Plant Juventus den Verkauf von Cristiano Ronaldo? Das Gerücht im Check

Will Juve Cristiano Ronaldo loswerden?
Will Juve Cristiano Ronaldo loswerden? / Soccrates Images/Getty Images
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Plant Juventus Turin im kommenden Sommer den Verkauf von Cristiano Ronaldo? Aus Spanien heißt es, CR7 sei der Alten Dame zu teuer geworden. Ein Blick auf das Gerücht lässt aber Zweifel aufkommen.

Seit 2018 trägt Cristiano Ronaldo das Trikot von Juventus Turin. Der mittlerweile 35-Jährige macht auch bei der Alten Dame das, was er am besten kann: Er trifft am Fließband. So wie am Wochenende beim 1:1 gegen Lazio. Insgesamt 71 Mal traf CR7 in 94 Pflichtspielen für Juve. 19 weitere Treffer bereitete er vor.

Dennoch gibt es Kritik in Italien. "Er hat keinen Respekt vor seinen Teamkollegen oder Italienern im Allgemeinen", ecchauffierte sich Ex-Juve-Spieler Bruno Pasquale bei Mediaset Italia. Fabio Capello unterstellte Ronaldo nach dem Sieg in der Champions League gegen Budapest Egoismus.

Bericht aus Spanien: Juve will Ronaldo von der Gehaltsliste bekommen

Wirklich stören müssen Ronaldo diese Misstöne aber nicht. Seine Torquote spricht schließlich für sich - auch mit 35 Jahren ist CR7 immer noch topfit. Spekulationen um einen vorzeitigen Abgang des Portugiesen kommen nun trotzdem auf. Wie die spanische Sport schreibt, liege das vor allem am exorbitant hohen Gehalt. 31 Millionen Euro soll der Superstar pro Jahr in seinem bis Sommer 2022 gültigen Vertrag zugesprochen worden sein. Damit verdient Ronaldo rund das Fünffache von Paulo Dybala, der als Nummer zwei in der Gehaltsliste gilt.

Und damit wären wir wieder mal beim Thema: In der aktuellen Situation müssen auch die Groß-Klubs Europas den Gürtel etwas enger schnallen. Genau deshalb soll Juve in Erwägung ziehen, Ronaldo im Sommer 2021 zu verkaufen, um ihn von der Gehaltsliste zu bekommen und noch eine Ablöse zu generieren.

Widersprüchliche Meldungen um Cristiano Ronaldo

Denn Fakt ist auch: Den ersehnten Champions-League-Titel konnte auch Cristiano Ronaldo noch nicht in den Norden Italiens bringen. Denkt man bei der Bianconeri deshalb um? Nein, sagt Romeo Agresti, seines zeichens Goal-Korrespondent in Turin: "Diese Nachricht ist absolut nicht wahr. Juve will den abgeschlossenen Vertrag respektieren. Sie planen daher nicht, Cristiano zu verkaufen."

Interessanterweise bezieht sich die Sport auf Informationen von eben jenem Agresti. Missverständnis, erfundenes Gerücht oder doch eine aktuelle Überlegung der Juve-Führung? Wahrscheinlich sind aktuell - trotz Corona-Krise - eher die ersten beiden Varianten. Denn Ronaldo bringt dem Klub auch viele Werbeeinnahmen und Aufmerksamkeit in den weltweiten Medien. Die Gehaltsrechnung geht so nicht auf. Und auf dem Platz kann CR7 auch mit 35 Jahren noch den Unterschied machen!


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