90min

RB Leipzig erwischt harte Champions-League-Gruppe: Die Gegner im Portrait

Oct 1, 2020, 8:18 PM GMT+2
Tottenham Hotspur v RB Leipzig - UEFA Champions League Round of 16: First Leg
RB Leipzig hat in der Champions League eine starke Gruppe erwischt | Catherine Ivill/Getty Images
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Bei der Auslosung der diesjährigen Gruppenphase der Champions League hat RB Leipzig eine sehr herausfordernde Gruppe erwischt: Die Truppe von Julian Nagelsmann trifft auf Paris Saint-German, Manchester United und Istanbul Basaksehir. Die Gegner des Bundesligisten im Portrait.

Am frühen Donnerstagabend wurde die Gruppenphase der anstehenden Champions-League-Saison ausgelost. Aus der Bundesliga waren mit dem FC Bayern, Borussia Dortmund, sowie RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach vier Vereine vertreten. Während der BVB die vergleichsweise machbarste Gruppe zugelost bekommen hat, die Gladbacher die schwerste, stehen auch Leipzig in Gruppe H komplizierte Aufgaben bevor.

90min verschafft einen Überblick über die Gruppengegner der jungen und engagierten Mannschaft von Julian Nagelsmann.

PSG, Man United und Basaksehir: Leipzig vor schwierigen aber machbaren Aufgaben

1. Paris Saint-Germain

Stade Reims v Paris Saint-Germain - Ligue 1
Thomas Tuchel und Kylian Mbappe werden Leipzig vor eine große Herausforderung stellen | Xavier Laine/Getty Images

Aus Lostopf eins wartet Paris Saint-Germain. Der französische Meister und regelmäßige Champions-League-Aspirant konnte sich bereits im letzten Halbfinale gegen Leipzig durchsetzen, scheiterte danach im Finale an Bayern München.

Angeführt wird das hochklassige Team aus der Ligue 1 weiterhin von Thomal Tuchel, der diesen großen Erfolg noch immer unbedingt haben möchte. Zumeist agiert die Mannschaft aus einem offensiven 4-3-3 heraus, wobei eine leichte Umstellung auf ein im Grunde ähnliches 4-1-4-1 vor allem in der heimischen Liga ab und zu zum Einsatz kommt.

Die große Stärke des Klubs besteht natürlich primär in der reinen Qualität der zahlreichen Weltstars - vor allem von Neymar und Kylian Mbappe - in Kombination mit einem der besten Trainer. Auch in diesem Jahr wird PSG zu den großen Favoriten auf den Einzug ins CL-Finale zählen. Grundlegend ist das Team eingespielt, die wichtigsten Akteure sind geblieben. Favorit auf den ersten Platz der Gruppe H sind sie ohnehin.

2. Manchester United

Ole Gunnar Solskjaer
In der Königsklasse muss United-Coach Ole Gunnar Solskjaer über sich hinauswachsen | Sebastian Frej/MB Media/Getty Images

Neben PSG ist auch Manchester United ein sehr großer Name in der RB-Gruppe. Der riesige Verein aus der englischen Premier League hat sich in der letzten Saison durch Tabellenplatz drei für die Champions League qualifizieren können.

Trainer Ole Gunnar Solskjaer steht seit mittlerweile anderthalb Jahren als Cheftrainer an der Seite, war zuvor bereits für vier Monate als Interimstrainer im Amt. Der Norweger hat teilweise noch immer einen geteilten Ruf. Bei den einen ist er der Coach, der die Red Devils noch erwecken wird, für die anderen bleibt er weiterhin hinter den traditionell großen Erwartungen zurück.

In der Regel lässt er sein Team im 4-2-3-1-System auflaufen. In der letzten Saison setzte er vor allem gegen die großen Gegner ab und zu auch auf eine defensive Fünferkette. Im Mittelfeld stechen vor allem Paul Pogba und Bruno Fernandes hevor. Die Offensive von Manchester ist gespickt mit jungen, aber hochklassigen Spielern: Marcus Rashforc (22), Mason Greenwood (19), Anthony Martial (24) oder auch Daniel James (22) bringen sehr viel Tempo und Spielfreude mit sich.

Gefährlich könnte es für United vor allem aufgrund der fehlenden CL-Erfahrung und die bisweilen fehlende Stabilität und Kontinuität in den Auftritten werden. Zwar war der Klub als solcher nur im letzten Jahr nicht vertreten, spielte stattdessen in der Europa League - doch so mancher Leistungsträger hat (wenn überhaupt) erst wenige Spiele in der europäischen Königsklasse absolviert. Vermutlich wird Man United versuchen, sich auf den zweiten Platz zu fokussieren.

3. Istanbul Basaksehir

Okan Buruk
Letzte Saison brachte Basaksehir-Coach Ukan Buruk sein Team zur Meisterschaft | Gualter Fatia/Getty Images

Keine Frage: In der schweren Gruppe H ist Istanbul Basaksehir der klare Außenseiter. Während PSG als Favorit gelten wird, während Leipzig und United mutmaßlich um den zweiten Platz zum Einzug in die K.o.-Phase kämpfen werden, hat der türkische Klub nur Außenseiter-Chancen.

Zudem ist es die erste Teilnahme an der Königsklasse für den Klub aus der Süper Lig - das ein oder andere Mal war man bereits an der Qualifikations-Runde gescheitert, wodurch in den letzten Jahren regelmäßig in der Europa League gespielt wurde.

Trainer Okan Buruk ist seit etwas über einem Jahr im Amt, hat somit in seiner ersten Saison die Meisterschaft und damit die direkte CL-Qualifikation gewinnen können. Auf ein bestimmtes System oder eine generelle Herangehensweise lässt sich Basaksehir nicht wirklich festlegen. Grundsätzlich wird zwar aus einer Viererkette gespielt, doch der Aufbau im Mittelfeld und im Sturm variiert regelmäßig. Häufig wird mit einer Doppelsechs gespielt, entweder im 4-2-3-1 oder in einem gestaffelten 4-2-2-2.

Die größte Stärke und die größte Waffe wird für Istanbul das etwaige Unterschätzen seitens der gegnerischen Teams sein. Es ist zu erwarten, dass die Mannschaft alles daran setzen wird, die vermeintlich deutlich Größeren zu ärgern. Aus der Bundesliga sind vor allem Junior Caicare (S04) und Milos Jojic (BVB) bekannt.

Im letzten Jahr setzte sich das Team in der Europa League in der Gruppe gegen Gladbach durch - Vorsicht ist also geboten!

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