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Nun müssen Schalke-Fans ihre Macht ausüben

Tal Lior
Soccrates Images/Getty Images
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Bei vielen Schalke-Fans sorgt die derzeitige Berichterstattung rund um Ralf Rangnick für Frust und Ärger. Einige Aufsichtsratsmitglieder sind offenbar gewillt, die Möglichkeit einer Anstellung von Rangnick als Sportvorstand ziehen zu lassen. Nun muss die gigantische Anhängerschaft all die durch das Gebaren der Vereinsführung entstandene Wut in einen kollektiven Machtspruch umwandeln - denn wenn es um das Wohl des Vereins geht, kann man derzeit nur den langjährigen Fans vertrauen.


Dass andere Mitglieder des Aufsichtsrats über den Plan von Stefan Gesenhues schockiert sind, ist teilweise verständlich. Sie wissen, dass sie dadurch ihre Macht verlieren könnten und reagieren deshalb auf diesen Vorschlag mit einer Vehemenz, die man sich zuvor zum Beispiel bei der Thematik rund um Jochen Schneider viel früher gewünscht hätte.

Deshalb ist es gut, dass in diesem Klub weiterhin die Fans ein Wörtchen mitreden dürfen. Wenn bis dahin die Rangnick-Widersacher nicht zurückgetreten sind, werden die betroffenen AR-Mitglieder bei der nächsten Mitgliederversammlung ihr blaues Wunder erleben. Wenn es aber darum geht, Schalkes sportliche Zukunft langfristig mit einer Traum-Besetzung auszurichten, darf man bis zum 13. Juni nicht warten.

Aufgrund dessen hat ein Schalke-Fan schon mal die Initiative ergriffen und am Freitag eine Online-Petition gestartet, die zum jetzigen Stand schon rund 8000 Unterschriften aufweist! Die Zahl steigt von Stunde zu Stunde rasant an.

Sollte der Aufsichtsrat auf diesen öffentlichen Aufruf der Fans ebenfalls mit Gleichgültigkeit reagieren, müssten sich mindestens zehn Prozent der Mitglieder zusammentun, um eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Mehr dazu in der Vereinssatzung.

Es gibt also durchaus Wege, um für die Zukunft des Vereins auch als "kleiner" Fan zu kämpfen. Also, Schalke-Fans, zeigt der Fußball-Welt eure Macht!

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