90min
facebooktwitterinstagramyoutuberss

Peinlicher Fauxpas! Kölner Fangesänge bei Leverkusens Partie gegen Inter

Marcelo Brozovic
Inter Mailand hat Bayer Leverkusen mit 2:1 geschlagen | Pool/Getty Images

Bei der Live-Übertragung der Europa-League-Partie zwischen Bayer Leverkusen und Inter Mailand ist RTL ein peinlicher Fauxpas unterlaufen: In die eingespielten Fangesänge mischten sich auch Anfeuerungsrufe der Anhänger des 1. FC Köln.

Die Corona-Pandemie sorgt derzeit für leere Fußballstadien, ohne Fans auf den Rängen kommt deshalb nur selten echte Atmosphäre auf. Die Kommandos und Zwischenrufe der Spieler und Trainer zu hören ist zwar ab und an spannend und interessant, auf Dauer eben doch langweilig. Und so kam schnell der Trend auf, Zuschauergesänge vom Band abzuspielen, um zumindest ein wenig Stimmung in die Übertragung zu bekommen.

Davon kann man nun halten, was man will: Manche Zuschauer mögen es, manche eher nicht. Sky und DAZN haben Lösungen für beide Fälle: Mehrere Tonoptionen, bei denen man sich aussuchen kann, ob man nun Fangesänge eingespielt bekommen möchte oder nicht. Die Auswahlmöglichkeit ist sicher die beste Variante. RTL aber bot diese den Zuschauern am Montagabend bei der Partie von Bayer Leverkusen gegen Inter Mailand nicht - sehr zum Leidwesen einiger Zuschauer.

Was aber vor allen Dingen ein Schuss in den Ofen war: Die eingespielten Fangesänge kamen zumindest teilweise von Fans des 1. FC Köln. So schallte etwa nach gut 33 gespielten Minuten lautstark und gut vernehmlich "Erster Fußballclub Köln" durch die Boxen in die Wohnzimmer der Zuschauer. Obwohl Bayer Leverkusen gegen Inter Mailand spielte - in Düsseldorf.

In Auftrag gegeben wurde die Herstellung der künstlichen Fan-Gesänge von der UEFA höchst selbst, Sky Deutschland produzierte sie für den europäischen Fußballverband. Die TV-Sender, die Champions-League- und Europa-League-Spiele übertragen, können dann wählen, ob sie die Gesänge einspielen wollen oder eben nicht. Die von Sky produzierten Gesänge sind also in ganz Europa zu hören. Bei RTL hätte man es am Montagabend wohl besser sein gelassen.