Leipzig kämpft gegen den FC Bayern um den Anschluss: Fünf Schlüssel zum Sieg

Dominik Hager
RB Leipzig möchte die Bayern niederringen
RB Leipzig möchte die Bayern niederringen / Cathrin Mueller/GettyImages
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RB Leipzig hat mit einem Heimsieg gegen den FC Bayern die große Chance, auf drei Punkte an den Tabellenführer heranzukommen. In Hinblick auf den Titelkampf wäre ein Erfolg fast schon erforderlich, um Druck auf die Münchner ausüben zu können. Mit Christopher Nkunku fehlt die gefährlichste Waffe zwar verletzungsbedingt, jedoch haben auch andere Spieler die Qualität, den FC Bayern zu verwunden. Wir sehen uns an, was nötig wäre, um die Bayern zu schlagen.


1. Leipzig muss in der Defensive gut arbeiten

Wer gegen den FC Bayern punkten oder gar gewinnen möchte, kann dies nur über eine stabile Abwehr schaffen. Macht man es den Bayern gegen den Ball zu einfach, wird das meist innerhalb von wenigen Minuten gnadenlos bestraft. Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man parkt hinten den Bus und lauert auf Konter oder aber man versucht sich in einem geschlossenen und aggressiven Pressing. Für zweitere Option muss das Team jedoch topfit sein. Zudem gilt es für die Abwehrspieler, aufmerksam zu agieren und ein perfektes Stellungsspiel an den Tag zu legen.

Die Leipziger werden sich wohl nicht nur hinten verstecken, weshalb zumindest phasenweise von Pressing ausgegangen werden kann. Schafft man es, die Münchner zu ärgern und zu frustrieren, ist die Chance gar nicht schlecht, letztlich als Gewinner aus der Partie zu gehen.

2. Leipzig muss von Beginn an hellwach sein

Nach einer solch langen Spielpause werden wahrscheinlich beide Teams ein wenig brauchen, um den Rhythmus wieder aufzunehmen. Für Leipzig gilt es jedoch, möglichst von Beginn an voll da zu sein und das eigene Selbstvertrauen durch gute Aktionen und im Idealfall auch durch Tore zu stärken. Die Bayern präsentierten sich öffentlich zwar selbstbewusst, hatten in den letzten Wochen aber wegen Verletzungen und WM-Enttäuschungen einiges aufzuarbeiten. RB Leipzig, das weitaus weniger WM-Fahrer gestellt hat, könnte gerade in der Anfangsphase einen Vorteil haben. Gelingt dann auch ein guter Start, kann man damit auch das Selbstvertrauen der Bayern brechen, das wohl ohnehin ein wenig angeknackst ist. Dies würde den Leipzigern auch im weiteren Verlauf des Spiels sehr entgegenkommen.

3. Laimer und Schlager gegen Bayern-Zentrale gefordert

Auf Konrad Laimer und Xaver Schlager warten wohl die größten Herausforderungen. Eine entscheidende lautet dabei, Jamal Musiala so sehr zu bearbeiten, dass sich dieser nicht entfalten kann. Der Bayern-Star braucht in der Regel keine Anlaufzeit und kann mit seinen Dribblings und seiner Torgefahr schon in der Anfangsphase schmerzhafte Wunden zufügen. Laimer und Schlager haben die physischen Anlagen, um unbequeme Gegenspieler zu sein und genau das müssen sie auch schaffen. Neben Musiala treffen die beiden Leipziger aber auch auf Joshua Kimmich und Leon Goretzka. Fußballerisch ist man dem Bayern-Duo unterlegen, weshalb man über Laufstärke, Kampf und die Zweikämpfe kommen muss. Genau das liegt den beiden Österreichern eigentlich gut. Viele gewonnene Zweikämpfe im Mittelfeld können letztlich über den Ausgang entscheiden.

4. André Silva muss Worten auch Taten folgen lassen

André Silva hat seit seinem Wechsel zu RB Leipzig fast ausschließlich Phasen mit Ladehemmung. Der Portugiese hat in der laufenden Bundesliga-Spielzeit gerade mal mickrige zwei Tore erzielt. Im Vorfeld der Partie zeigte sich der Angreifer trotzdem selbstbewusst.

"Wir müssen in diesem Spiel einfach besser sein als Bayern. Dafür haben wir ausreichend Potenzial, und an das müssen wir glauben. Wir wissen, dass wir jedes Team schlagen können, wenn wir unsere Bestform abrufen - und die müssen wir zeigen", erklärte er gegenüber dem kicker.

Der Leipzig-Stürmer ließ sich dabei auch zu einer Kampfansage hinreißen. "2:0 für uns", tippte Silva den Ausgang des Spiels "Und wenn ich treffe, wäre das schön. Aber noch wichtiger wäre mir der Sieg", führte er zudem aus.

Nun ist Silva aber auch angehalten, zu liefern. Insbesondere wegen des Nkunku-Ausfalls ist seine Torgefahr, die er ja grundsätzlich mitbringt, enorm wichtig. Gute Vorlagengeber sollten mit Olmo, Forsberg und Co. auf dem Platz stehen. Nun muss der Portugiese endlich seinen Instinkt und seine Coolness im Abschluss wieder finden.

5. Timo Werner muss seine Schnelligkeit einsetzen

Nach seiner Verletzung ist Timo Werner zwar wahrscheinlich noch nicht bei 100 Prozent, wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit zumindest als Joker eine Rolle spielen. Werner ist mit seinem Speed und seinen Laufwegen ein hervorragender Konterspieler. Eine Fähigkeit, die als Spieler bei einem Top-Klub häufig versandet, jedoch umso mehr zum Tragen kommen kann, wenn man gegen einen noch größeren Verein spielt.

Gegen die athletische Abwehr-Maschine Dayot Upamecano wird es Werner vermutlich schwer haben, jedoch sollten seine Karten im Duell mit Matthijs de Ligt besser sein. Der niederländische Innenverteidiger ist nicht ganz so schnell und athletisch wie seine Nebenmänner, was Werner mit seinen Läufen in die Tiefe durchaus für sich nutzen könnte. Ein knipsender Werner wäre für Leipzig wichtig - vor allem wenn André Silva erneut nicht liefert.


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