Portugal scheitert an Marokko: Cristiano Ronaldo und Co. in der Einzelkritik

Dominik Hager
Marokko steht im Halbfinale
Marokko steht im Halbfinale / Soccrates Images/GettyImages
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Portugal ist raus! Die im Achtelfinale noch so furios auftretenden Südwesteuropäer gerieten in der ersten Halbzeit durch En-Nesyri in Rückstand und bissen sich in der zweiten Halbzeit die Zähne an der starken marokkanischen Defensive aus. Wir werfen einen Blick auf die Leistungen der Portugiesen.


1. Diogo Costa

Diogo Costa
Alexander Hassenstein/GettyImages

Diogo Costa musste kaum mal eingreifen, patzte dann jedoch beim 0:1 entscheidend, indem er die Flanke von Attiyat Allah nicht erreichte und En-Nesyri ins leere Tor köpfen konnte. Stark war dann jedoch seine Parade gegen den Kopfball von El Yamiq aus kurzer Distanz. Kurz vor dem Ende entschied er eine Eins-gegen-Eins-Situation für sich, jedoch brachte das den Portugiesen auch nichts mehr.

Bewertung: 4/10

2. Diogo Dalot

Diogo Dalot war ein echter Aktivposten und stürmte insbesondere im zweiten Durchgang pausenlos mit nach vorne. Dem Rechtsverteidiger mangelte es jedoch an Präzision im Flankenspiel und konnte kaum wirklich Gefahr erzeugen.

Bewertung: 4/10

3. Pepe

Pepe
Matthew Ashton - AMA/GettyImages

Der Routinier wirkte nicht immer ganz auf der Höhe und leistete sich in der 55. Minute einen bösen Ballverlust, der jedoch keine Konsequenzen nach sich zog. Kurz vor dem Ende tauchte er per Kopf gefährlich vor dem Tor auf, setzte den Ball jedoch neben das Gehäuse.

Bewertung: 4/10

4. Rúben Dias

Rúben Dias war nicht wirklich gefordert, machte aber eine ganz schlechte Figur. Der City-Star kam im Kofballduell überhaupt nicht vom Boden weg und stand dadurch eher noch Diogo Costa als En-Nesyri im Weg. Im Anschluss trat er beim Sturmlauf der Portugiesen nicht mehr groß in Erscheinung.

Bewertung: 3/10

5. Raphaël Guerreiro

Der Dortmunder begann etwas überraschend für Cancelo, konnte jedoch kaum Impulse nach vorne liefern. Defensiv ließ er sich nichts zu Schulden kommen, jedoch war sein Auftritt ein wenig blutleer. Demnach war auch nach 51 Minuten schon Schluss.

Bewertung: 4/10

6. Rúben Neves

Ruben Neves
Matthew Ashton - AMA/GettyImages

Neves war in Durchgang eins oft am Ball und brachte seine Bälle solide zu den Mitspielern. Allerdings fehlte es an Kreativität und Bissigkeit in den Zweikämpfen. Bereits in der 51. Minute musste er für CR7 Platz machen.

Bewertung: 4/10

7. Otávio

Der Mittelfeldspieler bemühte sich darum, Akzente zu setzen, blieb in seinen Aktionen jedoch meist glücklos. Stark war jedoch seine Flanke auf Gonçalo Ramos, die dieser aber nicht veredeln konnte. Zudem machte er in den Zweikämpfen eine starke Figur und gewann acht von zehn Duellen.

Bewertung: 6/10

8. Bernardo Silva

Bernardo Silva
Matthew Ashton - AMA/GettyImages

Bernardo Silva spielte brav mit, ließ seine Ballfertigkeiten hier und da aufblitzen, jedoch verpasste er es auf ganzer Linie, wirklich zielgerichtet und effizient zu spielen. Von einem solchen Klasse-Mann ist einfach mehr Mut und Torgefahr zu erwarten.

Bewertung: 3/10

9. Bruno Fernandes

Bruno Fernandes
Fantasista/GettyImages

Bruno Fernandes ließ teilweise Präzision vermissen, legte aber das ein oder andere mal gut für seine Kollegen vor. Kurz vor der Pause versuchte der Spielmacher Bono mit einem Schuss aus spitzem Winkel zu düpieren und scheiterte am Querbalken. Kurz vor dem Pausenpfiff forderte Fernandes einen Elfmeterpfiff, bekam diesen aber zu Recht nicht. Der Zehner übernahm mehr und mehr die Initiative und jagte einen strammen Schuss in der 64. Minute nur ganz knapp über die Latte. Letztlich konnte er zunehmend frustriert aber auch nichts ausrichten.

Bewertung: 5/10

10. João Felix

Joao Felix
Alex Grimm/GettyImages

Der Atlético-Spieler trat in Halbzeit eins nicht Häufig in Erscheinung, kam dafür aber immerhin dreimal zum Abschluss. In der Anfangsphase scheiterte er an einer Parade von Bono, ehe sein abgefälschter Schuss in der 31. Minute nur knapp über den Querbalken hinwegzog. Im zweiten Abschnitt fand Felix häufig keine Lösungen, zwang Bono dann aber in der 83. Minute mit einem schönen Schlenzer nochmal zu einer Glanzparade. In Summe war er der gefährlichste Portugiese.

Bewertung: 5/10

11. Gonçalo Ramos

Der Youngster war nach seinem grandiosen Spiel gegen die Schweiz praktisch unsichtbar. In den ersten 50 Minuten berührte er nur elfmal den Ball, brachte genau zwei Pässe zum Mann und war an keinem Abschluss beteiligt. Nach der Pause wurde der Benfica-Star zumindest einmal gefährlich, setzte seine Kopfball-Chance in der 58. Minute aber knapp daneben.

Bewertung: 2/10

12. Cristiano Ronaldo (ab 51.)

Cristiano Ronaldo
Alexander Hassenstein/GettyImages

Ronaldo trat kaum in Aktion und war erstmals in der 83. Minute bei der Chance von João Felix an einem Schuss beteiligt. In der Nachspielzeit tauchte CR7 dann doch mal gefährlich vor dem Tor auf, scheiterte aber am klasse parierenden Bono. Nach dem Schlusspfiff verließ er bitterlich weinend das Spielfeld. Was ein trauriger Abschied von der WM-Bühne.

Bewertung: 4/10

13. João Cancelo (ab 51.)

Cancelo wurde in der 51. Minute eingewechselt und war häufig auf dem Weg nach vorne vorzufinden. Zwar sahen seine Aktionen technisch gut aus, jedoch konnte er keine wirkliche Gefahr erzeugen.

Bewertung: 4/10

14. Rafael Leao (ab 70.)

Rafael Leao begann schwungvoll und wirbelte die Abwehr mit seinem Tempo durcheinander. Wirklich gefährlich wurde der Milan-Star dabei jedoch auch nicht und ließ mit zunehmender Spielzeit immer mehr nach. Erst kurz vor dem Ende bediente er Pepe mit einer großartigen Flanke, jedoch konnte dieser daraus keinen Profit ziehen.

Bewertung: 5/10

15. Vitinha (ab 70.)

Der PSG-Star kam nach 70 Minuten und konnte keine gefährlichen Akzente mehr setzen.

Bewertung: 3/10


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