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Nagelsmann und Krösche weg: So geht's bei RB Leipzig weiter

Jan Kupitz
Jesse Marsch wird wohl bei RB Leipzig übernehmen
Jesse Marsch wird wohl bei RB Leipzig übernehmen / Guenther Iby/Getty Images
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Am Montag gab RB Leipzig die Trennung von Sportdirektor Markus Krösche bekannt, einen Tag später folgte Julian Nagelsmann. Da sich auch im Kader etwas tut und gleich mehrere Leistungsträger (Dayot Upamecano, Ibrahima Konaté, Marcel Sabitzer, Emil Forsberg) im Sommer eine neue Herausforderung suchen könnten bzw. werden, steht den Roten Bullen ein gewaltiger Umbruch bevor. Doch Oliver Mintzlaff bleibt gelassen.


Der Geschäftsführer der Sachsen teilt der Bild-Zeitung mit, dass man sich keine Sorgen um den Tabellenzweiten machen müsse. "Wir hatten in der Vergangenheit immer wieder Veränderungen auf der Trainer,- Direktoren- und Spielerseite. Und wir sind jedes Jahr stärker zurückgekommen und konnten uns weiterentwickeln", so der 45-Jährige. "Ich bin mir auch sicher, dass wir wieder den nächsten Schritt machen."

Selbst die Tatsache, dass mit Julian Nagelsmann der Erfolgstrainer zum FC Bayern wechselt, beunruhigt Mintzlaff nicht. Der Leipzig-Boss betont, dass man "einen klaren Plan" habe, wie es weitergehen soll.

Dieser hört wohl - wenig überraschend - auf den Namen Jesse Marsch. Wie Transferexperte Fabrizio Romano und Ex-Profi Jan-Aage Fjörtoft übereinstimmend berichten, wird der US-Boy von RB Salzburg zu den Sachsen wechseln und auf der Trainerbank der Leipziger Platz nehmen. Auch Erik ten Hag soll laut Romano ein Thema gewesen sein, letztlich fällt die Wahl allerdings auf den Akteur mit Stallgeruch.

Julian Nagelsmann, Oliver Mitzlaff
Mintzlaff muss Nagelsmann ziehen lassen / Maja Hitij/Getty Images

Mit wem Marsch ab Sommer zusammen arbeiten wird, um die Transferaktivitäten zu besprechen, steht noch nicht fest. Sportdirektor Krösche einigte sich mit den Roten Bullen auf eine Vertragsauflösung, ihn könnte es zu Eintracht Frankfurt oder TSG Hoffenheim ziehen. Laut Angaben von transfermarkt plant RBL für die Nachfolge "eine große Verpflichtung". Demnach soll jemand kommen, der "bedeutende internationale Verbindungen" vorweisen kann.

Mintzlaff deutet bei der Bild zumindest an, dass es keine interne Lösung geben soll: "Für mich hat sich die Struktur und die Aufgabenteilung mit den drei Managern Krösche, Scholz und Vivell bewährt. Von dieser Idee möchte ich nicht abrücken – wir schauen, wie wir das zur neuen Saison lösen."

Mintzlaff: "Sind in einer komfortablen Situation"

Ohnehin verweist der 45-Jährige darauf, dass die Roten Bullen für die kommende Saison bereits einige Maßnahmen getroffen haben: "Wir haben mit Gvardiol, Simakan und Brobbey ja schon drei fixe Neuzugänge. Wenn wir dann Szoboszlai und Laimer, die diese Saison noch keine Minute gespielt haben, dazu nehmen – dann sprechen wir über fünf starke Neuzugänge für die neue Saison. Jetzt schon. Von daher sind wir in einer komfortablen Situation, weil wir glauben, dass wir den Kader noch mal besser gemacht haben – und diesen im Sommer noch weiter justieren."

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Upamecano und Konaté werden RB Leipzig verlassen / ROBERT MICHAEL/Getty Images

Doch wo Spieler kommen, müssen auch Spieler gehen. Der Upamecano-Wechsel zum FC Bayern ist fix, auch bei Konaté deutet mittlerweile alles darauf hin, dass er sich dem FC Liverpool anschließen wird. Wie es bei Leistungsträgern wie Sabitzer und Forsberg weitergeht, steht in den Sternen. "Wir haben mit den eben genannten Neuzugängen Stand jetzt für die neue Saison eine Kadergröße von 25 Feldspielern. Uns schwebt eher eine Größe von 21 vor. Es wird also noch etwas auf der Abgabenseite passieren", bestätigt Mintzlaff. "Das ist ja logisch: Wir können nicht nur kaufen, sondern müssen auch mal Spieler abgeben."

Mintzlaff bekräftigt erneut, dass der Verein "einen klaren Plan" habe und "definitiv angriffslustig" bleiben werde. "Bisher haben wir es jede Saison geschafft seit 2015 besser zu werden und sportlich den nächsten Schritt zu gehen."

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