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RB Leipzig vs Leeds United: Der Stand im Rechtsstreit um Augustin

Jean-Kevin Augustin
Kam in England kaum zum Zug: RB-Leihspieler Jean-Kévin Augustin | George Wood/Getty Images

RB Leipzig gegen Leeds United - ein Duell, das in der Königsklasse womöglich nie stattfinden wird. Wohl aber vor Gericht! Im September möchte der Bundesligist gegen die Engländer klagen. Es geht um die Kaufverpflichtung von Jean-Kévin Augustin. Premier-League-Aufsteiger Leeds stellt sich weiter quer und möchte den Flop nicht verpflichten.

Alles dreht sich um RB-Leihgabe Augustin. Der 23-jährige Angreifer hatte seine Leihe zur AS Monaco im Winter vorzeitig beendet und war für die Rückrunde nach Leeds gezogen. Hier absolvierte der Franzose lediglich drei Championship-Spiele und kam nicht über 48 Minuten Einsatzzeit hinaus.

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Kam im Sommer 2017 für 16 Millionen Euro aus Paris in die Bundesliga: Jean-Kévin Augustin | ROBERT MICHAEL/Getty Images

Seine Leihe avancierte zum völligen Flop. Gut also, dass der gebürtige Pariser Ende Juni wieder zurück nach Deutschland kehrte. So zumindest das Denken beim Aufsteiger. Mit der anschließend fixen Rückkehr ins Oberhaus scheint sich die Lage jedoch noch einmal zu drehen.

"Leeds ist aufgestiegen, somit greift die Kaufverpflichtung", verriet RB-Sportdirektor Markus Krösche kürzlich dem kicker. Das möchte man auf der Insel aber nicht akzeptieren. Während Leeds die Leihe des ehemaligen U21-Nationalspieler Frankreichs am 30. Juni beendete, feierte man erst einige Wochen später, am 18. Juli, den langersehnten Aufstieg in die Premier League. Leeds hofft, somit der Kaufverpflichtung entgehen zu können - RBL sieht das naturgemäß anders.

RB-Klage erst im September

Da die erste Rate für Augustin erst im September anfällt, können und wollen die Roten Bullen den englischen Klub laut neuesten Bild-Informationen auch erst dann verklagen. Die Zukunft des einstigen PSG-Jugendspielers bleibt vorerst ungewiss. Es läuft allerdings darauf hinaus, dass Leeds den Franzosen verpflichten muss - nicht aber für die geplanten 21 Millionen Euro, wie das Boulevardblatt spekuliert, sondern für eine etwas geringere Summe. Als Vergleich sozusagen.

Nach dem Einzug in das Halbfinale der Champions League und der damit verbundenen Geldprämie in Höhe von rund zwölf Millionen Euro schmerzt dieser potenzielle Verlust die Sachsen aber nur noch geringfügig.