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Orel Mangala: Werden aller schlechten Dinge drei?

Ein drittes Jahr in Folge in Liga zwei? Orel Mangala vom VfB Stuttgart
Ein drittes Jahr in Folge in Liga zwei? Orel Mangala vom VfB Stuttgart | TF-Images/Getty Images

Mit seinem VfB Stuttgart kämpft der belgische Nationalspieler Orel Mangala heute Abend (20.30 Uhr) um extrem wichtige Punkte für den Aufstieg in die Bundesliga. Gegner in der (fast) menschenleeren Mercedes-Benz-Arena wird der Hamburger SV sein.

Ausgerechnet, könnte man sagen. Denn mit den Hamburgern plante der vom VfB an den HSV verliehene Mittelfeldspieler bereits im letzten Jahr den Aufstieg. Und verpasste ihn. Der HSV hätte Mangala zwar liebend gerne behalten, doch die Schwaben bestanden auf seiner Rückkehr ins Ländle. Zum Zeitpunkt der Entscheidung planten die Macher in Stuttgart noch mit einem Verbleib im Oberhaus. Doch aus dem wurde bekanntlich nichts. Die Schwaben belegten am Ende der regulären Saison den Relegationsplatz 16 - und unterlagen schließlich im Play-Off gegen die Eisernen von Union Berlin. Somit musste Mangala widerstrebend ein weiteres Jahr in Liga zwei in Kauf nehmen.

Bei einer Niederlage gegen den HSV droht der VfB den direkten Aufstieg zu verpassen

Und aktuell zeichnet sich sogar noch eine Steigerung dieses Schreckensszenarios ab. Denn bei einer Niederlage im heutigen Spitzenspiel würde der Abstand zum Tabellenzweiten (HSV) bereits auf vier Punkte anschwellen. Eine Bresche also, die man an einem Spieltag nicht mehr überwinden kann. Zudem hätte der VfB im Fall einer Niederlage ein um mindestens zehn Tore schlechteres Torverhältnis gegenüber den Hanseaten, was - grob gerechnet - einem weiteren Punkt Rückstand entspricht. Mangala stünde dann perspektivisch vor seinem dritten Zweitliga-Jahr in Folge.

Wertvollster Spieler in der Zweiten Liga

Angesichts der unbestreitbaren Qualitäten des Belgiers erscheint dies fast wie ein Treppenwitz. Schon zu seinen Hamburger Zeiten ein absoluter Leistungsträger - wobei man der Ehrlichkeit halber auch sagen muss, dass er im letzten Viertel der vergangenen Saison genauso wie seine übrigen Teamkollegen sang- und klanglos einbrach -, hat sich der Marktwert des 22-jährigen Sechser mittlerweile auf stattliche elf Millionen Euro geschraubt. Damit ist Mangala der wertvollste Spieler in Liga zwei. Interessenten gibt es für den noch bis zum Sommer 2023 an den VfB gebundenen Spieler genügend. Der VfL Wolfsburg soll sich laut Angaben der Mopo bereits mehrere Male um den Belgier bemüht haben.

Wie es in Mangalas noch kurzer Karriere also über diesen Sommer hinaus weitergeht, hängt nicht zuletzt auch vom Ausgang des heutigen Spitzenspiels gegen den HSV ab. Für Brisanz ist heute Abend somit auf jeden Fall gesorgt.