Lupe - und könnte einem der größten Real-Talente zu dessen Profi-Debüt verhelfen.


Bis zu acht Ausfälle für das Heimspiel gegen Cádiz befürchtet

Sechs Ausfälle sind für die morgige Pflichtaufgabe gegen die Andalusier bereits bestätigt. Modric, Marcelo, Asensio, Rodrygo, Bale und Ersatztorwart Lunin wurden allesamt positiv auf das Coronavirus getestet und fallen somit definitiv aus.

Hinzugesellen könnten sich zudem noch Karim Benzema und Dani Carvajal, die zuletzt über muskuläre Probleme geklagt haben.

Um so besser, dass man im Nachwuchsbereich auf talentierte Kräfte zurückgreifen kann. Einer, der sehr gute Karten hat, beim Spiel gegen die Gaditanos dabei zu sein, ist der 19-jährige Peter Federico Carmona González.

Dieser trainierte unter der Woche bereits mit den Profis und stand - ein möglicher Wink auf sein morgiges Debüt - beim Spiel im Abschlusstraining der Blancos in der vermeintlichen Startelf.

Für regelmäßige Beobachter des königlichen Nachwuchses keine Überraschung. Seit langem heißt es in Valdebebas hinter vorgehaltener Hand, dass Peter "the next hot shit" der Madrilenen werden könnte.

Peters angestammte Position ist die des Rechtsaußen, womit er eine Alternative für die ausfallenden Rodrygo oder Bale sein könnte. Für seine Vielseitigkeit spricht außerdem, dass er in der Real-Filiale auch schon als linker Verteidiger und Linksaußen agiert hat.

Parallelen zum "ewigen" Raúl

Mit glänzender Technik und Dribbelstärke ausgestattet, erinnert Peter viele im Klub an den jungen Raúl, der sein aktueller Trainer beim Real Madrid Castilla ist. Tatsächlich gibt es, neben dem Nachnamen, auch noch eine weitere biographische Parallele zur Real-Ikone.

Denn wie der Rekordspieler der Königlichen (Raúl absolvierte insgesamt 741 Spiele für die Blancos) wuchs auch Peter in der Colonia Marconi, nahe bei Getafe, im Süden der spanischen Hauptstadt auf.

Aus einfachen Verhältnissen stammend (der Süden Madrids gilt als eine der einkommensschwächsten Regionen der Kapitale), zeigte Peter schon in den Jugendkategorien von Real sein enormes Talent.

Allerdings machte dem Teenager mit dominikanischen Wurzeln lange Zeit seine große Schüchternheit zu schaffen. Diese war für viele Personen in seinem unmittelbaren Umfeld auch der Hauptgrund, dass seine Entwicklung letztlich nicht ganz so schwindelerregend verlief, wie von einigen zunächst erträumt.

Den letzten Entwicklungsschritt hin zu einer validen Option auch für die Profis gelang Peter dann ausgerechnet unter Raúl, nachdem dieser das Amt des Filial-Trainers übernommen hatte. Raúl vertraute dem Angreifer - und flößte ihm damit das nötige Vertrauen auch für höhere Aufgaben ein.

Raul Gonzalez Blanco
Schenkte Peter sein Vertrauen - und bekam es von diesem zurückgezahlt: Raúl González Blanco / Jonathan Moscrop/GettyImages

Diese positive Entwicklung blieb auch den Verantwortlichen in der Führungsriege nicht verborgen, sodass sie das Arbeitspapier mit Peter im vergangenen September bis zum Sommer 2024 ausweiteten.

Am Sonntag könnte Peter einen weiteren wichtigen Schritt auf der königlichen Karriere-Leiter machen.

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