Prämien-Revolution beim BVB: So sieht das neue Bonus-System aus

Borussia Dortmund
Borussia Dortmund / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages
facebooktwitterreddit

Bei Borussia Dortmund werden die Bonuszahlungen mittlerweile neu gestaltet und in drei verschiedene Kategorien eingeteilt. Das neue System soll die Spieler weiter zu Höchstleistungen treiben.

Bonuszahlungen in Form von Prämien, die ein Spieler individuell und pro Spieltag zusätzlich zu seinem Grundgehalt dazuverdienen kann, sind Gang und gäbe im Profifußball - dementsprechend auch beim BVB.

In Dortmund sind die Verantwortlichen jedoch dabei, dieses Prämien-System umzubauen. Dabei steht vor allem Sebastian Kehl im Fokus. Wie die Sportbild berichtet, baut der Sportdirektor dieses System so um, dass es aus drei Säulen besteht. Der grundsätzliche Gedanke dahinter: Die Spieler sollen durch die Boni noch mehr zu Höchstleistungen angetrieben werden.

Drei Säulen im neuen Bonus-System des BVB - eine Neuerung unter Kehl

Die erste Säule bilden dabei die klassischen Punktprämien. Hat sich manch ein Topklub über die letzten Jahre von diesem Aspekt der Prämien abgewendet, sind sie beim BVB nach wie vor ein wichtiger Faktor.

Dem Bericht zufolge bekommt ein Stammspieler pro Punkt zusätzliche 20.000 Euro - pro Sieg also 60.000 Euro. Während Spieler, die als absolute Leistungsträger eingestuft sind, sogar noch etwas mehr bekommen können, gibt es auch eine Abstufung nach unten. Spieler, die eher regelmäßig von der Bank kommen, verdienen zumeist nur etwa 10.000 Euro pro Punkt.

Ein weiteres Detail bei den Punktprämien: Nicht jeder Einsatz ist gleich ein Einsatz. Ein Startelfeinsatz oder ein Einsatz über mindestens 45 Minuten qualifiziert normalerweise für den normalen Bonus. Der Sportbild nach ist es auch ein Modell in Dortmund, dass diejenigen, die etwa nach der 75. Minute erst eingewechselt werden, nur etwa die Hälfte ihres Punktebonus bekommen.

Dabei macht das Magazin auch eine Beispielrechnung auf: Mit den 71 Punkten, welche die Mannschaft in der vergangenen Saison erreichte, konnte ein regelmäßig aufspielender Leistungsträger mehr als eine Million Euro nur durch diese einzelne Prämie bekommen. Und das galt dann nur für die Bundesliga.

Sebastian Kehl
Unter Sebastian Kehl soll leistungsorientierter gezahlt werden / Christof Koepsel/GettyImages

Der zweite Faktor ist die sogenannte Jahresleistungsprämie. Wie die Sportbild erklärt, ist dies das neue System von Kehl. Im Fokus stehen die Pflichtspieleinsätze an sich. Wer weniger verletzt ist und einen Stammplatz hat, bekommt zusätzliches Geld. Die Höhe des jeweiligen Bonus ist den Einsätzen nach gestaffelt.

Das Signal: Wer sich fit hält, im Training und im Spiel überzeugt und dadurch einen Stammplatz hat, der ist entsprechend wichtig für die Mannschaft. Und genau das soll sich dann auch in finanzieller Hinsicht zusätzlich lohnen. Es ist ein weiterer Anreiz, um als Mannschaft noch schlagkräftiger zu sein. Zugleich geht jedoch das Grundgehalt etwas runter, weil diese Prämie das in der Theorie fehlende Gehalt ausgleichen soll - und im besten Fall sogar übertreffen kann. Die Verträge, die unter Kehl unterschrieben worden sind, haben diesen Aspekt bereits integriert.

Und als dritten Faktor gibt es natürlich noch die gute, alte Titelprämie. Wird die Meisterschaft, oder der DFB-Pokal oder sogar die Champions League gewonnen, gibt es weiteres Geld.

Dem Bericht nach wären weitere sechs Millionen Euro an die Mannschaft gegangen, hätte man sich nicht am 34. Spieltag der Vorsaison noch die Butter vom Meisterschafts-Brot nehmen lassen. Diese sechs Millionen Euro wären dann unter den Spielern aufgeteilt worden, gemessen am jeweiligen Anteil des Erfolgs - also nach Einsatzzeiten.


Weitere Nachrichten rund um den BVB:

feed