90min
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RB Leipzig und Hertha BSC in der Einzelkritik: Die Noten zum Spiel

Marko Grujic
Leipzig und Hertha trennten sich 2:2 | Alexander Hassenstein/Getty Images

Am frühen Mittwochabend empfing RB Leipzig die Gäste von Hertha BSC. Am Ende stand ein gerechtes 2:2, das sich die Gäste mit einem beherzten Auftritt verdient haben. RB Leipzig musste in der Schlussphase zu zehnt agieren, ging dank eines Patzers von Jarstein aber sogar noch in Führung. Piatek sicherte den Berlinern per Elfmeter den Punktgewinn.

Tore:
0:1 Grujic (9.)
1:1 Klostermann (24.)
2:1 Schick 68.)
2:2 Piatek (82., Elfmeter)

90min zeigt alle Spieler von RB Leipzig und Hertha BSC in der Einzelkritik:

RB Leipzig

1. Tor

Peter Gulacsi
Peter Gulacsi war beim Gegentor machtlos | DeFodi Images/Getty Images

Peter Gulacsi: Bei den beiden Gegentoren war Gulacsi machtlos, darüber hinaus wurde Leipzigs Nummer eins kaum geprüft. Ein undankbarer Abend für einen Keeper. Note 3

2. Abwehr

Tyler Adams: Der US-Boy rückte kurzfristig in die Startelf, weil Kevin Kampl mit muskulären Problemen passen musste. Und Adams machte seine Sache auf der rechten Außenbahn ausgesprochen gut, stand defensiv sicher und setzte offensiv einige Akzente. Note 2,5

Lukas Klostermann: Nationalspieler Klostermann war am frühen Mittwochabend mal wieder einer der besten Leipziger. Defensiv unheimlich stabil und aufmerksam, offensiv mit dem wichtigen 1:1-Ausgleich. Note 2

Dayot Upamecano: Auf Upamecano ist stets Verlass - wann hatte der Youngster zuletzt eigentlich mal ein schlechtes Spiel? Note 2,5

Marcel Halstenberg: Für Halstenberg war die Partie bereits nach 63 Minuten beendet, denn nach einem Foul taktischer Natur sah er unnötig die Gelb-Rote Karte. Damit erwies der Linksverteidiger, der ohnehin nicht seinen besten Tag erwischt hatte, seinem Team natürlich einen Bärendienst. Note 4,5

3. Mittelfeld

Marcel Sabitzer ,Konrad Laimer
Leipzigs Österreicher in der Mittelfeldzentrale | TF-Images/Getty Images

Dani Olmo (bis 58.): Der Spanier sollte gegen Hertha als Dosenöffner fungieren, ließ seine Klasse aber viel zu selten aufblitzen. Noch viel Luft nach oben. Note 4

Marcel Sabitzer: Im zentralen Mittelfeld zeigte Sabitzer eine solide Leistung. Er leistete sich keine unnötige Fehler, kann aber eigentlich deutlich mehr, als er gegen die Hertha abrief. Note 3

Konrad Laimer: Eigentlich war der 23-Jährige als Rechtsverteidiger vorgesehen, doch Kampls Verletzung spülte ihn kurzfristig ins Mittelfeld. Einem Konrad Laimer ist es aber sowieso egal, wo er aufläuft - er liefert einfach immer ab! Note 2

Christopher Nkunku (bis 66.): Auf der linken Seite war Nkunku einer der Aktivposten der Leipziger und bereitete den 1:1-Ausgleich durch Klostermann per feinem Eckball vor. Note 2

4. Sturm

Patrik Schick (bis 79.): Das gesamte Spiel über war Schick blass geblieben und der schlechteste Akteur auf dem Rasen gewesen; doch dann kamen die 68. Minute und sein Führungstreffer zum 2:1. Dass Hertha-Keeper Jarstein Schicks Schuss quasi selbst ins Tor lenkte - geschenkt. Am Ende zählt für einen Torjäger der Treffer. Note 3

Timo Werner (bis 79.): Ähnlich wie Schick erlebte auch Werner einen gebrauchten Abend. Die Hertha-Abwehr hatte Leipzigs besten Torschützen gut im Griff und ließ ihn nicht zur Entfaltung kommen. Note 4

5. Einwechselspieler

Ademola Lookman
Lookman war Leipzigs Pechvogel | Pool/Getty Images

Ademola Lookman (ab 58.): Man muss leider festhalten: Lookmans Einwechslung war ein Fehlgriff. Der Engländer leistete sich zahlreiche Fehler und verursachte darüber hinaus den Elfmeter, der letztlich zum 2:2 führte. Ein ganz unglücklicher Abend für Lookman. Note 5

