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Real Madrid: Ramos schwört die Mannschaft ein - Rückendeckung für Zidane

Florian Bajus
Dec 3, 2020, 3:07 PM GMT+1
Sergio Ramos bereitet seine Mannschaft auf die entscheidenden Wochen vor
Sergio Ramos bereitet seine Mannschaft auf die entscheidenden Wochen vor | Quality Sport Images/Getty Images
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In der Liga außerhalb der Top-Drei, in der Champions League vor dem Aus: Bei Real Madrid liegt derzeit einiges im Argen. Laut der spanischen AS schwor Sergio Ramos seine Mannschaftskollegen vor den entscheidenden Spielen im Dezember ein, Trainer Zinedine Zidane soll indes die Rückendeckung des Mannschaftskerns genießen.

Nach dem 4:0-Sieg von Borussia Mönchengladbach über Shakhtar Donezk in der vergangenen Woche berichteten einige Medien, dass dem Bundesligisten in den übrigen beiden Gruppenspielen der Champions League nur ein einziger Punkt fehlen würde, um das Achtelfinale zu erreichen. Allerdings haben die Medienverteter*innen die Rechnung ohne Shakhtar gemacht.

Die Ukrainer gewannen am Dienstagabend auch das Rückspiel gegen Real Madrid (2:0) und belegen mit sieben Zählern den zweiten Platz vor den punktgleichen Königlichen. Noch steht Gladbach an der Spitze der Gruppe B, allerdings hat die Elf von Marco Rose nach der 2:3-Niederlage gegen Inter noch immer acht Punkte auf dem Konto - selbst bei einem Remis wäre also nur das Überwintern in der Europa League sichergestellt worden.

Nur mit einem Sieg über Borussia Mönchengladbach kann Real Madrid das Aus in der Gruppenphase abwenden
Nur mit einem Sieg über Borussia Mönchengladbach kann Real Madrid das Aus in der Gruppenphase abwenden | DeFodi Images/Getty Images

Welche beiden Mannschaften sich die begehrten Achtelfinal-Tickets sichern, entscheidet sich am letzten Spieltag. Donezk gastiert am Mittwochabend in Mailand, parallel empfängt Real die Borussia aus Mönchengladbach. Im Hinspiel drehten die Königlichen in den Schlussminuten einen 0:2-Rückstand, der aus dem Borussia-Park entführte Punkt könnte sich als goldwert erweisen, sollte sich der Rekordsieger dieses Turniers im eigenen Stadion durchsetzen. Dann wäre Real mit zehn Punkten definitiv im Achtelfinale, Gladbach müsste unterdessen auf eine Punkteteilung zwischen Inter und Donezk hoffen - andernfalls würden die Fohlen in die Europa League absteigen.

Real Madrid hat es in der eigenen Hand

Bei einem Sieg würden Zinedine Zidane und die Seinen der größten Europapokalblamage seit der Saison 1962/63 entgehen. Damals scheiterte Real in der ersten Runde am RSC Anderlecht. In der Gruppenphase der mehrfach reformierten und 1992 umbenannten Champions League war für die Königlichen derweil noch nie Schluss, das Ausscheiden gegen Gladbach wäre also der Höhepunkt der Negativentwicklung seit dem 13. Titelgewinn im Jahr 2018, nachdem die Blancos in den vergangenen beiden Jahren jeweils im Achtelfinale scheiterten.

Auch in der Liga läuft es für Real nicht rund, bei einem Spiel weniger hat der spanische Rekordmeister sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Real Sociedad. Generell ist die Saison 2020/21 wie verhext: Von fünfzehn Pflichtspielen wurden nur sieben gewonnen, zu Buche stehen neben drei Remis ganze fünf Niederlagen.

Die Mannschaft steht hinter Zidane

Bis zur Winterpause im Januar stehen neun Pflichtspiele auf dem Programm, darunter die Spitzenspiele gegen den FC Sevilla und Atlético Madrid sowie das alles entscheidende Champions-League-Spiel gegen Gladbach. Trotz der schwankenden Resultate und des dringend benötigten Turnarounds genießt Zinedine Zidane Medienberichten zufolge weiterhin vollstes Vertrauen im Klub, der Franzose schließt einen Rücktritt ohnehin aus.

Kein Rücktritt geplant: Zinedine Zidane gibt sich kämpferisch
Kein Rücktritt geplant: Zinedine Zidane gibt sich kämpferisch | DeFodi Images/Getty Images

Auch die Mannschaft hat sich hinter ihren Trainer gestellt, wie die AS berichtet. Demnach habe Zidane dem von Sergio Ramos anberaumten Meeting am Donnerstagmorgen nicht beigewohnt, aber der 34-jährige Kapitän sowie Luka Modric und Marcelo sollen dem Franzosen vor den übrigen Mannschaftskollegen den Rücken gestärkt haben.

Vordergründig habe Ramos aber die Mannschaft vor den wichtigen Spielen eingeschworen: "Wir sind einen Sieg davon entfernt, in der Champions League weiterzukommen, es liegt an uns und wir müssen alles geben", wird der Innenverteidiger zitiert. "Das, Gentlemen, ist Real Madrid. Wir sind schon aus schlechteren Situationen herausgekommen."

Auch der sonst ruhige Modric habe einen Appell an die Mannschaft gerichtet: "Wir müssen eine Einheit sein und die nächsten Spiele gewinnen. Wir können es schaffen", soll der Kroate gesagt haben. Nun liegt es an ihnen, eine Reaktion auf dem Platz zu zeigen.

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