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Champions League

PSG-Ultras heizen Champions-League-Kracher gegen Bayern mit geschmacklosem Banner an!

Guido Müller
Im Viertelfinale der Königsklasse kommt es zur Neuauflage des Finals vom Vorjahr zwischen Bayern München und Paris St.Germain
Im Viertelfinale der Königsklasse kommt es zur Neuauflage des Finals vom Vorjahr zwischen Bayern München und Paris St.Germain / Visionhaus/Getty Images
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Obwohl das Champions-League-Duell zwischen Bayern München und Paris St.Germain (Mi, 21.00 Uhr) per se schon genügend Zündstoff in sich birgt, hielt es die Pariser Ultra-Gruppe "Paname-ReBirth" für angesagt, der Neuauflage des letztjährigen Finales noch mehr "Emotionalität" zu verleihen. Dabei vergriffen sie sich aber gewaltig im Ton.


Denn ausgerechnet am berühmt-berüchtigten Kriegsmahnmal am Mont Valérien, an dem den Kämpfern der französischen Résistance und den Deportierten des Zweiten Weltkrieges gedacht wird, platzierte die Gruppe ein Spruchband mit der Aufschrift: "Paris ist magisch, zerstört München!"

Dieser martialische Unterton wird von den meisten mit ablehnender Kritik bedacht. Das Portal Get French Football News nannte die Aktion "inakzeptabel" und forderte den Klub auf, sie in schärfster Form zu verurteilen.

Tatsächlich ist eine martialische Ausdrucksweise unter den Fan-Lagern im globalen Fußball gang und gäbe. Und soll ihnen auch nicht genommen werden. Ein im Stadion gerufenes Schimpfwort in Richtung Schiedsrichter oder gegnerischer Spieler - nicht schön, muss aber im speziellen Kontext auch nicht höher gehängt werden als es wirklich ist.

Gleichzeitig wäre es jedoch mehr als wünschenswert, wenn die heftigsten Auswüchse von Fan-Emotionen - und ein Fußball-Spiel gegen ein deutsches Team mit dem Kampf gegen Hitler-Deutschland zu vergleichen ist ein solcher Auswuchs! - in der Zukunft weniger würden.

Der Faszination dieses Spiels würde es jedenfalls keinen Abbruch tun.

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