Angelino (ab 66.): Citys Leihgabe kam für Nkunku ins Spiel, fiel aber kaum auf. Note 3,5

Hannes Wolf (ab 79.): ohne Bewertung

Willi Orban (ab 79.): ohne Bewertung

Hertha BSC

6. Tor

Rune Jarstein: Oft wurde Jarstein gegen die Roten Bullen nicht geprüft - vielleicht ließ er deshalb, weil er so kalt war, auch den Schuss von Schick ins eigene Tor kullern. Das Tor, das die Hertha unnötig in Rückstand brachte, muss sich der Norweger ganz klar ankreiden lassen. Note 5

7. Abwehr

Peter Pekarik: Mit dem trickreichen Nkunku hatte Pekarik hin und wieder so seine Probleme. Note 3,5

Dedryck Boyata: Boyatas Verpflichtung war ein Volltreffer für die Hertha - auch gegen RBL zeigte er, dass er es mit Topstürmern wie Werner und Schick aufnehmen kann. Wobei man auch zugeben muss: Vor große Aufgaben haben Leipzigs Angreifer ihn nicht gestellt. Note 3

Jordan Torunarigha: Herthas Youngster zeigte eine stabile Leistung, hatte Leipzigs Stürmer weitestgehend im Griff. Note 2,5

Marvin Plattenhardt (bis 11.): Plattenhardt erlebte einen kurzen Abend. Aufgrund eines Zusammenpralls mit Tyler Adams musste Herthas Linksverteidiger schon nach elf Minuten ausgewechselt werden. Kurz zuvor lieferte er per Eckball aber noch die Vorarbeit zum 1:0. Ohne Bewertung

8. Mittelfeld

Marko Grujic
Grujic bejubelt seinen Treffer | Alexander Hassenstein/Getty Images

Marko Grujic: Das 1:0 erzielt, beim 1:1 aber gepennt und viel zu weit von Gegenspieler Klostermann weg gewesen. Grujic hatte Höhen und Tiefen in seinem Spiel, war insgesamt aber ein Aktivposten im Mittelfeld. Note 2

Per Skjelbred (bis 77): Einen suboptimalen Abend erlebte Per Skjelbred, dem gegen Leipzig nur wenig gelang. Einer der schwächsten Berliner. Note 4

Vladimir Darida (bis 71.): Unauffällig, aber laufstark präsentierte sich Darida im Berliner Mittelfeld. Doch auch der Tscheche hatte schon bessere Partien. Note 3

9. Sturm

Julian Nagelsmann, Matheus Santos Carneiro Da Cunha
Cunha und sein Ex-Trainer Nagelsmann | Alexander Hassenstein/Getty Images

Matheus Cunha: Gegen seinen Ex-Klub war Cunha natürlich doppelt motiviert, auch wenn dem formstarken Brasilianer nicht alles gelingen wollte. Dennoch war er wieder einmal einer der besten Berliner und holte zudem den Elfmeter heraus, der zum 2:2 führte. Note 2

Vedad Ibisevic (bis 77.): Herthas Kapitän ist bislang einer der großen Gewinner unter Labbadia und hatte gegen die Leipziger auch eine richtig gute Chance auf dem Schlappen - doch der Routinier semmelte den Ball auf Leipzigs leere Tribüne. Sehr engagiert, aber ohne Torgefahr. Note 3

Dodi Lukebakio (bis 71.): Lukebakio hat so einen Speed - völlig unverständlich, warum er sein Tempo nicht häufiger gewinnbringend einsetzt. Kein schlechtes, aber eben auch kein gutes Spiel vom Belgier. Note 3,5

10. Einwechselspieler

Maximilian Mittelstädt (ab 11.): Mittelstädt kam schon früh für den angeschlagenen Plattenhardt in die Partie und erledigte seine Sache souverän. Note 3

Krzysztof Piatek (ab 71.): Unter Labbadia bleibt Hertha Stareinkauf bislang nur die Jokerrolle. Doch als es drauf ankam, übernahm Piatek Verantwortung und verwandelte den Elfmeter cool zum 2:2. Der Treffer dürfte dem Polen guttun. Note 2,5

Javairo Dilrosun (ab 71.): Kam in der Schlussphase zum Einsatz, konnte aber kaum noch Akzente setzen. Note 3

Arne Maier (ab 77.): ohne Bewertung

Jessic Ngankam (ab 77.): ohne Bewertung